MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Im Jahr 2026 werden die Kosten für die Gründung einer BV (British Venture Company) voraussichtlich zwischen 400 € und 1.500 € für eine Standardgründung liegen. Bei einer Online-Beglaubigung bewegen Sie sich in der Regel im unteren Bereich dieser Spanne; für einen persönlichen Termin oder individuelle Anpassungen sind die Kosten höher. Für eine Holdingstruktur (zwei BVs gleichzeitig) sollten Sie mit Kosten zwischen 750 € und 1.800 € rechnen. Im Folgenden finden Sie die Kostenbestandteile, wichtige Informationen im Vorfeld und Hinweise zu häufigen Fehlern.
Anouk verglich im Vorfeld drei Notariate. Der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Online-Verfahren betrug 350 €. Der Unterschied zwischen einem Online-Verfahren und einem herkömmlichen Notariat in ihrer Stadt lag bei weiteren 600 €. Das Ergebnis blieb gleich. Die Frage lautet also nicht nur „Was kostet es?“, sondern „Was bekomme ich dafür?“.
Die kurze Antwort: die Hauptkosten
- Notargebühren: 350 € – 1.200 € (eine BV, Standard).
- Handelskammerregistrierung: oft kostenlos für BVs über einen Notar im Jahr 2026; den aktuellen Tarif bei der Handelskammer erfragen.
- Startkapital: kein Mindestbetrag, oft symbolisch 0,01 € – 100 €.
- Zusätzliche Rechtsdokumente (Aktionärsvereinbarung, Managementvertrag): variabel, 350 € – 1.500 €.
- Erstes Geschäftsjahr / Buchhalter: € 300 – € 1.500.
Was ist in den Notargebühren enthalten?
Der Notar berechnet eine Gebühr für:
- Ausarbeitung der Gründungsurkunde und der Satzung.
- Wwft-Kundenprüfung und -identifizierung.
- Gesetzliche Gebühren und Auslagen.
- Registrierung bei der Handelskammer (oft inbegriffen).
- UBO-Benachrichtigung (oft enthalten).
Standardmäßiges Online-Verfahren mit einem digitalen Notar: 350 € – 650 €. Persönlich in einem traditionellen Büro: 600 € – 1.200 €. Holdingstruktur (zwei BVs gleichzeitig): 600 € – 1.500 €. Fragen Sie immer im Voraus nach einem Festpreis; Notare, die nach Stundensatz abrechnen, werden schnell teuer.
Was ist NICHT enthalten?
Das vergessen viele Unternehmer:
- Gesellschaftervereinbarung: nicht in der Notargebühr enthalten. Für mehrere Gesellschafter dringend zu empfehlen – siehe „ Was ist eine Gesellschaftervereinbarung?“. Rechnen Sie mit Kosten zwischen 350 € und 1.500 € bei einem spezialisierten Anwalt.
- Managementvertrag: zwischen Ihnen und der Betreibergesellschaft, häufig über die Holdinggesellschaft. 250 € – 750 €.
- Allgemeine Geschäftsbedingungen: für Ihre Kunden. Kosten für die Erstellung allgemeiner Geschäftsbedingungen.
- Namens- und Markenrecherche: Vorabprüfung im Handelsregister und Markenregister. Oft kostenlos selbst durchzuführen, ansonsten 50–200 € mit einem Spezialisten.
- Buchhaltungsarbeiten für das erste Geschäftsjahr: Eröffnungsbilanz, erste Körperschaftsteuererklärung und Lohnbuchhaltung. 300 € – 1.500 € je nach Aufwand.
Online-Verfahren versus persönlicher Notartermin
Der Unterschied in den Zahlen:
- Online-Verfahren: typischerweise 350 € – 650 € für eine einzelne BV. Schnelle Bearbeitungszeit (1–2 Wochen), digitale Identifizierung, ausreichend für Standardfälle.
- Persönliche Beglaubigung: 600 € – 1.200 €. Persönlicher Kontakt, mehr Spielraum für individuelle Anpassungen, oft vorteilhaft in komplexen oder internationalen Situationen.
Für die meisten KMU-Gründungen ist ein Online-Verfahren völlig ausreichend und spart erheblich Zeit und Geld. In Ausnahmefällen (internationale Gründer, besondere Qualitätsanforderungen, Holding-Fusionen) lohnt sich oft ein Notarbesuch vor Ort.
Wie viel kostet eine Holdingstruktur zusätzlich?
Eine Holdingstruktur bedeutet die gleichzeitige Gründung zweier BVs: einer persönlichen Holdinggesellschaft und einer operativen Gesellschaft. Für den Notar bedeutet dies etwa den 1,5- bis 2-fachen Arbeitsaufwand einer einzelnen BV – da jedoch ein Großteil der Sorgfaltspflichten (Geldwäschebekämpfung, Identifizierung) nur einmalig erfüllt werden muss, verdoppeln sich die Kosten nicht vollständig.
Richtwert: 600 € – 1.500 € für eine Holdingstruktur. Erhalten Sie diesen Betrag bei einem späteren Verkauf zurück? Oftmals beträchtlich – eine Holdinggesellschaft trennt Vermögenswerte und bietet steuerliche Flexibilität.
Versteckte Kosten und Fallstricke
Vier Kostenpunkte, die nicht immer im Voraus sichtbar sind:
- Nachträgliche Änderung der Satzung. Ist die Zweckbeschreibung zu eng gefasst? Eine Änderung kann beim Notar leicht 400 bis 750 € kosten.
- Der Name musste später geändert werden. Grund dafür waren eine Markenrechtsverletzung oder ein Konflikt mit einer anderen Handelsregistereintragung – Kosten: 400–800 € zuzüglich Namensänderungskosten für sämtliche Marketingmaßnahmen.
- Persönliche Bürgschaft. Banken verlangen häufig eine persönliche Bürgschaft für Kredite – dadurch wird der Haftungsschutz der BV für diesen einzelnen Vertrag untergraben. Es entstehen keine direkten Kosten, aber ein verstecktes Risiko.
- Zusätzliche Registrierungen. UBO-Registrierung innerhalb von acht Tagen obligatorisch – Verstoß = Geldstrafe. Wird oft vergessen.
Wann ist billig zu billig?
Eine digitale Beglaubigung für 350 € ist für eine normale Einzelperson (BV) ausreichend. In folgenden Fällen ist sie jedoch zu günstig:
- Komplexe Gesellschaftsstruktur, für die Standardstatuten nicht geeignet sind.
- Internationale Gründer wünschen sich eine individuelle Kennzeichnung.
- Besondere Aktienklassen (kumulative Vorzugsaktien, Buchstabenaktien), für die keine Standardurkunde erstellt wurde.
- Qualitätsanforderungen an Geschäftsführer (medizinische BV, Wirtschaftsprüfer).
In solchen Fällen zahlt es sich aus, im Voraus die richtigen Vorkehrungen zu treffen – sowohl mit dem Notar als auch mit der ergänzenden rechtlichen Infrastruktur.
Ehrliche Empfehlung
Für eine Standard-Einzel-BV ist ein digitaler Notar mit Kosten zwischen 350 € und 650 € die beste Wahl. Planen Sie zusätzlich 350 € bis 1.000 € für die dazugehörige rechtliche Infrastruktur (Gesellschaftervertrag, Geschäftsführungsvertrag, Hauptversammlung) ein. Und rechnen Sie im ersten Geschäftsjahr mit einigen hundert Euro für einen Steuerberater.
Schritt-für-Schritt -Anleitung: Gründung einer BV im Jahr 2026.Überblick: Was ist eine BV? Die rechtlichen Rahmenbedingungen nach der Gründung: Gesellschaftervertrag und Allgemeine Geschäftsbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Für ein Online-Verfahren fallen 350 € bis 650 € an; bei einem Notar vor Ort 600 € bis 1.200 €. Für eine Holdingstruktur (zwei BVs gleichzeitig) liegen die Kosten zwischen 600 € und 1.500 €. Bei komplexeren oder internationalen Sachverhalten empfiehlt es sich, vorab ein Angebot einzuholen – die Stundensätze von Notaren können schnell höher ausfallen.
Nein. Seit dem Flex-BV-Gesetz (2012) gibt es keine Mindestkapitalanforderung mehr. Eine BV kann mit einem Stammkapital von nur 0,01 € gegründet werden; in der Praxis wird häufig ein symbolischer Betrag von 100 € gewählt. Einlagen können in bar oder in Sachleistungen erfolgen.
Die Erstellung der Gründungsurkunde mit Satzung, die Durchführung der AML-Kundenprüfung und -identifizierung, die Gebühren und Auslagen sowie in der Regel auch die Handelsregistereintragung und die Meldung des wirtschaftlich Berechtigten sind inbegriffen. Gesellschaftervereinbarung, Managementvertrag und Allgemeine Geschäftsbedingungen sind nicht enthalten.
Ja, im Allgemeinen schon. Ein Online-Notar kann eine Standardgründung einer BV für 350 € bis 650 € abwickeln; ein Notar vor Ort berechnet 600 € bis 1.200 €. Für die meisten KMU ist die Online-Lösung ausreichend; bei komplexen oder internationalen Gründungen kann sich ein Notar vor Ort jedoch lohnen.
Ein Gesellschaftervertrag benötigt keinen Notar und kostet in der Regel zwischen 350 € und 1.500 € bei einem spezialisierten Anwalt für KMU. Er ist für mehrere Gesellschafter dringend zu empfehlen – ohne ihn kann es beim Ausscheiden oder im Konfliktfall zu Problemen kommen.
Die Gründung einer persönlichen Holdinggesellschaft und einer operativen Gesellschaft kostet in der Regel das 1,5- bis 2-Fache einer einzelnen BV: 600 € – 1.500 €. Für die meisten aufstrebenden Unternehmer lohnt sich dies langfristig aufgrund der steuerlichen Flexibilität und des einfacheren Ausstiegs.
Im ersten Geschäftsjahr fallen Kosten für einen Steuerberater (300 € – 1.500 €), optionale Verträge (Gesellschaftervereinbarung, Hauptversammlung), Bankgebühren für das Geschäftskonto sowie die jährlichen Kosten für Jahresabschluss und Körperschaftsteuererklärung an. Für die ersten beiden Jahre sollten Sie zusätzlich zu den Gründungskosten ein Anlaufbudget von 1.500 € – 3.000 € einplanen.