MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Als Franchisenehmer können Sie das Franchisesystem auf drei Arten verlassen: durch Kündigung gemäß Vertrag, durch Auflösung aufgrund eines Vertragsbruchs seitens des Franchisegebers oder durch einvernehmliche Beendigung. Welcher Weg für Sie infrage kommt, hängt maßgeblich von den Bestimmungen Ihres Franchisevertrags ab. Da erhebliche finanzielle und praktische Konsequenzen – wie Miete und geistiges Eigentum – damit verbunden sind, ist eine vorherige Rechtsberatung unerlässlich. Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu den verschiedenen Optionen.
Das Franchisemodell verlassen: ein wichtiger Schritt
Eine Franchise-Partnerschaft ist eine langfristige Verpflichtung. Wenn die Zusammenarbeit als Franchisenehmer , kann die Beendigung komplex und emotional belastend sein. Die Gründe dafür sind vielfältig: Das Konzept erweist sich als weniger erfolgreich als erwartet, man fühlt sich dort nicht mehr wohl oder persönliche Umstände wie Krankheit spielen eine Rolle. In jedem Fall gibt es Ausstiegsmöglichkeiten – der richtige Weg hängt jedoch vom Vertrag und der Haltung des Franchisegebers.
Option 1: Kündigung des Franchisevertrags
Die erste Möglichkeit ist die Kündigung. Der Vertrag sieht häufig eine Kündigungsoption mit einer bestimmten Kündigungsfrist vor. Achten Sie genau auf die vertraglichen Folgen einer Kündigung, beispielsweise in Bezug auf Mietverhältnisse und geistiges Eigentum – diese können weitreichende finanzielle und praktische Konsequenzen haben. Halten Sie sich strikt an die vertraglichen Vereinbarungen; andernfalls riskieren Sie einen Streit.
Option 2: Auflösung des Franchisevertrags
Eine zweite Möglichkeit ist die Auflösung des Franchisevertrags. Dies ist möglich, wenn eine Partei die Vereinbarungen nicht einhält oder einen Vertragsbruch begeht – beispielsweise, wenn der Franchisegeber seinen Pflichten nicht nachkommt. Die Auflösung ist eine drastische Maßnahme mit rechtlichen Konsequenzen. Lassen Sie sich daher im Vorfeld hinsichtlich Ihrer Beweislage und der Risiken beraten.
Option 3: Beendigung im gegenseitigen Einvernehmen
Die dritte Möglichkeit besteht darin, den Vertrag gemeinsam zu beenden. Die Folgen hängen von den Vereinbarungen zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber sowie von ihren jeweiligen Interessen ab. Es ist unerlässlich, alle Vereinbarungen – beispielsweise zu Warenbestand, Miete, geistigem Eigentum, Abfindungszahlungen und der Wettbewerbsklausel – schriftlich festzuhalten, um späteren Streitigkeiten vorzubeugen.
Der Inhalt des Franchisevertrags ist entscheidend
Welche Optionen realisierbar sind und welche Ergebnisse sie liefern, hängt maßgeblich vom Inhalt des Franchisevertrags ab. Seit Inkrafttreten des Franchisegesetzes gelten zudem gesetzliche Bestimmungen zum Schutz des Franchisenehmers, beispielsweise hinsichtlich Informationspflichten, Zustimmung zu wesentlichen Änderungen und Wettbewerbsverboten. Die rechtlichen Aspekte einer Kündigung sind komplex und stark vom Einzelfall abhängig. Daher empfiehlt es sich, einen Franchisespezialisten zu konsultieren.
Häufig gestellte Fragen zum Ausstieg aus dem Franchisesystem
Kann ich einfach stornieren, falls sich die Formel als enttäuschend erweist?
So einfach ist das nicht. Ein enttäuschendes Ergebnis allein ist kein gültiger Grund, den Vertrag zu verlassen und die vertraglich vereinbarten Kündigungsmöglichkeiten nicht zu nutzen. Sie sind an die Vertragslaufzeit und die Kündigungsfrist gebunden, es sei denn, es liegt ein Vertragsbruch vor oder Sie treffen eine Vereinbarung mit dem Franchisegeber.
Gilt die Wettbewerbsverbotsklausel auch nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen?
Oft ja, aber das Franchisegesetz setzt Grenzen: Eine nachvertragliche Wettbewerbsverbotsklausel muss unter anderem schriftlich erfolgen, zeitlich und räumlich begrenzt sein und dem Schutz des Know-hows dienen. Erfüllt sie diese Anforderungen nicht, kann sie unwirksam sein.
Was geschieht mit meinen Geschäftsräumen?
Das hängt vom Mietvertrag ab. Manchmal mietet man vom Franchisegeber (Untermiete), was den Ausstieg erschwert. Klären Sie die Miet- und Urheberrechtsfragen im Voraus, da diese oft darüber entscheiden, inwieweit Sie tatsächlich frei aussteigen können.
Unterstützung bei der Kündigung Ihres Franchisevertrags
Die Franchise-Spezialisten von MKB Juristen prüfen Ihren Vertrag, beraten Sie hinsichtlich des optimalen Vorgehens und begleiten Sie durch Kündigung, Auflösung oder einvernehmliche Beendigung – unter Berücksichtigung von Miet-, Urheberrechts- und Wettbewerbsverbotsklauseln. Informieren Sie sich über unsere Franchise- oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.