Sachverstand

Deckungsstreitigkeiten

Spezialisierte Rechtsberatung für Unternehmer, Geschäftsführer und Organisationen

Mit unserer umfassenden Expertise im Versicherungsrecht betreuen wir Mandanten aus unterschiedlichsten Branchen – von KMU über börsennotierte Unternehmen und internationale Konzerne bis hin zu gemeinnützigen Organisationen. Wir bieten Rechtsberatung auf allen Ebenen, von der Geschäftsführung bis hin zu den einzelnen Stakeholdern. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch hohe Qualität, Zuverlässigkeit und fundiertes Fachwissen aus.

  • Wir arbeiteten unter anderem für:
  • MKBjuristen.nl Partner
  • MKBjuristen.nl Partner
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Was wir tun

In der Praxis kommt es häufig vor, dass der Versicherungsnehmer davon ausgeht, ein Ereignis sei versichert, während der Versicherer dies völlig anders beurteilt. Unsere Anwälte verfügen über Expertise in Deckungsfragen und im Umfang einer Versicherungspolice. Die sogenannte „primäre Deckungsbeschreibung“ und die „Garantieklauseln“ in den Versicherungsbedingungen sind für Deckungsfragen relevant.

Sobald die Deckungsfrage geklärt ist, kann der Versicherer zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet werden. Unsere Rechtsexperten und Anwälte verfügen über die Erfahrung und Expertise, um Deckungsfragen in konkreten Fällen zu beurteilen. Wir bieten Ihnen in diesem Prozess Rechtsberatung an und können gegebenenfalls gerichtliche Schritte einleiten, um den Schadensersatzanspruch des Versicherers durchzusetzen.

Wir verfügen über die Erfahrung und Expertise, um vielfältige Aufgaben zu übernehmen – von der Beratung bis zur Streitbeilegung. Unser erfahrenes Team aus Anwälten und Rechtsexperten im Versicherungsrecht steht Ihnen zur Seite. Kontaktieren Sie uns, um die Möglichkeiten zu besprechen.

Was ist ein Deckungsstreit?

Ein Deckungsstreit entsteht, sobald Sie und Ihr Versicherer unterschiedlicher Meinung darüber sind, ob ein Schadenfall unter die Police fällt. Der Versicherungsnehmer geht davon aus, dass das Ereignis gedeckt ist; der Versicherer lehnt den Anspruch (teilweise) unter Berufung auf die Versicherungsbedingungen ab. Kernpunkt ist fast immer die Auslegung: Wie sind die Beschreibung des Versicherungsschutzes, die Ausschlüsse und die Sonderklauseln in diesem konkreten Fall auszulegen? Dabei geht es nicht um eine wörtliche Auslegung, sondern um den sogenannten Haviltex-Standard: Was konnten die Parteien vernünftigerweise voneinander erwarten? Insbesondere bei Verbraucherversicherungen ist es von großer Bedeutung, dass unklare Bestimmungen zugunsten des Versicherungsnehmers ausgelegt werden (contra proferentem).

Es geht um konkrete Folgen: Werden Sie für den Schaden entschädigt oder bleiben Sie auf den Kosten sitzen? Für einen internationalen Konzern kann dies Zinsen in Millionenhöhe aus einer Betriebsunterbrechungs- oder Haftpflichtversicherung bedeuten; für den Bäcker um die Ecke geht es um den Ersatz eines durchgebrannten Ofens, der seine Existenz bedroht. In beiden Fällen stellen sich dieselben Rechtsfragen.

Häufige Ursachen für Deckungsstreitigkeiten

Die meisten Streitigkeiten drehen sich um eine begrenzte Anzahl wiederkehrender Themen:

  • Ausschlüsse und Klauseln – der Versicherer beruft sich auf einen Ausschluss oder eine Garantie-/Präventionsklausel (zum Beispiel eine Einbruch-, Feuer- oder Wartungsregelung).
  • Offenlegungspflicht bei Vertragsschluss – der Versicherer behauptet, dass Informationen bei Abschluss der Police zurückgehalten wurden (Artikel 7:928 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches).
  • Pflicht zur Meldung und Mitwirkung nach einem Schadensfall – Diskussion darüber, ob der Schaden rechtzeitig und ordnungsgemäß gemeldet wurde (Artikel 7:941 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches).
  • Vorsatz oder Fahrlässigkeit – der Versicherer behauptet, dass der Versicherungsnehmer den Schaden vorsätzlich oder fahrlässig verursacht hat (Artikel 7:952 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches).
  • Unterversicherung und Selbstbeteiligung – die Höhe der Auszahlung ist strittig, da die Versicherungssumme angeblich zu niedrig ist.

Ausschlüsse, Gewährleistungsklauseln sowie Angemessenheit und Fairness

Lange Zeit wurde im Versicherungsrecht strikt zwischen der primären Deckungsbeschreibung (der äußersten Grenze des Versicherungsschutzes) und der Präventivgarantieklausel (einer Voraussetzung für den Versicherungsschutz) unterschieden. Gegen die Geltendmachung der primären Deckungsbeschreibung gab es praktisch keine Rechtsmittel, wohingegen ein Anspruch auf Grundlage einer Garantieklausel leichter abgewiesen werden konnte. Der Oberste Gerichtshof hat diese starre Unterscheidung aufgegeben: Ob die Berufung des Versicherers auf eine Versicherungsklausel unter den gegebenen Umständen nach den Maßstäben der Angemessenheit und Fairness unzulässig ist, wird nun nach denselben Maßstäben wie bei anderen Verträgen beurteilt (Art. 6:248 Abs. 2 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches).

Dieser Test ist restriktiv – ein Versicherer kann sich grundsätzlich auf die Grenzen seiner Deckung berufen –, aber er ist nicht unbegründet. Die konkreten Umstände des Falles (der Zusammenhang zwischen der verletzten Bestimmung und dem Schaden, die Schwere des Fehlverhaltens, das Interesse des Versicherers) bestimmen das Ergebnis. Genau an diesem Schnittpunkt von Policenauslegung und Angemessenheit führen unsere Anwälte und (Unternehmens-)Rechtsberater die Diskussion.

Beweislast und Offenlegungspflicht

Die Beweislastfrage ist in Deckungsstreitigkeiten oft entscheidend. Grundsätzlich trägt der Versicherungsnehmer die Beweislast dafür, dass der Schaden unter die Deckung fällt. Beruft sich der Versicherer auf einen Ausschluss, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit (Art. 7:952 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches), liegt die Beweislast grundsätzlich bei ihm. Bei dem Vorsatz, den Versicherer zu täuschen – sei es aufgrund der Offenlegungspflicht (Art. 7:928 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches) oder der Pflicht zur Meldung nach Schadenseintritt (Art. 7:941 Abs. 5 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches) – kann der Anspruch auf Leistung vollständig erlöschen. Der Versicherer kann sich jedoch nicht einfach auf einen Verstoß berufen: Bezüglich der Meldepflicht muss ihm durch die Nichterfüllung ein berechtigter Schaden entstanden sein. Eine gründliche Analyse der Fakten, der Versicherungspolice und des Schriftverkehrs ist hier von entscheidender Bedeutung.

Wie wir mit Deckungsstreitigkeiten umgehen

Wir prüfen zunächst, ob die Ablehnung gerechtfertigt ist: Stimmt die Begründung des Versicherers, wurde die richtige Klausel angewendet und ist die Beweislast korrekt verteilt? Anschließend wählen wir den effektivsten Weg. Oft genügt eine gut begründete Haftungsforderung oder ein nachvollziehbares Schreiben an den Versicherer, um eine Auszahlung zu erreichen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, können Verbraucher und kleine Unternehmen eine Beschwerde beim Financial Services Complaints Institute (Kifid) einreichen oder ein Gerichtsverfahren anstrengen. Wir bieten Ihnen umfassende Beratung und Unterstützung bei Streitigkeiten – mit gemischten Teams aus Anwälten und internen Rechtsberatern, individuell auf Ihren Fall zugeschnitten, egal ob Sie ein börsennotiertes Unternehmen oder ein selbstständiger Unternehmer sind.

Häufig gestellte Fragen zu Deckungsstreitigkeiten

Mein Versicherer lehnt den Schadenersatzanspruch ab. Lohnt es sich, weiter nachzuhaken?
Oft ja. Ablehnungen beruhen häufig auf einer fragwürdigen Auslegung der Versicherungsbedingungen oder einer falschen Beweislastverteilung. Eine unabhängige Prüfung der Versicherungsbedingungen und des Ablehnungsschreibens klärt schnell, ob eine Weiterverfolgung Aussicht auf Erfolg hat.

Darf der Versicherer sich auf einen Ausschluss berufen?
Grundsätzlich ja, jedoch nicht ohne Einschränkungen. Die Berufung auf eine Versicherungsklausel kann unter den gegebenen Umständen nach den Grundsätzen der Angemessenheit und Billigkeit unzulässig sein (Artikel 6:248 Absatz 2 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches). Dies erfordert eine eingehende Prüfung des Sachverhalts.

Wie viel kostet die Beauftragung eines Anwalts oder Rechtsexperten?
Das hängt von Art und Umfang des Rechtsstreits ab. Wir treffen im Vorfeld klare Vereinbarungen über Vorgehensweise und Kosten, damit Sie vor weiteren Schritten wissen, woran Sie sind.

Teil unseres Versicherungsgesetzes

Streitigkeiten um Versicherungsschutz sind ein Spezialgebiet unserer umfassenden versicherungsrechtlichen. Geht es neben der Frage des Versicherungsschutzes auch um Streitigkeiten bezüglich der Versicherungsbedingungen, der Offenlegungspflicht oder der Sorgfaltspflicht Ihres Versicherers oder Vermittlers? Unsere Anwälte und (Unternehmens-)Rechtsberater unterstützen sowohl internationale Konzerne als auch kleine Unternehmen. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch über Ihre Situation.

Herr Jaime Boogaers
Herr Jaime Boogaers
Gesellschaftsrecht · Anwalt

In spezialisierten Rechtsfällen geht es nicht nur um die Rechtsnorm. Es geht auch um Beweise, den richtigen Zeitpunkt, die Verhandlungsposition und die wirtschaftlichen Auswirkungen jedes einzelnen Schrittes.

Wobei wir helfen

Wir unterstützen Unternehmer und Organisationen bei rechtlichen Fragestellungen, bei denen eine sorgfältige Prüfung, Strategie und Umsetzung wichtig sind.

  • Beurteilung Ihrer Rechtslage
  • Analyse von Verträgen, Entscheidungen, Korrespondenz und Belegen
  • Beratung zu Haftung, Verteidigung und Strategie
  • Verfassen oder Überprüfen von juristischer Korrespondenz
  • Verhandlungen mit der Gegenpartei, dem Treuhänder, dem Aktionär oder dem Berater
  • Leitfaden bei Eskalation, Verfahren oder Einigung

Wann sollte man einen Spezialisten hinzuziehen?

Rechtliche Unterstützung ist besonders wertvoll, wenn viel auf dem Spiel steht, Fristen drängen oder eine falsche Reaktion Ihre Position schwächen könnte.

  • Es liegt eine Forderung, ein Anspruch oder eine Haftungsmitteilung vor
  • Sie sind sich unsicher, ob Sie reagieren, verhandeln oder gerichtlich vorgehen sollen
  • Es bestehen erhebliche finanzielle oder Reputationsrisiken
  • Die Gegenseite übt Druck aus oder setzt kurze Fristen
  • Sie möchten verhindern, dass eine Antwort später gegen Sie verwendet wird
  • Sie möchten im Voraus wissen, was rechtlich und wirtschaftlich sinnvoll ist

Erst beurteilen, dann reagieren

In speziellen Fällen kann die erste Reaktion entscheidend für das weitere Vorgehen sein. Ein Eingeständnis, eine unvollständige Erklärung oder der falsche Tonfall könnten später gegen Sie verwendet werden. Deshalb prüfen wir zunächst genau, was Ihnen vorgeworfen wird, welche Fakten feststehen, welche Dokumente fehlen und welche Strategie Ihren Interessen am besten entspricht.

Unser Ansatz

Sie erhalten keine abstrakte juristische Darstellung, sondern eine praxisorientierte Einschätzung Ihrer Situation, der Risiken und der nächsten Schritte.

01

Aufnahme und Erstbeurteilung

Wir werden kurz die Situation, die verfügbaren Dokumente und Ihre Hauptinteressen besprechen.

02

Positions- und Risikoanalyse

Wir beurteilen Ihre rechtliche Position, die beigefügten Unterlagen, die Fristen und die möglichen nächsten Schritte.

03

Strategische Beratung

Sie erhalten konkrete Ratschläge zum besten Vorgehen: reagieren, verhandeln, einen Vergleich schließen oder gerichtlich vorgehen.

04

Ausführung

Wir unterstützen Sie bei der Korrespondenz, bei Verhandlungen, bei der Strategieentwicklung in Rechtsstreitigkeiten oder bei weiteren rechtlichen Angelegenheiten.

Spezialisten für Unternehmer

Wir verbinden juristische Analyse mit praktischer Erfahrung in Fällen für Unternehmer, Geschäftsführer und Organisationen.

Alle unsere Rechtsexperten und Anwälte verfügen über umfassende Kenntnisse im Versicherungsrecht. Darüber hinaus haben sie sich auf ein oder mehrere Spezialgebiete konzentriert. Wir haben verschiedene Spezialgebiete in unterschiedlichen Fachgruppen zusammengefasst. Jeder Anwalt ist entsprechend seiner Spezialisierung einer oder mehreren Fachgruppen zugeordnet. Mandanten können sich für ihren jeweiligen Fall direkt an die zuständige Fachgruppe wenden. Dort werden sie von dem für ihren Fall am besten geeigneten Anwalt oder Rechtsexperten betreut. Bei Bedarf greifen wir auf das Fachwissen und die Erfahrung unserer spezialisierten Kollegen aus anderen Fachgruppen zurück.

Häufig gestellte Fragen zu Deckungsstreitigkeiten

Im Folgenden beantworten wir häufig gestellte Fragen zu diesem Rechtsgebiet, unserer Vorgehensweise und der Suche nach Rechtsbeistand.

Wann ist Rechtsberatung ratsam?

Rechtliche Beratung ist ratsam, sobald Druck entsteht, Fristen ablaufen, eine Gegenpartei Stellung bezieht oder wenn finanzielle oder strategische Interessen von Bedeutung sind.

Kann MKB Juristen auch helfen, wenn bereits ein Konflikt besteht?

Ja. Wir beurteilen Ihre rechtliche Position, beraten Sie hinsichtlich der Strategie und können Sie bei der Korrespondenz, Verhandlungen, Verteidigung oder weiteren rechtlichen Schritten unterstützen.

Was kostet eine spezialisierte Rechtsberatung?

Fachberatung erfolgt grundsätzlich auf Stundenbasis. Soweit möglich, informieren wir Sie im Vorfeld über das Vorgehen, die Kosten und die nächsten Schritte.

Kann ich zunächst ein unverbindliches Beratungsgespräch führen?

Ja. Sie können eine kostenlose Beratung anfordern. Wir werden Ihre Situation kurz besprechen und Ihnen die wahrscheinlich sinnvollste Vorgehensweise aufzeigen.

Erläutern Sie Ihre Position

Möchten Sie wissen, wie Ihre rechtliche Lage aussieht oder welcher Schritt sinnvoll ist? Besprechen Sie Ihre Situation mit einem Anwalt oder dem Unternehmensjuristen.

Kontaktieren Sie uns

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Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten. Wir werden uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um Ihre Situation kurz zu besprechen.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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