MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Vor der Markenanmeldung: Führen Sie gründliche Recherchen durch. Die Register des BOIP und EUIPO enthalten Millionen von Marken; eine Kollision mit einer älteren Marke derselben Waren- und Dienstleistungsklasse führt zu Widerspruch oder Ablehnung. Prüfen Sie aber auch Domainnamen, Social-Media-Profile, das Handelsregister der Handelskammer und internationale Datenbanken. Eine Stunde sorgfältiger Recherche erspart Ihnen jahrelangen Ärger. Im Folgenden finden Sie Tools, Anleitungen und Mayas Vorgehensweise, um einen Namen zu verwerfen und einen besseren zu finden.
Die kurze Antwort
- Markenregister: BOIP (Benelux), EUIPO (EU), WIPO (weltweit).
- Handelsregister: Handelskammer für bestehende Firmennamen.
- Domains: .nl, .com, .eu — bei Hosting-Anbietern oder who.is.
- Soziale Medien: Instagram, X, LinkedIn, Facebook, TikTok.
- Allgemein: Google, Wikipedia, Branchendatenbanken.
Warum überprüfen?
Ohne Voruntersuchung:
- BOIP/EUIPO lehnt Markenanmeldung wegen Konflikts ab – Anmeldegebühren werden erlassen.
- Widerspruch des Inhabers einer älteren Marke – Verteidigungskosten 1.500 € bis 10.000 €.
- Verwechslungsgefahr mit anderen Unternehmen auf dem Markt.
- Domain nicht verfügbar – für die Website nicht nutzbar.
- Besetzte Social-Media-Kanäle – geringere Online-Präsenz.
Eine einstündige Suche beugt diesen Problemen vor.
Schritt 1: BOIP-Registrierung (Benelux)
Besuchen Sie register.boip.int oder nutzen Sie die Registersuche. Suche:
- Exakter Markenname.
- Varianten mit unterschiedlicher Rechtschreibung.
- Phonetisch ähnliche Namen.
- Filtern Sie nach relevanten Klassen (NICE-Klassifikation).
Auswertung der Ergebnisse: Gleiche Produktklasse + ähnliche Marke → potenzieller Konflikt. Unterschiedliche Produktklasse → in der Regel kein Problem.
Schritt 2: EUIPO-Register (EU)
Besuchen Sie euipo.europa.eu/eSearch. EU-Marken haben einen größeren Schutzumfang als Benelux-Marken. Verwenden Sie für Ihre Suche dieselben Varianten wie beim BOIP. Bei einer EU-Marke derselben Klasse besteht möglicherweise auch ein Konflikt in den Benelux-Staaten.
WIPO Madrid (weltweit)
Für globale Pläne: wipo.int/madrid/monitor – internationale Marken über das Madrider System. EU-Anmeldungen sind hier ebenfalls nach Ländern einsehbar.
Schritt 3: Handelsregister der Handelskammer
Suchen Sie auf kvk.nl/zoeken nach Handelsnamen. Bestehende Firmennamen in den Niederlanden können markenrechtlich geschützt sein – ohne formelle Registrierung (Art. 5 Handelsnamengesetz).
Bestehendes Unternehmen mit gleichem Namen in derselben Branche und Region: Konflikt. Andere Branche oder andere Region: in der Regel kein Problem.
Schritt 4: Domainnamen
Prüfen Sie .nl, .com, .eu und gegebenenfalls länderspezifische Top-Level-Domains (TLDs):
- SIDN (sidn.nl) für .nl-Verfügbarkeit.
- Who.is für .com, .eu und andere.
- NameCheap oder TransIP für die direkte Registrierung.
Von einem Cybersquatter besetzt? Fragen Sie nach einem Verkaufspreis oder durchlaufen Sie ein UDRP-Verfahren (Kosten für die Rückforderung: ab 1.500 €).
Schritt 5: Soziale Medien
Prüfen Sie die Verfügbarkeit der Griffe unter:
- Instagram, X (Twitter), LinkedIn, Facebook.
- TikTok, YouTube, Pinterest, Snapchat (je nach Zielgruppe).
- Behance, Dribbble (Designer).
Tools wie namechk.com überprüfen mehrere Plattformen gleichzeitig.
Schritt 6: Allgemeine Suchvorgänge
- Geben Sie den Namen zusammen mit "" in eine Suchmaschine ein – exakte Übereinstimmung.
- Ergebnisse auf fremdsprachige Bedeutungen prüfen.
- Für historische oder kulturelle Bezüge siehe Wikipedia.
- Branchendatenbanken für Wettbewerber.
Schritt 7: Vergleichen Sie ähnliche Marken
Falls eine ähnliche Marke gefunden wird:
- Gleiche Klasse: fast immer Konflikt.
- Andere Klasse: in der Regel kein Problem (außer bei bekannten Marken wie Apple oder Coca-Cola).
- Ähnlich, aber nicht identisch: hängt vom „Assoziationsrisiko“ ab – Verbraucher könnten verwirrt werden.
- Internationale Präsenz: Eine ältere Marke mit EU-Anerkennung kann auch in den Benelux-Staaten blockiert werden.
Mayas Scheck
Maya möchte „MayaDesign“ registrieren lassen:
- BOIP-Klasse 35/42: keine exakte Übereinstimmung, zwei „MayaXxx“-Namen in anderen Klassen – kein Konflikt.
- EUIPO Klasse 35/42: 1 „Maja Design“ in Klasse 25 (Bekleidung) — Sonstiger Sektor.
- Handelsregister: 3 Unternehmen mit „Maya“ im Namen, kein Design - kein Konflikt.
- mayadesign.com wird von einem indonesischen Unternehmen belegt, mayadesign.nl ist verfügbar.
- Instagram @mayadesign aufgenommen (50.000 Follower, USA), @mayadesignstudio verfügbar.
- Fazit: Verfügbar für die Benelux-/EU-Registrierung; besuchen Sie mayadesign.nl + @mayadesignstudio.
Wann sollte man eine Markenagentur beauftragen?
Machen Sie den ersten Durchgang selbst – kostenlos und lehrreich. Bei Unsicherheit oder internationalen Plänen: Eine Branding-Agentur (250–1.500 €) führt eine ausführlichere Vorstudie durch, die Folgendes umfasst:
- Analyse der phonetischen Ähnlichkeit.
- Visuelle Ähnlichkeit (Markenzeichen).
- Beurteilung des Assoziationsrisikos gemäß der Rechtsprechung.
- Hinweise zur Kurswahl.
- Internationale Datenbanken (USA, Asien usw.).
Ehrliche Empfehlung
Eine Stunde gründliche Vorrecherche erspart jahrelanges Ärgernissen – bei einfachen Benelux-Marken können Sie selbst recherchieren, bei EU-/internationalen Plänen oder komplexen Fällen beauftragen Sie eine Markenagentur. Im Zweifelsfall: Lassen Sie Ihre Markenanmeldung vor der Einreichung für 250 € von einem Markenanwalt prüfen – so vermeiden Sie Widerspruchskosten von über 5.000 €.
Weitere Themen: Entwicklung eines guten Markennamens, Markenanmeldung und Markenregister.
Häufig gestellte Fragen
Vermeiden Sie Konflikte mit bestehenden Marken (Ablehnung oder Widerspruch), prüfen Sie die Verfügbarkeit der Domain und der Social-Media-Kanäle und stellen Sie sicher, dass der Name auch in anderen Sprachen funktioniert. Eine Stunde Recherche erspart Ihnen später Tausende von Euro und den Ärger eines Rebrandings.
BOIP (Benelux), EUIPO (EU), WIPO Madrid Monitor (weltweit), Handelsregister der Handelskammer (Niederlande) sowie Google für allgemeine Zwecke und Branchen-Datenbanken für Wettbewerber in Ihrem Markt.
Normalerweise kein Problem – das Markenrecht ist klassenspezifisch. Apple Records (Musik) existierte parallel zu Apple Inc. (Computer). Ausnahme: Eine „bekannte Marke“ mit allgemeiner Reputation schließt auch andere Klassen aus.
Aussprachevarianten prüfen, Akzentvariationen berücksichtigen und beim BOIP/EUIPO mithilfe phonetischer Varianten suchen. Für eine detaillierte Analyse: Das Markenamt verwendet Kriterien aus der Rechtsprechung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einer Assoziation zwischen identischen Marken.
Erwägen Sie eine alternative Domain (z. B. mayadesignstudio.nl statt mayadesign.nl) oder kontaktieren Sie den Domaininhaber, um ihm die Domain zu verkaufen. Im Falle eines tatsächlichen Domaininhabers (besetzt, aber ungenutzt, zum Verkauf angeboten): ist ein UDRP-Verfahren möglich (Kosten für die Wiederherstellung: ab 1.500 €).
Namechk.com, Knowem.com und NameCheckup.com überprüfen mehrere Plattformen gleichzeitig. Manuell: Mindestens Instagram, X, LinkedIn, Facebook und TikTok. Für Designer: zusätzlich Behance und Dribbble.
Bei internationalen Tarifen, komplexen Namen mit Assoziationsgefahr oder Unklarheiten bezüglich der Interpretation ähnlicher Marken. Kosten: 250–1.500 €, verhindern aber im Falle von Widerspruch oder Ablehnung deutlich höhere Kosten.