Produkthaftung – der Kunde macht Sie haftbar

Produkthaftung

Ist die Forderung berechtigt? Lassen Sie Ihre Position prüfen, bevor Sie antworten oder zahlen.

Ein Kunde macht Sie für Personenschäden, Sachschäden oder Folgeschäden haftbar, die durch Ihr Produkt verursacht wurden. MKBjuristen prüft, ob die Klage rechtlich begründet ist, ob eine Verteidigung möglich ist und wie Sie am besten vorgehen. Festpreis.

  • Verhindern Sie, dass Ihre Beweislage geschwächt wird
  • Klarheit bezüglich Erinnerung, Ermahnung oder Vorladung
  • Beratung bei strittigen Rechnungen und unzufriedenen Kunden
  • Unterstützung bei Verhandlungen oder Verfahren, falls erforderlich
Zunächst muss die Position bestimmt werden. Wir betrachten Vereinbarungen, Beweise und Risiken.
Vermeiden Sie unnötige Eskalationen. Der richtige Tonfall beugt oft weiteren Konflikten vor.
Nächster praktischer Schritt: Sie wissen, ob das Versenden eines förmlichen Aufforderungsschreibens, Verhandlungen oder ein Rechtsstreit sinnvoll sind.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Produkthaftungsansprüche können vielfältig sein. Erkennen Sie eine dieser Situationen wieder?

Ein Kunde behauptet, durch Ihr Produkt einen Personenschaden erlitten zu haben

Laut Aussage des Kunden hat Ihr Produkt zu einer Körperverletzung geführt. Die Schadensersatzforderung kann erheblich sein, insbesondere im Falle einer dauerhaften Schädigung.

Ein Kunde fordert Schadensersatz für beschädigtes Eigentum

Ihr Produkt hat Sachschäden am Eigentum des Kunden verursacht. Der Kunde macht Sie hierfür haftbar.

Sie importieren Produkte von außerhalb der EU

Als Importeur sind Sie rechtlich dem Hersteller gleichgestellt und haften für Mängel an den importierten Produkten.

Ihr Name oder Ihre Marke erscheint auf einem Produkt, das Sie nicht hergestellt haben

Durch das Anbringen Ihres Namens oder Ihrer Marke an dem Produkt werden Sie zum rechtmäßigen Hersteller – auch wenn Sie das Produkt nicht selbst hergestellt haben.

Sie erhalten eine Haftungsforderung ohne klare Begründung

Ein Kunde sendet ein Aufforderungsschreiben, kann aber weder den Mangel, noch die Art des Schadens oder den ursächlichen Zusammenhang darlegen.

Bitte beachten Sie: Zu langes Warten oder falsche Reaktionen können sich später negativ auswirken. Dokumentieren Sie daher zunächst, was vereinbart, geliefert und kommuniziert wurde.

Wann haften Sie für Schäden, die durch Ihr Produkt verursacht werden?

Ein Kunde macht Sie für Schäden haftbar, die durch Ihr Produkt verursacht wurden. Dies kann Personenschäden, Sachschäden oder Folgeschäden umfassen. Die Frage ist: Ist diese Forderung berechtigt
, und was sollten Sie tun?

Die Produkthaftung basiert auf Artikel 6:185 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches und der europäischen Produkthaftungsrichtlinie. Es handelt sich um eine verschuldensunabhängige Haftung: Sie können auch dann haftbar gemacht werden, wenn Ihnen kein Fehler unterlaufen ist. Entscheidend ist, ob Ihr Produkt fehlerhaft war und ob dieser Fehler den Schaden verursacht hat.

Wer haftet: der Hersteller, der Importeur oder der Verkäufer?

Die Produkthaftung liegt primär beim Hersteller des fehlerhaften Produkts. Importeure, Händler und Verkäufer können jedoch ebenfalls haftbar gemacht werden.

Als Hersteller haften Sie, wenn Sie das Produkt hergestellt haben, wenn Sie Ihren Namen oder Ihre Marke auf dem Produkt anbringen oder wenn Sie Rohstoffe oder Komponenten geliefert haben, die
in das Produkt eingebaut wurden.

Als Importeur aus Ländern außerhalb der EU werden Sie rechtlich dem Hersteller gleichgestellt. Sie haften daher uneingeschränkt für Mängel an den von Ihnen importierten Produkten.

Als Verkäufer haften Sie unter Umständen, wenn der Hersteller nicht ermittelt werden kann oder seinen Sitz außerhalb der EU hat und Sie die Identität Ihres Lieferanten nicht offenlegen. Legen Sie diese Identität jedoch offen, sind Sie von weiterer Haftung befreit.

Bei Sachschäden unter 500 € haftet der Verkäufer. Bei Schäden über 500 € haftet der Hersteller oder Importeur. Im Falle von Personenschäden oder Todesfällen haftet stets der Hersteller.

Was ist ein defektes Produkt?

Ein Produkt ist mangelhaft, wenn es bei normalem Gebrauch nicht die Sicherheit bietet, die ein vernünftiger Benutzer erwarten kann. Dabei werden alle Umstände berücksichtigt: die Produktpräsentation, die Gebrauchsanweisung und Warnhinweise, der vorgesehene Verwendungszweck und der Zeitpunkt des Inverkehrbringens
.

Schäden am defekten Produkt selbst sind nicht durch die Produkthaftung abgedeckt.
Hierfür greift die vertragliche Haftung bzw. die Gewährleistung. Die Produkthaftung bezieht sich auf Schäden, die durch das defekte Produkt an fremdem Eigentum oder Personen verursacht werden.

Was muss der Kunde nachweisen?

Die Beweislast liegt beim Kunden, der den Anspruch einreicht. Er muss drei Dinge nachweisen:

Erstens, dass das Produkt einen Mangel aufweist. Zweitens, dass ihm ein Schaden entstanden ist. Drittens, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Mangel und dem Schaden besteht.

In der Praxis ist dies nicht immer einfach. Daher ist die Klage nicht automatisch gerechtfertigt. Wir prüfen, ob alle Beweisanforderungen erfüllt sind und ob Gründe für eine Anfechtung der Haftung vorliegen.

Wann kann man die Haftung bestreiten?

Es gibt rechtliche Gründe für den Ausschluss der Produkthaftung. Die wichtigsten sind: Der Mangel bestand zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens des Produkts nicht; der Stand von Wissenschaft und Technik machte die Entdeckung des Mangels unmöglich; der Schaden wurde durch unsachgemäße Verwendung des Produkts verursacht; oder die zehnjährige Haftungsfrist ist abgelaufen.

Die Produkthaftung kann gegenüber Verbrauchern weder vertraglich ausgeschlossen noch beschränkt werden. Für Geschäftskunden (B2B) sind zusätzliche vertragliche Vereinbarungen zur Haftung möglich, sofern diese nicht gegen zwingendes Recht verstoßen.

Neue EU-Richtlinie: auch digitale Produkte und KI

Seit dem 8. Dezember 2024 ist eine überarbeitete EU-Produkthaftungsrichtlinie in Kraft. Diese Richtlinie erweitert
die Haftung auf digitale Produkte, Software, KI-Systeme und Produkte, die über Online-Plattformen vertrieben werden. Die niederländische Gesetzgebung wird in den kommenden Jahren entsprechend angepasst. Unternehmen, die digitale Produkte oder KI-Anwendungen entwickeln oder importieren, müssen diese Erweiterung berücksichtigen.

Wie können wir helfen?

Wir leiten keine Gerichtsverfahren ein. Zunächst analysieren wir Ihre rechtliche Position, die Beweislage und Ihre wirtschaftlichen Interessen. Anschließend legen wir das geeignete Vorgehen zur Lösung des Problems fest.

1

Beurteilung der Behauptung und der Beweislage

Wir prüfen, ob der Mandant einen Mangel, einen Schaden und einen ursächlichen Zusammenhang nachgewiesen hat. In vielen Fällen ist die Behauptung unzureichend begründet.

2

Verteidigungsgründe ermitteln

Wir prüfen, ob rechtliche Gründe für eine Anfechtung der Haftung vorliegen – unzureichende Beweisführung, unsachgemäße Verwendung, Ablauf der Verjährungsfrist oder fehlender Kausalzusammenhang.

3

Entwurf der Antwort

Wir entwerfen ein rechtlich fundiertes Antwortschreiben, das die Forderung zurückweist oder die Haftung einschränkt.

4

Verhandeln oder klagen

Sollte der Streit eskalieren, verhandeln wir eine Einigung oder übernehmen die Prozessführung.

Häufig gestellte Fragen

Wann haften Sie für Schäden, die durch Ihr Produkt verursacht werden?

Als Hersteller haften Sie, wenn Ihr Produkt fehlerhaft war und dieser Fehler den Schaden verursacht hat. Es handelt sich um eine Gefährdungshaftung: Sie können auch ohne eigenes Verschulden haftbar gemacht werden. Der Kunde muss den Fehler, den Schaden und den ursächlichen Zusammenhang nachweisen.

Was ist ein defektes Produkt?

Ein Produkt ist mangelhaft, wenn es bei normalem Gebrauch nicht die Sicherheit bietet, die ein vernünftiger Benutzer erwarten kann. Die Gebrauchsanweisung, Warnhinweise und der vorgesehene Verwendungszweck spielen dabei eine Rolle.

Haften Sie auch dann, wenn Sie das Produkt nicht selbst hergestellt haben?

Ja, wenn Sie Ihren Namen oder Ihre Marke auf dem Produkt anbringen, sind Sie der rechtmäßige Hersteller. Als Importeur aus Ländern außerhalb der EU gelten Sie als Hersteller. Als Verkäufer können Sie haftbar gemacht werden, wenn der Hersteller nicht ermittelt werden kann.

Kann man die Produkthaftung vertraglich ausschließen?

Im Hinblick auf Verbraucher ist der Ausschluss oder die Beschränkung der Produkthaftung gesetzlich verboten – dies ist zwingendes Recht. Mit Geschäftskunden (B2B) sind hingegen zusätzliche vertragliche Vereinbarungen zur Haftung möglich, sofern diese nicht gegen zwingendes Recht verstoßen.

Wie lange gilt die Produkthaftung?

Die Haftung besteht maximal zehn Jahre ab dem Zeitpunkt des Inverkehrbringens des Produkts. Der Kunde muss seinen Anspruch innerhalb von drei Jahren geltend machen, nachdem er von dem Mangel, dem Schaden und der Identität des Herstellers Kenntnis erlangt hat oder hätte erlangen müssen.

Können Sie den Schaden von Ihrem eigenen Lieferanten zurückfordern?

Wenn Sie für einen Mangel an einem Produkt haftbar gemacht wurden, das Sie von einem anderen Lieferanten erworben haben, können Sie in vielen Fällen diesen Lieferanten für den entstandenen Schaden haftbar machen. Wir prüfen Ihre vertragliche Position gegenüber Ihrem Lieferanten.

Fallen digitale Produkte auch unter die Produkthaftung?

Ja. Seit dem 8. Dezember 2024 gilt eine überarbeitete EU-Richtlinie, die die Produkthaftung auf digitale Produkte, Software und KI-Systeme ausweitet. Die niederländische Gesetzgebung wird entsprechend angepasst. Unternehmen, die digitale Produkte entwickeln oder importieren, müssen dies berücksichtigen.

Schildern Sie Ihre Situation unverbindlich

Beschreiben Sie die Situation kurz. Wir werden das sinnvolle nächste Vorgehen prüfen und uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

Benötigen Sie Hilfe bei diesem Problem?

Besprechen Sie Ihre Situation, bevor Sie eine formelle Forderung stellen, Drohungen aussprechen oder weitere Schritte unternehmen.

  • Erstberatung kostenlos und unverbindlich
  • Beurteilung Ihrer Position und Ihrer Beweise
  • Ratschläge zum Versenden von Erinnerungen oder zum Verhandeln
  • Feste Zinssätze, wo möglich
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Schätzen Sie schnell ein, ob die Produkthaftungsklage gerechtfertigt ist und wie Ihre stärkste Antwort aussehen sollte.

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  • Beurteilung des Anspruchs anhand von drei Anforderungen
  • Einblick in Verteidigung und Risiko
  • Beratung hinsichtlich Reaktion, Vergleich oder Verfahren
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Entwurf eines Antwortschreibens

auf Anfrage einmalig

Wir erstellen eine rechtlich fundierte Antwort, die die Haftung bestreitet oder einschränkt.

  • Rechtlich einwandfreie Begründung
  • Klare Position ohne unnötige Eskalation
  • Schützt Ihre Position in den folgenden Schritten
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Falls die Klage nicht vollständig abgewiesen werden kann, werden wir eine angemessene Einigung aushandeln.

  • Strategie im Voraus festlegen
  • Verhandlungen mit dem Mandanten oder seinem Anwalt
  • Ausarbeitung einer Vergleichsvereinbarung
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Herr Jaime Boogaers
Herr Jaime Boogaers
Gesellschaftsrecht · Anwalt

Eine Produkthaftungsklage ist nicht automatisch gerechtfertigt. Der Mandant muss einen Mangel, einen Schaden und einen ursächlichen Zusammenhang nachweisen. Wir prüfen, ob diese drei Voraussetzungen erfüllt sind – und welche Verteidigungsmöglichkeiten bestehen.

Anmerkung

  • Reagieren Sie nicht auf eine Haftungsklage ohne vorherige Rechtsberatung
  • Zahlen Sie niemals, ohne vorher prüfen zu lassen, ob die Forderung rechtlich begründet ist
  • Prüfen Sie, ob der Kunde den Mangel, den Schaden und den ursächlichen Zusammenhang nachgewiesen hat
  • Bewahren Sie sämtliche Unterlagen zum Produkt, die Bedienungsanleitung und die Lieferdokumentation auf
  • Prüfen Sie, ob Ihre Produkthaftpflichtversicherung ausreichenden Schutz bietet

Brauchen Sie Hilfe?

Rufen Sie uns unter 085 25000 44Wir werden dann kurz mit Ihnen besprechen, was der sinnvolle nächste Schritt ist.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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