Um zu unternehmen

Von zwei auf einen Steuerzahler

Eine Körperschaftsteuergruppe fasst Mutter- und Tochtergesellschaft zu einem einzigen Steuerpflichtigen zusammen. Lesen Sie mehr über die Vorteile, Bedingungen und die Auflösung dieser Gruppe.

Veröffentlicht am 27. Juni 2026 von MKBjuristen.nl
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Die steuerliche Einheit für die Körperschaftsteuer (FE Vpb) fasst Muttergesellschaft und Tochtergesellschaft(en) zu einem einzigen Steuerpflichtigen zusammen (Art. 15 Körperschaftsteuergesetz). Vorteile: gegenseitiger Gewinn- und Verlustausgleich, konzerninterne Transaktionen ohne steuerliche Folgen und eine einzige Körperschaftsteuererklärung. Voraussetzung ist eine Beteiligung von 95 % und ein Antrag beim Finanz- und Zollamt. Im Falle der Auflösung: eine Steuererklärung zuzüglich etwaiger Aufteilungen. Im Folgenden: Bedingungen, Vor- und Nachteile, Antragsverfahren – und was Karims Steuerberater vor der Übernahme einer neuen operativen Gesellschaft durch die Holdinggesellschaft erläutert.

Die kurze Antwort

  • Was: Mutter und Tochter(n) werden für Steuerzwecke zu einem einzigen Körperschaftsteuerzahler zusammengefasst.
  • Voraussetzung: Die Muttergesellschaft besitzt mindestens 95 % des ausgegebenen Aktienkapitals.
  • Rechtsgrundlage: Art. 15 Körperschaftsteuergesetz.
  • Vorteil: Verlustverrechnung zwischen BVs, konzerninterne Steuerfreiheit.
  • Antrag: Gemeinsamer Antrag an die Steuer- und Zollverwaltung, Wirksamkeitsdatum nach Wahl.

Was ist eine fiskalische Einheit?

Mutter und Tochter gemeinsam in einer Finanzeinheit

Für steuerliche Zwecke behandelt die Steuer- und Zollverwaltung die Muttergesellschaft und die Tochtergesellschaft(en) so, als wären sie ein einziges Unternehmen. In der Praxis bedeutet dies:

  • Eine gemeinsame Körperschaftsteuererklärung.
  • Gewinne und Verluste können gegeneinander aufgerechnet werden.
  • Konzerninterne Transaktionen (innerhalb der Gruppe) ohne steuerliche Folgen.
  • Der Antrag muss von der Steuer- und Zollverwaltung genehmigt werden – dies geschieht nicht automatisch.

Nach Zivilrecht bleiben die BVs rechtlich selbstständig – eigene Rechtspersönlichkeit, eigene Geschäftsführung, eigener Jahresabschluss. Für steuerliche Zwecke gilt: eine Einheit.

Geschäftsbedingungen

Für den Antrag (Art. 15 Körperschaftsteuergesetz):

  1. Muttergesellschaft: BV, NV oder eine ähnliche ausländische Gesellschaft mit Sitz in den Niederlanden.
  2. 95%-Beteiligung: Die Muttergesellschaft besitzt mindestens 95% des ausgegebenen und eingezahlten Kapitals sowie die Stimmrechte.
  3. Sitz in den Niederlanden: Alle BVs innerhalb der Gruppe müssen in den Niederlanden ansässig sein (seit dem Papillon-Urteil kann eine EU-Tochtergesellschaft unter bestimmten Bedingungen auch über eine X-BV in den Niederlanden teilnehmen).
  4. Gleiches Geschäftsjahr: Alle BVs haben das gleiche Geschäftsjahr.
  5. Gleiche Regelung: keine Ausnahmen oder Sonderregelungen.
  6. Gemeinsamer Antrag: eingereicht von allen beteiligten Unternehmen.

Vorteile

Vor- und Nachteile der fiskalischen Einheit

1. Verlustverrechnung

Verluste einer Tochtergesellschaft können direkt mit Gewinnen der Muttergesellschaft (oder einer anderen Tochtergesellschaft) verrechnet werden. Ohne steuerliche Einheit sind Verluste nur innerhalb desselben Unternehmenswerts abzugsfähig (einjähriger Verlustrücktrag, unbegrenzter Verlustvortrag).

Beispiel: Die Holdinggesellschaft erzielt einen Gewinn von 100.000 €, die Tochtergesellschaft einen Verlust von 50.000 €. Bei steuerlicher Einheit: steuerpflichtiger Nettobetrag von 50.000 €. Ohne steuerliche Einheit: Die Tochtergesellschaft weist einen Verlust auf, der später verrechnet werden muss.

2. Steuerfrei zwischen Unternehmen

Transaktionen zwischen BVs innerhalb der Gruppe werden steuerlich nicht berücksichtigt. Es fällt keine Körperschaftsteuer auf interne Gewinne an – beispielsweise auf den Verkauf von Immobilien zwischen BVs ohne Abwicklung.

3. Eine Erklärung

Administrativer Vorteil: eine einzige Körperschaftsteuererklärung für alle BVs innerhalb der Gruppe.

Nachteile

1. Gesamtschuldnerische Haftung

Jede BV innerhalb der Gruppe haftet gesamtschuldnerisch für die Körperschaftsteuerschuld der Gruppe (Art. 39 Einkommensteuergesetz). Im Falle der Insolvenz einer BV bleibt die Körperschaftsteuerschuld von den übrigen BVs weiterhin zu tragen.

2. Begrenzte Anwendung von Zöllen

Der niedrige Körperschaftsteuersatz von 19 % gilt für die ersten 200.000 € des Unternehmens (nicht pro Gesellschaft mit beschränkter Haftung). Bei mehreren Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die jeweils einen eigenen Gewinn erwirtschaften, bringt eine Aufteilung keinen Vorteil mehr.

3. Keine Ausnahme von der konzerninternen Beteiligungsregelung

Innerhalb der Einheit ist die Beteiligungsbefreiung überflüssig – sie funktioniert nicht. Bei Auflösung kann eine Rückkehr zur Beteiligungsbefreiungsregelung Komplikationen verursachen.

4. Kompartimentierung bei der Auflösung

Bei Auflösung des Unternehmens müssen die verborgenen Reserven und der Firmenwert getrennt erfasst werden. Die Verwaltung gestaltet sich komplex.

Um eine Anfrage zu stellen

Schritte:

  1. Gemeinsamer Antrag aller BVs, unterzeichnet von den Geschäftsführern.
  2. Wählen Sie das Datum des Inkrafttretens – in der Regel der Beginn des Geschäftsjahres; eine rückwirkende Anwendung um bis zu 3 Monate ist möglich.
  3. Die Steuer- und Zollverwaltung prüft die Sachlage und erlässt eine Entscheidung.
  4. Gültig ab: eine Körperschaftsteuererklärung für die Einheit.

Bruch

Eine Finanzeinheit endet:

  • Im Falle eines gemeinsamen Antrags auf Auflösung.
  • Im Falle des Verlusts einer 95%igen Beteiligung (z. B. durch Verkauf einer Tochtergesellschaft).
  • Bei Auflösung oder Liquidation einer BV.
  • Bei Änderung des Steuerregimes.

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu beachtende Punkte:

  • Die Benachrichtigung der Steuer- und Zollverwaltung ist obligatorisch – andernfalls kann es zu einer zusätzlichen Steuerfestsetzung kommen.
  • Aufteilung der versteckten Reserven und des Firmenwerts.
  • Mögliche Abwicklung bei Verkauf der Tochtergesellschaft.
  • Steuererklärung für angebrochene Jahre.

Karims Holdingstruktur

Karims Holdinggesellschaft besitzt 100 % der operativen Gesellschaft. In den ersten drei Jahren erwirtschaftet die Tochtergesellschaft einen Verlust, die Holdinggesellschaft erzielt passive Kapitalerträge. Mit Bundeskörperschaftsteuer (FE): Die Holdinggesellschaft kann den Verlust der Tochtergesellschaft in Höhe von 80.000 € sofort mit ihrem Gewinn von 50.000 € verrechnen. Ohne FE: Die Tochtergesellschaft häuft einen Verlust an; die Holdinggesellschaft zahlt Körperschaftsteuer auf 50.000 €.

Ab dem vierten Jahr: Tochtergesellschaft profitabel. Die steuerliche Integration bleibt für die Verwaltung und konzerninterne Transaktionen vorteilhaft. Bei Verkauf der Tochtergesellschaft: Auflösung mit Aufteilung in separate Einheiten – rechtzeitig einen Steuerexperten hinzuziehen.

Ehrliche Empfehlung

Ein Steuerexperte erörtert die Konsolidierung der Körperschaftsteuer

Für kleine und mittlere Unternehmen mit beschränkter Haftung (KMU) und Holding- sowie operativer Gesellschaft ist die Körperschaftsteuer nach dem FE-System fast immer vorteilhaft – Verlustverrechnung und einfache Verwaltung sind möglich. Die Nachteile der gesamtschuldnerischen Haftung werden durch die Vorteile mehr als aufgewogen. Auflösung und Änderungen: Melden Sie die Angelegenheit rechtzeitig und planen Sie die Aufteilung der Gesellschaftsteile. Lassen Sie den Antrag und die jährliche Steuererklärung von einem Steuerspezialisten mit Erfahrung im Körperschaftsteuerrecht erstellen – kleine Fehler können teuer werden.

Weitere Themen: Körperschaftsteuererklärung, Beteiligungsbefreiung und steuerliche Einheitlichkeit der Mehrwertsteuer.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Körperschaftsteuergruppe?

Die Muttergesellschaft und die Tochtergesellschaft(en) werden steuerlich als ein einziger Steuerpflichtiger behandelt (Art. 15 Körperschaftsteuergesetz). Vorteile: Verlustverrechnung zwischen den Gesellschaften, steuerfreie konzerninterne Transaktionen, eine gemeinsame Körperschaftsteuererklärung.

Wie hoch ist der 95%-Zinssatz?

Die Muttergesellschaft muss mindestens 95 % des ausgegebenen und eingezahlten Kapitals sowie der Stimmrechte der Tochtergesellschaft besitzen. Bei weniger als 95 % ist keine steuerliche Einheit möglich. Seit dem Papillon-Urteil kann eine EU-Tochtergesellschaft unter bestimmten Voraussetzungen über eine niederländische Zwischengesellschaft (BV) beteiligt sein.

Wie kann ich mich bewerben?

Gemeinsamer Antrag aller beteiligten BVs an die Steuer- und Zollverwaltung mit Angabe des gewünschten Inkrafttretens (rückwirkend bis zu 3 Monate möglich). Die Steuer- und Zollverwaltung prüft den Antrag und erlässt einen Bescheid. Ab dem Inkrafttreten: eine Körperschaftsteuererklärung.

Welche Nachteile gibt es?

Gesamtschuldnerische Haftung für Körperschaftsteuerschulden (Art. 39 Einkommensteuergesetz), beschränkte Anwendung von Steuersätzen (niedriger Steuersatz von 19 % auf 200.000 € für die gesamte Gruppe), Aufteilung bei Auflösung und die Beteiligungsbefreiung gilt nicht innerhalb der Gruppe.

Wann wird eine Finanzunion aufgelöst?

Im Falle eines gemeinsamen Antrags, des Verlusts einer 95%igen Beteiligung (Verkauf einer Tochtergesellschaft), der Auflösung oder Liquidation einer BV oder einer Änderung des Steuerregimes muss die Beendigung der Steuer- und Zollverwaltung gemeldet werden; andernfalls wird eine zusätzliche Steuerfestsetzung vorgenommen.

Was versteht man unter Kompartimentierung?

Bei Auflösung einer Gesellschaft müssen versteckte Rücklagen und der Firmenwert ermittelt und der korrekten Gesellschaftsgröße zugeordnet werden – für die anschließende Körperschaftsteuerveranlagung. Dies ist administrativ aufwendig und erfordert eine fundierte Begründung sowie eine frühzeitige Planung mit einem Steuerspezialisten.

Ist eine Finanzunion für mich von Vorteil?

Fast immer gilt dies für KMU-Gesellschaften mit Holding- und operativer Gesellschaft: Verlustausgleich in den ersten Jahren, administrative Einfachheit, konzerninterne Flexibilität. Die Nachteile der gesamtschuldnerischen Haftung überwiegen die Vorteile, insbesondere in Familienunternehmen.

Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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