MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Das WBSO (Forschungs- und Entwicklungsförderungsgesetz) ist die bekannteste F&E-Förderung in den Niederlanden – eine Steuerermäßigung auf Lohnkosten für Forschung und Entwicklung (F&E). Für 2024 gilt: 32 % auf die ersten 350.000 € F&E-Lohnkosten, 16 % auf den Rest. Startups erhalten in den ersten drei Jahren einen Bonus von 40 % (bis zur Höchstgrenze). Selbstständige Unternehmer profitieren von einem festen F&E-Abzug. Anträge müssen jährlich beim RVO eingereicht werden. Unverzichtbar für F&E-intensive Startups – und die Eintrittskarte zur Innovationsbox.
Die kurze Antwort
- Was: Steuersenkung auf Lohnkosten für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
- Satz ab 2024: 32 % auf die ersten 350.000 € an F&E-Lohnkosten, 16 % auf darüber hinausgehende Beträge.
- Anlaufzins: 40 % auf die ersten 350.000 € (innerhalb der ersten 3 Jahre des Unternehmens).
- Anträge: an RVO, im Voraus pro F&E-Projekt, mindestens einen Monat vor Beginn.
- Zusätzlicher Vorteil: Die WBSO-Erklärung ist die Eintrittskarte zur Innovationsbox.
Was ist Forschung und Entwicklung (F&E)?
RVO definiert Forschung und Entwicklung als neue technische Entwicklungen, die auf Software, technische Produkte, Prozesse oder physikalische Ereignisse abzielen. Zwei Kategorien:
- Entwicklungsarbeit: neue Produkte, Produktionsprozesse, Software.
- Technisch-wissenschaftliche Forschung: ohne direkten kommerziellen Zweck.
Nicht qualifiziert sind: Marktforschung, Schulungen, Standardsoftwareentwicklung ohne technische Neuheit, Kopieren bestehender Lösungen, Qualitätskontrolle, Produktion.
Saskia (ein Cleantech-Startup) entwickelt einen neuen Wasserstoffgenerator – eindeutig Forschung und Entwicklung. Die routinemäßige Wartung der Produktionsprozesse fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich von WBSO.
Tarife 2024
- Standard: 32 % auf die ersten 350.000 € der F&E-Lohnkosten, 16 % auf Beträge, die diesen Betrag übersteigen.
- Anlaufkosten (erste 3 Geschäftsjahre, maximal 5 Mannjahre Forschung und Entwicklung): 40 % auf die ersten 350.000 €.
- Selbstständige Unternehmer: Pauschalbetrag für Forschungs- und Entwicklungsabzüge (14.046 € im Jahr 2024, zuzüglich eines Anschubbonus von 7.023 € für die ersten 3 Jahre).
Berechnung der Lohnkostenbasis: Brutto-F&E-Lohn × 1,3 (Rundungsfaktor für Gemeinkosten). Der Rabatt wird über die Lohnsteuererklärung abgerechnet – direkte Liquidität.
Wie bewirbt man sich bei WBSO?
Bewerbung beim RVO über eHerkenning:
- Projektbeschreibung: technische Problemstellung, gewählter Ansatz, Neuheit im Vergleich zum aktuellen Wissensstand.
- Geschätzter F&E-Stundenaufwand pro Mitarbeiter.
- Zeitraum: maximal 1 Jahr pro Antrag, Antragstellung mindestens 1 Monat vor Beginn.
- Entscheidung innerhalb von 4-6 Wochen — WBSO-Mitteilung veröffentlicht.
- Die monatliche Lohnsteuererklärung gleicht den Rabatt aus.
- Jährlich: Bericht über die erzielten Ergebnisse (tatsächlich geleistete F&E-Stunden).
Was muss dokumentiert werden?
Tracking im Laufe des Jahres:
- Zeiterfassung pro Mitarbeiter pro F&E-Projekt (Stunden pro Tag/Woche).
- Fortschrittsberichte: Was wurde geklärt, was muss noch untersucht werden.
- Ergebnisdokumentation: Prototypen, Codeversionen, Testergebnisse.
Das RVO führt rückwirkende Stichprobenprüfungen durch – unzureichende Dokumentation kann zu Rückforderungen führen.
WBSO und Innovationsbox
Eine WBSO-Erklärung reicht als Grundlage für die Inanspruchnahme der Innovationsbox (9 % Körperschaftsteuersatz auf Innovationsgewinne) aus. Für forschungsintensive Startups führen WBSO und Innovationsbox zusammen oft zu zusätzlichen Einsparungen von ein- bis zehntausend Euro pro Mitarbeiter und Jahr.
Saskias Cleantech-Startup mit 4 F&E-Mitarbeitern: WBSO-Einsparungen von ca. 40.000 € + Innovationsbox mit einem positiven Gewinn von über 20.000 € = über 60.000 € pro Jahr. Eine Investition in eine F&E-Anwendung amortisiert sich schnell.
Fallstricke
- Zu späte Antragstellung: WBSO kann nicht rückwirkend angewendet werden.
- Eine zu vage Projektbeschreibungführt zur Ablehnung.
- Unzureichende technische Neuheit: Copy-Paste-Arbeit ist ungeeignet.
- Mangelhafte Zeiterfassung: Problem bei einer Stichprobenprüfung.
- Erinnerung vergessen: jährlich vor dem 31. März.
Ehrliche Empfehlung
Für jedes Unternehmen mit technischer Forschung und Entwicklung lohnt sich die Beantragung der WBSO-Förderung fast immer – sofortige Steuervorteile und Zugang zur Innovationsbox. Die erste Antragstellung erfordert 8–16 Stunden Ihrer Zeit oder kostet 2.000–5.000 € über einen WBSO-Berater. Danach reduziert sich der Aufwand jährlich. Für Startups in den ersten 3 Jahren gilt ein zusätzlicher Startup-Tarif – diese Chance sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Richten Sie von Anfang an eine genaue Zeiterfassung ein.
Weitere Themen: Innovationsbox, Subventionen für Start-up-Unternehmer und MIT-Subvention.
Häufig gestellte Fragen
Gesetz zur Förderung von Forschung und Entwicklung: Steuerermäßigung auf Lohnkosten für F&E-Arbeit. Ab 2024: 32 % auf die ersten 350.000 € F&E-Lohnkosten, darüber hinaus 16 %. Anlaufsteuersatz: 40 % in den ersten drei Jahren. Anträge sind an die RVO zu richten.
Forschung und Entwicklung – die technische Neuentwicklung von Software, technischen Produkten, Prozessen oder physikalischen Ereignissen. Ausgenommen sind Marktforschung, Schulungen, Produktion und Qualitätskontrolle. Die zuständige Behörde entscheidet projektbezogen über die Förderfähigkeit.
Pro F&E-Mitarbeiter zum Standardsatz: ca. 10.000 € – 15.000 € Steuerersparnis pro Jahr. Bei 4 F&E-Mitarbeitern: 40.000 € – 60.000 €. Hinzu kommt der indirekte Vorteil durch die Innovationsbox: 9 % Körperschaftsteuer statt 19 %/25,8 %.
Über RVO mit eHerkenning. Projektbeschreibung (technische Problemstellung, Vorgehensweise, Neuheit), geschätzter F&E-Stundenaufwand und Zeitraum. Mindestens einen Monat vor Beginn der F&E-Arbeiten. Entscheidung innerhalb von 4–6 Wochen.
In den ersten drei Jahren eines Unternehmens (maximal fünf Personenjahre Forschung und Entwicklung): 40 % der ersten 350.000 € an F&E-Lohnkosten statt der üblichen 32 %. Dies soll einen zusätzlichen Anreiz für Existenzgründer bieten – nutzen Sie diese Chance in der Gründungsphase!.
Tägliche Zeiterfassung pro Mitarbeiter und F&E-Projekt, Fortschrittsberichte (erledigte und laufende Probleme) und Ergebnisdokumentation (Prototypen, Code, Testergebnisse). RVO führt Stichproben durch – mangelhafte Dokumentation führt zu Rückforderungen.
Die tatsächlich geleisteten Forschungs- und Entwicklungsstunden sind jährlich bis zum 31. März an das RVO zu melden. Bei Abweichungen vom Antrag ist eine Korrektur des zuvor gewährten Rabatts erforderlich. Andernfalls erfolgt eine Rückerstattung zuzüglich einer Geldstrafe.