MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Nicht alle personenbezogenen Daten sind gleich. Die DSGVO unterscheidet zwischen gewöhnlichen personenbezogenen Daten, besonderen Kategorien personenbezogener Daten und Daten aus Straftaten – und in der Praxis spricht man auch von „sensiblen“ Daten wie Bürgerservicenummern, Standortdaten und Finanzdaten. Je sensibler die Daten, desto strenger die Regeln für Verarbeitung und Sicherheit. Die Kenntnis der Kategorie Ihrer Daten bestimmt, welche Rechtsgrundlage Sie benötigen und welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Datentypen.
Was sind personenbezogene Daten?
Personenbezogene Daten sind alle Daten, die direkt oder indirekt einer Person zugeordnet werden können. Fast jedes Unternehmen verarbeitet solche Daten – man denke an Kunden-, Mitarbeiter- und Lieferantendaten. Wenn Daten nicht mehr einer Person zugeordnet werden können, beispielsweise nach ordnungsgemäßer Anonymisierung, gelten sie nicht mehr als personenbezogene Daten und die DSGVO findet keine Anwendung.
Gewöhnliche personenbezogene Daten
Die häufigste Kategorie. Sie umfasst Daten, die sich direkt oder indirekt auf eine Person beziehen, wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Sie bilden die Grundlage Ihrer täglichen Interaktionen mit Kunden und Geschäftsbeziehungen. Auch für gewöhnliche personenbezogene Daten benötigen Sie eine gültige Rechtsgrundlage, die Anforderungen sind jedoch weniger streng als für sensiblere Kategorien.
Besondere personenbezogene Daten
Besondere Kategorien personenbezogener Daten sind hochsensibel und genießen zusätzlichen Schutz. Dies betrifft Daten über:
- Rasse oder ethnische Herkunft;
- Politische Sichten;
- religiöse oder philosophische Überzeugungen;
- Gesundheit und Sexualleben;
- Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft;
- genetische und biometrische Daten (zur eindeutigen Identifizierung).
Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten ist grundsätzlich verboten, es sei denn, es liegt eine gesetzliche Ausnahme vor – häufig ist hierfür die ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Person erforderlich.
sensible personenbezogene Daten
Darüber hinaus gibt es sensible personenbezogene Daten , die einen größeren Einfluss auf die Privatsphäre haben als gewöhnliche Daten, wie beispielsweise Standortdaten, Finanzdaten und die BSN (British Social Number). Diese werden im Gesetz nicht explizit als separate Kategorie aufgeführt, erfordern aber besondere Sorgfalt. Die BSN darf beispielsweise nur verwendet werden, wenn dies gesetzlich zulässig ist.
Kriminaldaten
Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten bilden eine gesonderte Kategorie, die einem noch strengeren Schutz unterliegt. Die Verarbeitung solcher Daten ist nur unter bestimmten, begrenzten Umständen und häufig unter staatlicher Aufsicht oder auf Grundlage einer spezifischen Rechtsgrundlage zulässig. Diese Daten dürfen keinesfalls einfach weitergegeben, geschweige denn verkauft.
Warum ist diese Unterscheidung so wichtig?
Die Kategorie bestimmt:
- welche Grundlage Sie benötigen und welche Bedingungen Sie erfüllen müssen;
- welche Sicherheitsmaßnahmen angemessen sind – je sensibler, desto strenger;
- ob eine Verarbeitung überhaupt zulässig ist.
Wer die Arten mischt, riskiert eine unrechtmäßige Verarbeitung und folglich Geldstrafen und Rufschädigung.
Häufig gestellte Fragen zu Arten von personenbezogenen Daten
Sind E-Mail-Adressen personenbezogene Daten?
Ja, wenn sie einer Person zugeordnet werden kann (z. B. [email protected]). Selbst eine generisch wirkende Adresse kann personenbezogene Daten darstellen, wenn sie in Kombination mit anderen Daten zu einer Person führt. Behandeln Sie E-Mail-Adressen daher als personenbezogene Daten.
Darf ich besondere personenbezogene Daten meiner Mitarbeiter verarbeiten?
Nur in Ausnahmefällen. Beispielsweise dürfen Sie Gesundheitsdaten von Mitarbeitern nur in sehr begrenztem Umfang verarbeiten; viele Abwesenheitsinformationen werden vom Betriebsarzt erfasst. Dokumentieren Sie, welche Daten Sie tatsächlich benötigen und auf welcher Rechtsgrundlage.
Wann sind Daten wirklich anonym?
Nur dann, wenn sie auf keine vernünftige Weise mehr einer Person zugeordnet werden können – auch nicht in Kombination mit anderen Daten. Verschlüsselte oder pseudonymisierte Daten bleiben personenbezogene Daten. Echte Anonymisierung ist schwieriger als oft angenommen.
Haben Sie Fragen zu den von Ihnen verarbeiteten Daten?
Sind Sie sich unsicher, in welche Kategorie Ihre Daten fallen oder welche Regeln gelten? Die Rechtsexperten von MKB Juristen analysieren Ihre Datenverarbeitungsaktivitäten und beraten Sie zu Rechtsgrundlage, Sicherheit und der erforderlichen Dokumentation. Informieren Sie sich über unsere Expertise im Bereich Datenschutz und Datensicherheit oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.