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Sie können Geschäftsgeheimnisse auf zwei Arten schützen: Das Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen bietet gesetzlichen Schutz, und Sie können selbst Maßnahmen ergreifen, wie z. B. Vertraulichkeitsvereinbarungen, Zugriffsbeschränkungen und Sicherheitsvorkehrungen. Entscheidend ist, dass die Informationen wirklich vertraulich sind und bleiben – alles, was allgemein bekannt oder leicht zugänglich ist, gilt nicht als Geschäftsgeheimnis. Im Folgenden erfahren Sie, was geschützt ist und was nicht und wie Sie Ihre Geheimnisse schützen können.
Was ist ein Geschäftsgeheimnis?
Ein Geschäftsgeheimnis ist eine vertrauliche Information, die nur einem begrenzten Personenkreis bekannt ist und die bewusst geheim gehalten wird. Das Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (Trade Secrets Protection Act) entspricht diesem Prinzip. Die Handelskammer nennt Arbeitsprozesse, geheime Formeln, Rezepte, Forschungsdaten, technisches Wissen und Kundendatenbanken als Beispiele. Dies sind lediglich Beispiele; auch andere Informationen können Geschäftsgeheimnisse darstellen.
Kurz gesagt, um als Geschäftsgeheimnis zu gelten, müssen Informationen geheim sein, einen kommerziellen Wert gerade deshalb besitzen, weil sie geheim sind, und es müssen angemessene Maßnahmen ergriffen worden sein, um sie geheim zu halten.
Was ist KEIN Geschäftsgeheimnis?
Nicht alles, was ein Unternehmen als wertvoll erachtet, ist rechtlich gesehen ein Geschäftsgeheimnis. Beispielsweise sind folgende Punkte keine Geschäftsgeheimnisse:
- Informationen, die allgemein bekannt oder leicht zu beschaffen sind;
- Informationen, die das Unternehmen selbst veröffentlicht hat, beispielsweise in einer Pressemitteilung oder einer öffentlichen Patentanmeldung.
Die Grenze kann fließend sein. Dies zeigt ein Fall vor dem Landgericht Nordholland (ECLI:NL:RBNHO:2022:10719). Ein Unternehmen hatte Informationen über einen ehemaligen Mitarbeiter eines Konkurrenten erhalten. Der Richter urteilte, dass es sich um eine Auswahl halböffentlicher Informationen handelte, die auch aus anderen halböffentlichen Quellen hätten stammen können und daher nicht zwingend aus der CRM-Datenbank stammen mussten. Folglich stellten sie kein Geschäftsgeheimnis dar.
Wie schützt das Gesetz Geschäftsgeheimnisse?
Das Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen bietet Schutz, insbesondere für kleinere Unternehmen, die nicht über die Ressourcen verfügen, Patente anzumelden. Das Gesetz schützt unter anderem vor Folgendem:
- Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen;
- das Kopieren ohne Erlaubnis;
- Wirtschaftsspionage;
- die unrechtmäßige Weitergabe von Geheimnissen.
Sollte dies dennoch geschehen, können Sie rechtliche Schritte einleiten. Der Richter kann unter anderem Schadensersatz zusprechen, die Vernichtung der rechtsverletzenden Produkte anordnen und ein Veröffentlichungsverbot verhängen – gegebenenfalls verbunden mit einer Geldstrafe.
Wie schützen Sie selbst Ihre Geschäftsgeheimnisse?
Neben dem rechtlichen Schutz können Sie selbst viel tun, um Ihre Geheimnisse zu schützen:
- Vertraulichkeitsvereinbarungen. Verlangen Sie von Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und anderen Parteien, die mit Geschäftsgeheimnissen in Berührung kommen, eine Vertraulichkeitsvereinbarung . Optional kann eine Vertragsstrafe vereinbart werden.
- Zugriff einschränken. Den Zugriff auf sensible Informationen durch digitale und physische Sicherheitsmaßnahmen beschränken (denken Sie an Autorisierungen, Verschlüsselung und verschlossene Räume).
- Überwachen und prüfen. Kontrollieren, wer Zugriff auf Informationen hat und wie diese genutzt werden.
- Patent. Manchmal ist die Anmeldung eines Patents eine Alternative. Das Wissen wird dann teilweise öffentlich zugänglich, Wettbewerber dürfen das geschützte Produkt oder Verfahren jedoch nicht kopieren. Sie müssen es nicht länger geheim halten.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Kundendatenbank ein Geschäftsgeheimnis?
Das ist möglich, sofern die Informationen vertraulich sind, gerade aufgrund dieser Geheimhaltung einen Wert besitzen und Sie Maßnahmen zu ihrem Schutz ergriffen haben. Besteht die Datei größtenteils aus halböffentlichen Informationen, handelt es sich möglicherweise nicht um ein Geschäftsgeheimnis, wie der Fall vor dem Bezirksgericht North Holland zeigt.
Was kann ich tun, wenn ein ehemaliger Mitarbeiter Geheimnisse verrät?
Sie können gemäß dem Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen rechtliche Schritte einleiten und sich, falls eine Vertraulichkeitsklausel vorliegt, darauf berufen. Das Gericht kann Schadensersatz, eine einstweilige Verfügung oder die Vernichtung der Produkte anordnen.
Ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung ausreichend?
Eine Vertraulichkeitsvereinbarung ist wichtig, funktioniert aber am besten in Kombination mit technischen und organisatorischen Maßnahmen (Zugriffsbeschränkungen, Sicherheit, Überwachung).
Worin besteht der Unterschied zwischen einem Patent und einer Geheimhaltungsvereinbarung?
Bei Vertraulichkeit bleiben die Informationen geheim; bei einem Patent wird das Wissen (teilweise) öffentlich gemacht, im Gegenzug erhält man ein ausschließliches Recht. Ein Patent bietet einen stärkeren Schutz, ist aber nicht für alle Informationen geeignet oder praktikabel.
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Ob es um ein Rezept, einen Arbeitsprozess oder eine Kundendatenbank geht: Die richtige Kombination aus vertraglichen und praktischen Maßnahmen entscheidet darüber, wie gut Ihre Geschäftsgeheimnisse geschützt sind. Unsere Spezialisten unterstützen Sie bei Vertraulichkeitsvereinbarungen, Richtlinien und Verfahren.
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