MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Das Markenregister ist die offizielle Datenbank eingetragener Marken. Es gibt drei Hauptregister: das BOIP (Benelux), das EUIPO (EU) und das WIPO (weltweit, mit Sitz in Madrid). Es enthält alle Marken, Bildmarken, Warenklassen und Inhaber. Sie nutzen es für: Vorrecherchen vor der Registrierung, die Prüfung auf Markenverletzungen, die Suche nach Markeninhabern und die Durchsetzung von Markenrechten. Es ist für alle frei zugänglich. Im Folgenden erfahren Sie, wo Sie was finden, wie Sie effektiv suchen und warum Mayas Buchhalter das Register monatlich konsultiert.
Die kurze Antwort
- BOIP-Register: Benelux-Marken — boip.int.
- EUIPO-Register: Unionsmarken – euipo.europa.eu/eSearch.
- WIPO-Madrid: Internationale Marken — wipo.int/madrid/monitor.
- Kostenloser Zugang: Die Suche ist kostenlos, ebenso wie das Herunterladen detaillierter Informationen.
- Enthalten sind: Markenname/Markenbild, Kategorien, Inhaber, Datum, Status.
Was steht im Kassenbuch?
Für jede eingetragene Marke finden Sie Folgendes:
- Name und optionales Logo (Bild).
- Schöne Klassen (1-45) für Waren und Dienstleistungen.
- Beschreibung der Klassen (spezifische Produkte).
- Eigentümer (natürliche Person oder Unternehmen, mit Anschrift).
- Bewerbungstermin und Anmeldetermin.
- Status: beantragt, registriert, abgelaufen.
- Ablaufdatum (10 Jahre nach der Registrierung).
- Jegliche Opposition oder Streitigkeiten.
- Vertreter (Markenagent).
Das BOIP-Register
Online über boip.int → „Marken“ → „Bestehende Marken einsehen“. Suchfunktionen:
- Einfache Suche: Name, Besitzer, Nummer.
- Erweiterte Suche: Kombination aus Name, Klassen und Status.
- Phonetische Suche: passende Marken (nützlich für die Vorrecherche).
- Bildersuche: ähnliche visuelle Merkmale (Konzept „Bildkategorie“).
Alle Ergebnisse können kostenlos eingesehen werden. Die vollständige Akte (einschließlich der Gegenschrift) ist ebenfalls verfügbar.
Das EUIPO-Register
EU-Marken und -Designs über euipo.europa.eu/eSearch. Zusätzlich eine umfangreichere TMview-Datenbank (tmdn.org/tmview/), die gleichzeitig BOIP, EUIPO, WIPO und nationale Register vieler Länder durchsucht.
Erweiterte Funktionen:
- Ähnlichkeitssuche nach phonetischen und visuellen Varianten.
- Filtern nach Klasse, Datum, Status, Land.
- Markensuche mit Bild-Upload (ähnliche Logos finden).
- Vergleichende Analyse (mehrere Rechtsordnungen).
WIPO Madrid Monitor
Internationale Marken werden über das Madrider System unter wipo.int/madrid/monitor erfasst. Dort werden pro Marke die beteiligten Länder, der Status pro Land und Eigentümerwechsel angezeigt. Unverzichtbar für die internationale Durchsetzung von Markenrechten.
Effektive Suche: Tipps
- Varianten einbeziehen: Rechtschreibvarianten, phonetische Ähnlichkeit, Wortkombinationen.
- Klassenfilter: nicht alle 45 Klassen – nur relevante Klassen.
- Verwendung von Platzhaltern: * für variable Zeichen (z. B. „Maya*“ für MayaDesign, Mayar, Mayan).
- Statusfilter: Nur registrierte oder auch noch ausstehende Anträge.
- Eigentümer finden: Alle Marken eines bestimmten Unternehmens – Wettbewerbsanalyse.
Wozu benutzt du die Kasse?
1. Vorprüfung zur Registrierung
Vor der Anmeldung einer neuen Marke: Prüfen Sie auf Konflikte. Gleicher Name in derselben Waren- und Dienstleistungsklasse: Ablehnung oder Widerspruch wahrscheinlich.
2. Überwachung auf Verstöße
Regelmäßige Überprüfung (vierteljährlich/halbjährlich): Neue Anwendungen, die zu Ihrer Marke passen. Durch das schnelle Versenden einer Unterlassungserklärung lässt sich ein Konflikt vermeiden.
3. Wettbewerbsanalyse
Welche Marken hat Ihr Konkurrent registriert? Das lässt oft Rückschlüsse auf Produktlaunchpläne zu.
4. Fusionen und Übernahmen sowie Due Diligence
Im Falle einer Übernahme: Prüfen Sie das IP-Portfolio des Zielunternehmens – eingetragene Marken, Ablaufdaten, Widerspruchsstatus. Dies ist Teil der Due-Diligence-Prüfung.
5. Durchsetzung
Im Streitfall: Eigentumsnachweis durch Grundbucheintrag erbringen. Bei internationalem Eigentum: Eigentumsnachweis weltweit durch einen einzigen Antrag in Madrid.
Automatisierte Überwachung
Für regelmäßiges Monitoring ohne manuelle Suche: Markenmonitoringdienste:
- BOIP besitzt einen eigenen „Watch“-Service.
- EUIPO „Markenüberwachung“ via eSearch.
- Kommerzielle Tools: Compumark, Markify, Trademarkia.
- Kosten: 200–1000 € pro Jahr für KMU.
Im Falle einer neuen vergleichbaren Anmeldung: automatische E-Mail-Benachrichtigung – Sie können rechtzeitig Widerspruch einlegen.
Ehrliche Empfehlung
Für KMU mit einer eingetragenen Marke: Nutzen Sie das Markenregister aktiv – nicht nur während der Registrierungsphase. Eine vierteljährliche Überprüfung auf neue Eintragungen in Ihrer/Ihren Warenklasse(n) beugt der Verwässerung Ihrer Marke vor. Bei sensiblen Marken oder internationaler Präsenz empfiehlt sich die Investition in ein Überwachungstool (200–1.000 € pro Jahr). Eine Stunde pro Quartal im Markenregister kann Ihnen Tausende von Euro an zukünftigen Durchsetzungskosten ersparen.
Weitere Themen: Markenanmeldung, Markennamenprüfung und Markenverletzung.
Häufig gestellte Fragen
Offizielle Datenbank eingetragener Marken. Hauptregister: BOIP (Benelux), EUIPO (EU), WIPO (weltweit über Madrid). Kostenloser Zugriff – zeigt Markenname, Warenklassen, Inhaber, Datum und Status an.
Online über boip.int (Benelux), euipo.europa.eu/eSearch (EU) oder tmdn.org/tmview/ (länderübergreifend). Einfache Suche nach Name, Eigentümer oder Nummer. Erweiterte Suche: Lautähnlichkeit, Bildersuche, Klassenfilter.
Name/Marke, Nizza-Klassen, Inhaber (mit Anschrift), Anmelde- und Eintragungsdatum, Status, Ablaufdatum, etwaige Widersprüche/Streitigkeiten, Vertreter. Die vollständige Akte inklusive aller Dokumente ist häufig ebenfalls verfügbar.
Nein, die Registrierung ist für alle Register kostenlos. Zu den kostenpflichtigen Diensten gehören: Zertifikate für eingetragene Marken (25–50 €), vollständige Downloads komplexer Dateien und Überwachungsdienste (200–1000 €/Jahr).
BOIP-„Watch“-Service, EUIPO-Markenüberwachung oder kommerzielle Tools (Compumark, Markify). Bei einer neuen, ähnlichen Anmeldung: automatische Benachrichtigung. Für KMU: 200–1.000 € pro Jahr.
EU-Tool zur gleichzeitigen Suche in BOIP, EUIPO, WIPO und nationalen Registern zahlreicher Länder. Unverzichtbar für Voruntersuchungen in mehreren Jurisdiktionen. Kostenlos verfügbar unter tmdn.org/tmview/.
Für etablierte Marken mit kommerziellem Wert, internationaler Präsenz oder Branchen mit hohem Verletzungsrisiko (Mode, Kosmetik, Digitales). Für lokale Dienstleister mit geringer Reichweite: Eine manuelle vierteljährliche Überprüfung ist oft ausreichend.