MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
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Der Praxisförderungszuschuss erstattet Arbeitgebern einen Teil der Betreuungskosten für duale Studiengänge an MBO (BBL), HBO (Doppel-/Teilzeit) und VMBO. Die maximale Förderung beträgt 2.700 € pro Praktikumsplatz und Studienjahr für MBO-BBL, 2.700 € für HBO Technologie/Landwirtschaft und 1.000 € für andere HBO-Studiengänge. Anträge sind nach Ende des Studienjahres (Juni–September) mit einem einfachen Formular, das auf den Betreuungsstunden basiert, beim RVO einzureichen. Für Arbeitgeber, die Praktikanten oder Studierende ausbilden, ist diese Förderung unerlässlich – bei mehreren dualen Studiengängen summieren sich die Kosten auf Zehntausende Euro pro Jahr.
Die kurze Antwort
- Was: Erstattung der Betreuungskosten von Werkstudentenpraktika.
- Betrag: maximal 2.700 € pro Ausbildungsplatz pro Studienjahr (MBO-BBL, HBO-tech).
- Für wen: Arbeitgeber mit einem anerkannten Ausbildungsregister (SBB-Register).
- Anträge: nach dem Schuljahr, über RVO, einfaches Formular.
- Einsendeschluss: 16. September nach Ende des Schuljahres (in manchen Jahren 15. September).
Wer kann sich bewerben?
Arbeitgeber mit einem anerkannten Ausbildungsprogramm. „Anerkannt“ bedeutet:
- SBB-Akkreditierung für MBO (BBL-Studierende).
- Für höhere berufliche Weiterbildungen gilt: Die Hochschule muss das Ausbildungsunternehmen genehmigen.
- Für VMBO (LWT): Anmeldung über die Schule.
- Für Doktoranden: universitäre Anerkennung.
Die SBB-Akkreditierung kann kostenlos über stagemarkt.nl beantragt werden — dauert 2-4 Wochen.
Subventionsbeträge
- MBO-BBL: maximal 2.700 € pro Lehrling und Schuljahr.
- HBO Ingenieurwesen/Landwirtschaft (Doppelstudium/Teilzeit): max. 2.700 €.
- Andere HBO (Doppel-/Teilzeit): maximal 1.000 €.
- vmbo (LWT): € 2,700 max.
- Doktorand/in: max. 2.700 €.
Der Betrag wird anteilig auf Basis der Anzahl der Wochen mit Beratungsstunden im Schuljahr (1. September – 31. August) berechnet. Halbjahreslehre: ca. 50 % des Höchstbetrags.
Aufsichtsstunden
Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass der Vorgesetzte ausreichend viele Stunden in die Ausbildung investiert hat:
- Mindestens 40 Wochen Nachhilfe während des Schuljahres für den vollen Betrag.
- Die tatsächlich geleisteten Arbeitsaufsichtsstunden sollten protokolliert werden.
- Praktikumsvertrag zwischen Arbeitgeber, Student und Bildungseinrichtung.
RVO führt Stichprobenkontrollen durch – die Aufzeichnungen werden 7 Jahre lang aufbewahrt.
Antragsverfahren
- Nachweis über einen anerkannten Arbeitsplatz im Rahmen eines dualen Studiums: SBB-Akkreditierung oder gleichwertige Qualifikation.
- Praktikumsvertrag: zwischen Arbeitgeber, Student und Schule – unterzeichnet.
- Abschluss des Schuljahres: 1. September – 31. August.
- Bewerbungen: nach Ablauf der Frist, vor dem 16. September über das RVO eLoket.
- Entscheidung: innerhalb von 13 Wochen.
- Zahlung: im Oktober/November.
Kombination mit anderen Programmen
- Lohnkostenvorteil (LKV): zusätzliche Lohnsenkungen für bestimmte Zielgruppen (jüngere/ältere Arbeitnehmer, Menschen mit Behinderung).
- Praktikumsfonds im Gesundheitswesen: Zusatzleistungen im Gesundheitssektor.
- Sektorale Fonds: Forschungs- und Entwicklungsfonds bieten mitunter zusätzliche Erstattungen.
Für BBL-Studierende mit einem BBL-Vertrag gilt: Der Lohn besteht aus einem niedrigen Anfangsgehalt (festgelegt durch einen Tarifvertrag) zuzüglich eines Zuschusses. Die praxisorientierte Ausbildung macht das Programm wirtschaftlich attraktiv.
Für wen lohnt es sich?
Alle Arbeitgeber mit:
- BBL-Schüler in der beruflichen Sekundarbildung (insbesondere Technologie, Gesundheitswesen, Bauwesen und Gastgewerbe).
- HBO-Praktikanten im Bereich Ingenieurwesen oder Landwirtschaft (Doppel-/Teilzeit).
- Doktoranden der Universität.
- LWT-Schüler in der berufsvorbereitenden Sekundarbildung.
Nicht geeignet für: reguläre HBO-Praktikanten ohne Doppel-/Teilzeitprogramm, reguläre Vollzeitbeschäftigte.
Beispiel: Karims operative Gesellschaft
Karims ICT-Betriebsgesellschaft verfügt über:
- 2 BBL-Studenten MBO Softwareentwicklung → 2 × € 2.700 = € 5.400.
- 1 HBO-Doppelstudent Informatik → 1.000 € (kein Technologiecluster laut RVO).
- 1 LWT vmbo-Student → 2.700 €.
Gesamt: 9.100 € pro Jahr. Für mittelständische Unternehmen mit mehreren Ausbildungsplätzen: Zehntausende Euro pro Jahr möglich.
Fallstricke
- Nicht anerkannte Berufsausbildung: keine Förderung.
- Antrag zu spät eingereicht: Nach dem 16. September besteht kein Anspruch mehr.
- Unzureichende Aufsichtsstunden: anteilige Reduzierung.
- Kein Praktikumsvertragerforderlich für die Vergabe des Zertifikats.
- Falsche Bildungskategorie: Die höhere berufliche Bildung ohne technische Ausbildung erhält 1.000 €, nicht 2.700 €.
Ehrliche Empfehlung
Für alle Arbeitgeber mit Auszubildenden, Werkstudenten oder dualen HBO-Studierenden: Der Praktikumszuschuss ist unkompliziert und erfordert nur wenige Stunden Verwaltungsaufwand pro Jahr für Hunderte bis Tausende Euro pro Praktikumsplatz. Stellen Sie sicher, dass Sie im Vorfeld über eine SBB-Akkreditierung und einen soliden Praktikumsvertrag verfügen. Bei mehreren Praktikumsplätzen: Fassen Sie die Anträge in einem einzigen Formular zusammen – das ist effizienter. Für Personalabteilungen: Tragen Sie den Antrag in den Quartalskalender ein, um die Frist im September nicht zu verpassen.
Weitere Themen: Übersicht über Subventionen, WBSO und Regelung zu arbeitsbedingten Kosten.
Häufig gestellte Fragen
Erstattung der Betreuungskosten für duale Studiengänge (MBO-BBL, HBO-Doppel-/Teilzeitstudium, VMBO-LWT und Promotionsstudierende) durch Arbeitgeber. Maximal 2.700 € pro Praktikumsplatz und Studienjahr. Anträge sind nach dem Studienjahr an die RVO zu richten.
MBO-BBL und HBO Technologie/Landwirtschaft: max. 2.700 €. HBO Sonstige: max. 1.000 €. VMBO-LWT und Doktoranden: 2.700 €. Die Berechnung erfolgt anteilig auf Basis der Betreuungswochen im Studienjahr (1. September – 31. August).
Arbeitgeber mit einem anerkannten dualen Ausbildungsprogramm: SBB-Akkreditierung für MBO, HBO-Hochschulzulassung für HBO, Schulregistrierung für VMBO. Die Akkreditierung kann kostenlos über stagemarkt.nl beantragt werden und dauert 2–4 Wochen.
Nach Schuljahresende (31. August), vor dem 16. September. Über das RVO eLoket – einfaches Formular. Entscheidung innerhalb von 13 Wochen, Zahlung im Oktober/November.
Praktikumsvertrag zwischen Arbeitgeber, Student und Bildungseinrichtung (unterschrieben), Nachweis über ein anerkanntes Praktikum (SBB), Aufzeichnungen über die Betreuungsstunden. Die Unterlagen sind 7 Jahre lang für Stichprobenkontrollen der RVO aufzubewahren.
Mit Lohnkostenvorteilen (LKV) für spezifische Zielgruppen (jüngere/ältere/behinderte Personen), sektoralen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen und dem pflegespezifischen Praktikumsfonds für das Gesundheitswesen. Keine Doppelförderung für dieselben Betreuungskosten.
Ja – wenige Stunden Verwaltungsaufwand bringen 1.000 bis 2.700 € pro Ausbildungsplatz ein. Das lohnt sich schon für einen BBL-Studenten pro Jahr. Für mittelständische Unternehmen mit mehreren Ausbildungsplätzen: Zehntausende Euro jährlich.