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Dropshipping für Unternehmer: Was man rechtlich beachten sollte und was nicht

Beim Dropshipping verkaufen Sie Produkte, die Sie nicht selbst auf Lager haben: Der Lieferant versendet direkt an Ihren Kunden. Es handelt sich um ein legales und effizientes Modell, aber als Verkäufer bleiben Sie letztendlich verantwortlich – unter anderem für die Offenlegungspflichten.

Veröffentlicht am 15. Juni 2023 von MKBjuristen.nl
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Beim Dropshipping verkaufen Sie Produkte, die Sie nicht selbst auf Lager haben: Der Lieferant versendet direkt an Ihre Kunden. Es ist ein legales und effizientes Modell, doch als Verkäufer tragen Sie die letztendliche Verantwortung – für Offenlegungspflichten, Rücksendungen, Garantien, Markenrechte und Datenschutz. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Gebote und Verbote für ein sicheres und legales Dropshipping.

Was ist Dropshipping?

Dropshipping ist ein Geschäftsmodell, bei dem Sie als Händler Produkte verkaufen, die Sie nicht selbst auf Lager haben. Sie kaufen die Produkte von einem Drittanbieter (oft einem Großhändler oder Hersteller) und lassen sie direkt an den Kunden liefern. So entfällt die Lagerhaltung . Durch Integrationen verbinden Sie die Bestandsdaten des Lieferanten mit Ihrem Webshop und leiten Bestellungen automatisch weiter.

Tun Sie Folgendes: Erfüllen Sie die Pflicht zur Bereitstellung von Informationen

Führen Sie die Pflichtangaben auf Ihrer Website auf. Sie müssen nicht angeben, dass Sie Dropshipping betreiben, aber Sie müssen Details wie Lieferzeit, Rückgaberecht und das gesetzliche Widerrufsrecht angeben. Diese Transparenz schafft Vertrauen und beugt Sanktionen vor.

Vermeiden Sie schlechte Vereinbarungen mit Lieferanten

Ein häufiger Fehler ist die mangelhafte Abstimmung von Vereinbarungen mit Lieferanten. Treffen Sie klare Vereinbarungen zu Lieferzeiten, Produktqualität und dem Vorgehen bei Problemen. Sie tragen die Verantwortung gegenüber dem Endkunden: Sollte es zu Problemen zwischen Ihnen und dem Lieferanten kommen, bleibt Ihnen ein unzufriedener Kunde.

Tun Sie Folgendes: Denken Sie an Rückgabe- und Garantieansprüche

Als Verkäufer sind Sie für Retouren und Mängel verantwortlich. Legen Sie klare Richtlinien fest und beachten Sie, dass Sie Retouren entgegennehmen können müssen – gegebenenfalls benötigen Sie dafür Lagerraum. Treffen Sie außerdem Vereinbarungen darüber, was mit zurückgesendeten Produkten geschieht; manchmal nimmt der Lieferant diese zurück.

Tun Sie nicht so, als wäre es ein exklusives Produkt

Geben Sie nicht vor, Ihr Produkt sei einzigartig und nirgendwo anders erhältlich. Wenn Kunden feststellen, dass es auch anderswo angeboten wird, schadet das Ihrem Ruf. Sie müssen nicht erwähnen, dass Sie Dropshipping betreiben oder dass das Produkt anderswo günstiger ist, aber lügen Sie nicht darüber.

Vorgehen: Auf Markenrechtsverletzungen prüfen

Prüfen Sie, ob Ihre Produkte Markenrechte oder andere geistige Eigentumsrechte verletzen . Vorsicht ist insbesondere beim Import geboten: Es sind viele gefälschte Waren im Umlauf. Auch wenn der Lieferant direkt versendet, bleiben Sie verantwortlich. Der Verkauf von Fälschungen kann zu schwerwiegenden rechtlichen Problemen und Reputationsschäden führen.

Tun Sie das nicht: Geben Sie persönliche Daten nicht einfach weiter

Sie haben Zugriff auf sensible Kundendaten (Name, E-Mail-Adresse, Anschrift, Telefonnummer). Diese dürfen Sie nicht einfach an den Lieferanten weitergeben. Sie benötigen eine solide Datenschutzerklärung, die der DSGVO entspricht, müssen den Kunden darüber informieren, welche Daten Sie verarbeiten und weitergeben, und müssen mit dem Lieferanten vereinbaren, dass dieser die Daten nicht missbraucht (z. B. durch eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung).

Häufig gestellte Fragen

Ist Dropshipping legal?

Ja, sofern Sie die Regeln einhalten: Informationspflicht, Rückgabe- und Gewährleistungsbestimmungen, Markenrecht und Datenschutz. Als Verkäufer bleiben Sie letztendlich gegenüber dem Kunden verantwortlich.

Muss ich erwähnen, dass ich Dropshipping betreibe?

Das ist nicht zwingend erforderlich, aber Sie dürfen Kunden nicht irreführen. Sie müssen jedoch die Pflichtinformationen (Lieferzeit, Rückgaberecht, Widerrufsrecht) angeben.

Wer ist für Rücksendungen und Mängel verantwortlich?

Sie als Verkäufer sorgen für eine klare Rückgabe- und Garantieregelung sowie für gute Vereinbarungen mit Ihrem Lieferanten bezüglich Rücksendungen.

Darf ich Kundendaten an meinen Lieferanten weitergeben?

Nur im erforderlichen Umfang und mit entsprechenden Vereinbarungen (wie z. B. einer Datenverarbeitungsvereinbarung) und einer DSGVO-konformen Datenschutzerklärung. Missbrauch ist nicht gestattet.

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Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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