MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Eine Cyberversicherung deckt Schäden ab, die durch Online-Vorfälle entstehen – Datenlecks, Ransomware, Phishing, Betriebsunterbrechungen, DSGVO-Strafen und Haftungsansprüche gegenüber Kunden. Für KMU wird sie immer wichtiger: 60 % der KMU sind jährlich von einem Cybervorfall betroffen, mit durchschnittlichen Kosten zwischen 25.000 € und 250.000 €. Die Prämie beträgt je nach Umsatz, Branche und Datenvolumen 50 € bis 500 € pro Monat. Die Deckungssumme liegt üblicherweise zwischen 100.000 € und 5 Millionen €. Wichtig: Sorgen Sie im Vorfeld für ausreichende Cybersicherheit – der Versicherer lehnt die Leistung bei grober Fahrlässigkeit ab. Im Folgenden finden Sie Informationen zu Deckung, Voraussetzungen und warum Saskias Startup eine Cyberversicherung abgeschlossen hat.
Die kurze Antwort
- Was: Deckt Schäden durch Datenlecks, Ransomware, Cyberkriminalität und Betriebsunterbrechungen ab.
- Premium: 50-500 €/Monat für SME BV.
- Deckungssumme: 100.000 bis 5 Millionen Euro pro Schadensfall.
- Anforderungen: Cyberhygiene (Backup, MFA, Schulung) gemäß den Richtlinien.
- Unterschied zur allgemeinen Haftpflichtversicherung: Eine Cyberversicherung deckt Cybervorfälle ab, eine allgemeine Haftpflichtversicherung nicht.
Was deckt eine Cyberversicherung ab?
1. Eigenschaden
- Betriebsunterbrechung aufgrund eines Cybervorfalls (vergleichbar mit einem Betriebsunterbrechungsschaden).
- Forensische Untersuchung im Anschluss an den Vorfall.
- Daten und Systeme wiederherstellen.
- Kommunikationskosten für Kunden.
- Zahlungen nach Ransomware-Vorwürfen (sofern rechtlich zulässig).
2. Haftung gegenüber Dritten
- Schaden für Kunden aufgrund von Datenpannen.
- DSGVO-Bußgelder (sofern versicherbar).
- Entschädigung für Betroffene.
- Reputationswiederherstellung (PR-Kosten).
3. Berichterstattung über Cyberkriminalität
- CEO-Betrug (abgelaufene E-Mail-Adresse des Direktors).
- Bankdatendiebstahl.
- Identitätsbetrug gegen das Unternehmen.
- Phishing-Schaden für Mitarbeiter.
Premium und Umfang
Die Prämie hängt ab von:
- Umsatz und Unternehmensgröße.
- Branche (IT, Finanzsektor risikoreicher).
- Datenvolumen (Anzahl der Kundendatensätze).
- Internationale Aspekte.
- Sicherheitsstufe (Prüfergebnis).
Für SME BV:
- Klein (keine Kundendaten, 500.000 € Umsatz): 50-100 €/Monat.
- Mittelgroß (B2B, Kundendaten, 3 Mio. € Umsatz): 150-300 €/Monat.
- Hochrisikobranche oder große Datenmengen: 300-800 €/Monat.
Versicherer fordern Cyberhygiene
Das Risikoprofil wird nach Abschluss der Versicherung bewertet. Die Police kann Anforderungen stellen:
- Backup: Regelmäßige Backups, die an einem anderen Ort gespeichert werden.
- MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung): für alle kritischen Systeme.
- Patch-Management: Software regelmäßig aktualisieren.
- Anti-Phishing-Schulung: Mitarbeiter werden jährlich geschult.
- Notfallplan: im Voraus erstellt.
- Kein Zugriff über Standardpasswörter.
Im Falle grober Fahrlässigkeit (fehlende Datensicherung, fehlende Zwei-Faktor-Authentifizierung gegen Ransomware): kann der Anspruch abgelehnt werden.
DSGVO-Aspekt
Im Falle einer Datenschutzverletzung mit personenbezogenen Daten: Meldepflicht gemäß DSGVO gegenüber der niederländischen Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden. Cyberversicherer decken häufig Folgendes ab:
- Rechtliche Unterstützung bei der DSGVO-Meldung.
- Untersuchen Sie das Ausmaß des Lecks.
- Kommunikation an die betroffenen Personen (Recht auf Information).
- Geldbußen (sofern versicherungsfähig – nicht alle DSGVO-Geldbußen sind versicherungsfähig).
Für Unternehmen, die Kundendaten verarbeiten: Der DSGVO-Aspekt ist nach einem Vorfall oft der größte Kostenfaktor.
Saskias Cyberversicherung
Saskias Cleantech-Startup verfügt über Kundendaten von Industriekunden (F&E-Daten, Maschinendaten). Ein Cyberangriff kann schwerwiegende Folgen haben:
- Diebstahl von geistigem Eigentum und Forschungs- und Entwicklungsdaten: direkter Wettbewerbsschaden.
- Datenschutzverletzung bei Kundendaten: Auswirkungen der DSGVO und Reputation.
- Ransomware auf Produktionssystemen: Produktionsausfall.
Die Cyberversicherung kostet 300 € pro Monat und deckt bis zu 2 Millionen € pro Vorfall ab. Die Investition umfasst außerdem ein jährliches Sicherheitsaudit und Schulungen zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle – beides wird als Betriebsausgabe abgerechnet.
Ehrliche Empfehlung
Für jedes KMU mit digitaler Aktivität (praktisch jedes): Eine Cyberversicherung ist 2024 nahezu unverzichtbar. Investieren Sie in Cybersicherheit (Backup, Multi-Faktor-Authentifizierung, Schulungen) – nicht nur zur Absicherung, sondern auch zur Prävention. Ein spezialisierter IT-Makler (250–1.500 €) hilft Ihnen mit einem maßgeschneiderten Paket. Unternehmen mit großen Mengen an Kundendaten oder internationaler Geschäftstätigkeit sollten besonders auf die Einhaltung der DSGVO und internationale Gültigkeit achten.
Weitere Themen: Versicherungen für KMU, Allgemeine Haftpflicht und D&O.
Häufig gestellte Fragen
Eine Versicherung, die Schäden durch Online-Vorfälle abdeckt – Datenlecks, Ransomware, Phishing, Betriebsunterbrechungen, DSGVO-Bußgelder und Haftung gegenüber Kunden. Drei Hauptkategorien: Eigenschäden, Haftpflicht gegenüber Dritten und Cyberkriminalitätsschutz.
50–500 €/Monat für KMU (Unternehmen mit beschränkter Haftung). Klein (keine Kundendaten, 500.000 € Umsatz): 50–100 €. Mittelgroß (B2B mit Kundendaten, 3 Mio. € Umsatz): 150–300 €. Branchen mit hohem Risiko (IT, Finanzen) oder große Datenmengen: 300–800 €.
Datensicherung (extern gespeichert), Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für kritische Systeme, Patch-Management, Anti-Phishing-Schulungen für Mitarbeiter und ein Notfallplan sind erforderlich. Bei grober Fahrlässigkeit (fehlende MFA bei Ransomware-Angriffen) kann die Reklamation abgelehnt werden.
Oftmals nur teilweise – rechtliche Unterstützung bei der Meldung, Untersuchung, Kommunikation mit Betroffenen und, sofern versicherbar, bei Bußgeldern. Nicht alle DSGVO-Bußgelder sind versicherbar – vorsätzliche Verstöße sind in der Regel ausgeschlossen.
Entschädigung für entgangenen Gewinn und laufende Kosten während Ausfallzeiten infolge eines Cyberangriffs (vergleichbar mit einer klassischen Betriebsunterbrechungsversicherung). Wartezeit 24–72 Stunden, Deckungsdauer 3–12 Monate, abhängig vom jeweiligen Vertrag.
Grundsatz: Vermeiden Sie es unbedingt – geben Sie Kriminellen nicht nach. In Ausnahmefällen (sofern dies legal ist – ausgenommen sanktionierte Länder) kann die Versicherung nach Rücksprache mit dem Versicherer und Cybersicherheitsexperten Lösegeldzahlungen übernehmen. Hoher Selbstbehalt.
Die Cyberversicherung deckt Cybervorfälle ab. Die allgemeine Haftpflichtversicherung deckt die physische Haftung ab. Die D&O-Versicherung deckt die Haftung von Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern ab (auch nach einem Cybervorfall). Die Betriebsunterbrechungsversicherung deckt physische Ausfallzeiten ab. Die Cyberversicherung schließt eine spezifische Lücke, die von traditionellen Policen nicht abgedeckt wird.