MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Allgemeine Geschäftsbedingungen sind zwar nicht zwingend erforderlich, doch ohne gute Bedingungen gehen Sie unnötige Risiken ein. Sie sparen Geld (beispielsweise durch eine Haftungsausschlussklausel oder einen Eigentumsvorbehalt), helfen Ihnen, Ihre Informationspflichten zu erfüllen, Ihre Prozesse zu standardisieren und Ihr Forderungsmanagement sowie Ihren Cashflow zu optimieren. Vier gute Gründe also, sie sorgfältig zu gestalten.
Ohne gute Geschäftsbedingungen gehen Sie unnötige Risiken ein. Als Unternehmer wünschen Sie sich sichere Geschäftsbeziehungen, und dafür ist das Kleingedruckte unerlässlich. Unserer Ansicht nach sind dies die vier wichtigsten Gründe.
1. Allgemeine Geschäftsbedingungen sparen Ihnen Geld
Vertragsbedingungen sind nicht zwingend: Ohne sie gelten die (oft allgemeinen) gesetzlichen Bestimmungen, die Ihre Situation jedoch nicht immer ausreichend regeln. Dies kann teuer werden. In einem Urteil des Amsterdamer Oberlandesgerichts (ECLI:NL:GHAMS:2021:1376) hatte ein Auftragnehmer in einem Hotel eine Zentralheizungsanlage installiert. Nach Problemen forderte das Hotel über 16.000 Euro für Reparatur- und Untersuchungskosten zuzüglich Zinsen und Auslagen. Die Klage wurde abgewiesen, da die Vertragsbedingungen eine Haftungsfreistellungsklausel enthielten. Ohne diese Klausel hätte der Auftragnehmer 16.000 Euro verloren – es gibt sogar Fälle mit Forderungen von über einer Million Euro.
Ein weiteres Beispiel: Geht ein Kunde in Konkurs, verlieren Sie die gelieferte Ware bedingungslos; der Insolvenzverwalter verkauft sie, und Sie müssen auf die Bezahlung hoffen. Mit einer Eigentumsvorbehaltsklausel in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen bleibt die Ware Ihr Eigentum und Sie können sie zurückfordern, unabhängig vom Zugriff anderer Gläubiger.
2. Erfüllen Sie Ihre Informationspflichten
Sie haben gegenüber Verbrauchern zahlreiche Pflichten, darunter die Informationspflicht. Diese Informationen halten Sie in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest, um nicht alles immer wieder erklären zu müssen. Die niederländische Verbraucherschutzbehörde (ACM) überwacht die Einhaltung dieser Bestimmungen und kann Bußgelder verhängen. Gerade wegen dieser Verbraucherschutzbestimmungen ist es oft ratsam, zwei separate AGB (eine für Verbraucher und eine für Geschäftskunden).
3. Prozesse standardisieren
Klare Geschäftsbedingungen schaffen Transparenz für Sie und Ihre Kunden. Sie müssen nicht jedes Mal neu verhandeln, und Probleme – wie Zahlungsrückstände oder Beschwerden – werden einheitlich behandelt. Ihre Kunden wissen zudem sofort, wie sie ein Problem melden können. Das verbessert die Kundenbeziehung.
4. Erhalten Sie Ihre Rechnungen schneller bezahlt
Standardisierung erleichtert Ihr Forderungsmanagement: Sie können einen festen Inkassoprozess einrichten, eine der effizientesten Methoden, um Ihre Rechnungen bezahlt zu bekommen. Und Sie können Angelegenheiten regeln, die nicht gesetzlich geregelt sind, wie beispielsweise eine obligatorische Vorauszahlung – was Ihren Cashflow stärkt.
Häufig gestellte Fragen
Sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zwingend erforderlich?
Nein, aber ohne Bedingungen gelten die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen, die Ihre Situation oft nicht ausreichend abdecken. Gute Bedingungen begrenzen Risiken und können Ihnen viel Geld sparen.
Was versteht man unter Eigentumsvorbehalt?
Eine Klausel, die besagt, dass ein geliefertes Produkt bis zur vollständigen Bezahlung Ihr Eigentum bleibt. Im Falle einer Insolvenz des Kunden können Sie das Produkt zurückfordern, anstatt es an andere Gläubiger zu verlieren.
Benötige ich zwei Bedingungssätze?
Oft ja: Es gelten separate Geschäftsbedingungen für Verbraucher und Geschäftskunden, da die Verbraucherschutzbestimmungen strenger sind und für B2B-Kunden nicht gelten.
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