Was ist eine Summe?
Ein formelles Mahnschreiben – auch Zahlungsaufforderung oder letzte Mahnung genannt – ist ein formelles, eindringliches Schreiben, in dem Sie Ihrem Schuldner eine letzte Gelegenheit zur Zahlung geben, bevor weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden. Der Ton ist bestimmt und sachlich. Die Zahlung wird gefordert, nicht nur erbeten.
Rechtlich gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen einer Zahlungserinnerung, einem Mahnschreiben und einer förmlichen Zahlungsaufforderung. Es handelt sich in allen Fällen um schriftliche Zahlungsaufforderungen. Die Unterschiede liegen im Tonfall, im Inhalt und in der rechtlichen Bedeutung. In einer förmlichen Zahlungsaufforderung werden Inkassokosten und gesetzliche Zinsen bereits berechnet – sie werden nicht nur angekündigt.
Der entscheidende Unterschied in der Praxis: Ein formelles Mahnschreiben einer spezialisierten Anwaltskanzlei wirkt auf einen Schuldner deutlich eindrucksvoller als ein vom Schuldner selbst verfasstes Schreiben. Der Schuldner weiß, dass es ernst gemeint ist und dass bei Nichtzahlung umgehend rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Wann versendet man ein formelles Mahnschreiben?
Die formelle Zahlungsaufforderung folgt auf das Mahnschreiben. Sie haben bereits selbst versucht, die Zahlung einzutreiben – doch der Schuldner reagiert nicht oder verzögert die Zahlung weiterhin. In diesem Fall ist es ratsam, die formelle Zahlungsaufforderung einem spezialisierten Unternehmen zu überlassen.
Für Geschäftskunden (B2B) besteht keine gesetzliche Pflicht, zunächst eine formelle Zahlungsaufforderung zu versenden. Sie können eine rechtsgültige Zahlungsaufforderung direkt im Namen von MKBjuristen versenden, sobald die Zahlungsfrist abgelaufen ist.
Für Verbraucher gilt Folgendes: Das Mahnschreiben muss den Anforderungen des Gesetzes über Inkassokosten entsprechen. Dem Verbraucher muss eine Zahlungsfrist von mindestens 14 Tagen eingeräumt werden, und die Höhe der Inkassokosten muss angegeben werden. Entspricht das Mahnschreiben diesen Anforderungen nicht, werden die Inkassokosten später vom Gericht zurückgewiesen.
Was gehört in ein formelles Unterlassungsschreiben?
Ein gutes Mahnschreiben enthält mindestens Folgendes:
Der ausstehende Betrag mit Rechnungsnummer und Datum.
Die Zahlungsfrist beträgt in der Regel fünf bis sieben Werktage für Geschäftskunden und mindestens vierzehn Tage für Verbraucher.
Die gesetzlichen (handelsrechtlichen) Zinsen, die bereits auf den ausstehenden Betrag angefallen sind.
Die außergerichtlichen Inkassokosten richten sich nach der WIK-Skala – für Geschäftskunden können in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen höhere Beträge vereinbart worden sein.
Die Ankündigung konkreter nächster Schritte, falls die Zahlung nicht eingeht: Vorladung, vorläufige Pfändung oder Insolvenzantrag.
Ein formelles Mahnschreiben von MKBjuristen geht über ein Standardschreiben hinaus. Wir gehen auf bekannte Einwände des Schuldners ein, liefern rechtliche Begründungen dafür, warum diese Einwände nicht stichhaltig sind, und erläutern die weiteren Schritte – und dass wir befugt sind, diese Schritte tatsächlich einzuleiten.
Mahnschreiben als Teil des Inkassoverfahrens
Das Mahnschreiben bildet die Brücke zwischen Ihren eigenen Bemühungen und dem professionellen Inkassoverfahren. Nach dem Mahnschreiben gibt es zwei Wege.
Zahlt der Schuldner nach Erhalt des Mahnschreibens: Ziel erreicht – ohne Gerichtsverfahren, ohne weitere Kosten.
Zahlt der Schuldner nach der Zahlungsaufforderung nicht,
leiten wir umgehend das außergerichtliche Inkassoverfahren ein oder – falls dies bereits geschehen ist – ein Gerichtsverfahren. Bei unstrittigen Forderungen zwischen 1.500 € und 25.000 € arbeiten wir auf Erfolgsbasis (keine Zahlung bei Nichterfüllung der Forderungslaufzeit).