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Arbeitgeber können sich gemäß dem Krankengeldgesetz (ZW) selbst versichern und die Krankengeldleistungen für befristet Beschäftigte (z. B. erkrankte Zeitarbeiter, Beschäftigte mit Arbeitsunfähigkeit nach Vertragsende, Personen mit risikofreien Policen) selbst finanzieren, anstatt über die UWV. Vorteil: Direkte Kontrolle über die Wiedereingliederung und niedrigere Prämien. Nachteil: Finanzielles Risiko bei hohem Krankenstand. Die ZW-Selbstversicherung deckt einen Teil dieses Risikos ab. Für Arbeitgeber mit einem hohen Anteil an befristet Beschäftigten oder starken Schwankungen in ihrer Belegschaft: ein wichtiger Aspekt.
Die kurze Antwort
- Worum geht es: die Übernahme des Risikos für Zahlungen nach dem Sickness Benefits Act an flexible Arbeitnehmer und an Personen, die an Krankheiten nach Vertragsende leiden.
- Alternative: UWV trägt das Risiko (Ausfall).
- Vorteil: Kontrolle über die Wiedereingliederung + geringere Kosten durch niedrige Fehlzeiten.
- Nachteil: finanzielles Risiko bei hoher Fehlzeitenquote.
- Versicherung: Die Krankengeldversicherung mit Selbstbeteiligung deckt einen Teil des Risikos ab.
Was ist das Krankengeldgesetz?
Das Krankengeldgesetz (ZW) regelt Krankengeldleistungen für:
- Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis während einer Krankheit endet.
- Zeitarbeiter und Flex-Arbeiter mit abgelaufenen Verträgen.
- Mitarbeiter-Risikofrei-Richtlinie (UWV-Krankengeld).
- Empfänger von Arbeitslosengeld, die erkranken.
Standard: Die UWV zahlt Krankengeld. Der Arbeitgeber zahlt die Beiträge über das UWV-System.
Was ist Selbstversicherung?
Der Arbeitgeber entscheidet sich, die Krankengeldzahlungen selbst anstatt über die UWV zu leisten. Verantwortlichkeiten:
- Vorteil für flexible Arbeitnehmer (70 % des Lohns, maximal 2 Jahre).
- Reintegrationsverpflichtungen (Gatekeeper-Regelung gilt auch hier).
- Verwaltung und Berichterstattung an die UWV.
Vorteile:
- Direkte Steuerung der Wiedereingliederung (ohne UWV-Vermittler).
- Geringere Kosten bei konstant niedrigem Krankenstand.
- Beschäftigung während der Genesung beibehalten.
Nachteile:
- Mit längeren Abwesenheiten ist ein hohes finanzielles Risiko verbunden.
- Der Verwaltungsaufwand steigt.
- UWV-Strafen bei Nichteinhaltung der Gatekeeper-Vorschriften.
Die Selbstbeteiligung bei Krankheitsleistungen
Versicherung zur Absicherung des finanziellen Risikos der Selbstversicherung:
- Erstattet Lohnkosten während des Krankengeldbezugs.
- Deckt die Kosten der Wiedereingliederung ab.
- Bietet Unterstützung bei UWV-Verfahren.
Prämie: 1-3% der Flexlohnrechnung – abhängig von Branche und Selbstbehalt.
Für wen ist es geeignet?
- Arbeitgeber mit hoher Flexibilität: Zeitarbeitsfirmen, projektbasierter Sektor.
- Arbeitgeber mit einer stabilen Belegschaft: Festangestellte mit geringer Fehlzeitenquote.
- Arbeitgeber mit einer niedrigen differenzierten Prämie: scheint die UWV-Prämie zu übersteigen.
Weniger relevant für KMU mit einer kleinen, stabilen Belegschaft ohne Flexibilität.
Kombination mit dem WGA-Selbstbehalt
Ähnliches Konzept: Auch bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung (Teilerwerbsminderungsrente nach zweijähriger Krankheit) ist eine Selbstversicherung möglich. Oft werden beide kombiniert: Die Kosten für die Erwerbsunfähigkeitsrente und die Teilerwerbsminderungsrente werden vollständig selbst getragen; dies bietet maximale Kontrolle, birgt aber auch ein maximales Risiko.
Ehrliche Empfehlung
Für Arbeitgeber ohne flexible Beschäftigte: Eine ZW-Selbstversicherung ist in der Regel nicht relevant. Für Arbeitgeber mit einem hohen Anteil flexibler Beschäftigter (Zeitarbeit, Projektarbeit, befristete Beschäftigung): Berechnen Sie die anfallenden Kosten, um festzustellen, ob sich eine Selbstversicherung lohnt. Vergleichen Sie die UWV-Prämie mit den Kosten für Selbstversicherung, Versicherung und Verwaltung. Ist das Ergebnis günstig, ist eine Selbstversicherung nahezu unerlässlich, um starke Schwankungen bei den Schadensfällen abzufedern.
Weitere Themen: Abwesenheitsversicherung, WGA-Selbstbehalt und Versicherung für KMU-Unternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Der Arbeitgeber entscheidet sich dafür, die Krankengeldzahlungen an befristet Beschäftigte und an Mitarbeiter mit auslaufenden Verträgen selbst zu leisten, anstatt sie über die UWV abzuwickeln. Standardmäßig erfolgt die Abrechnung über die UWV; die Selbstversicherung ist optional und hat andere finanzielle und betriebliche Auswirkungen.
Arbeitgeber mit hoher Flexibilität (Zeitarbeit, Projektarbeit) oder einer sehr stabilen Belegschaft mit geringer Fehlzeitenquote. Weniger relevant für KMU mit wenigen Festangestellten ohne Zeitarbeiter.
1–3 % der flexiblen Lohnkosten, abhängig von der Branche und dem Selbstbehalt. Hinzu kommen Verwaltungs- und Wiedereingliederungskosten, die nicht von der UWV übernommen werden. Vergleichen Sie dies mit der UWV-Prämie für eine finanzielle Einschätzung.
Direkte Steuerung der Wiedereingliederung (ohne UWV-Zwischenhändler), niedrigere Kosten durch konstant niedrige Fehlzeiten, Erhalt der Arbeitsplätze der Mitarbeiter während der Erholungsphase und eine bessere Informationslage hinsichtlich der Fehlzeitenentwicklung.
Hohes finanzielles Risiko im Zusammenhang mit Langzeitabwesenheit, erhöhtem Verwaltungsaufwand und Bußgeldern der UWV bei Nichteinhaltung des Gatekeeper Act. Für instabile Arbeitgeber oder bei mangelhaftem Risikomanagement: finanziell unattraktiv.
Ja, Arbeitgeber wenden oft beides gleichzeitig an. ZW für die ersten zwei Jahre, WGA danach. Maximale Kontrolle und eine einheitliche Wiedereingliederungspolitik während des gesamten Prozesses. Maximales finanzielles Risiko – eine Versicherung ist unerlässlich.
Anmeldung beim UWV vor dem 1. Januar für die Inkraftsetzung im Folgejahr. Voraussetzung: Ausreichende Zahlungsfähigkeit zur Risikodeckung. Schließen Sie eine Parallelversicherung ab. Für einen reibungslosen Übergang: Ziehen Sie einen Personal- oder Versicherungsberater mit Erfahrung im Bereich Krankengeld hinzu.