MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
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Die Betriebshaftpflichtversicherung (BHD) deckt Schäden an Dritten ab, die durch Mitarbeiter, Produkte oder den Geschäftsbetrieb verursacht werden. Sie ist ein Standardbestandteil des Versicherungspakets für KMU. Die Prämie beträgt 30–300 € pro Monat, abhängig von Umsatz, Branche und Mitarbeiterzahl. Unterscheidung: BHD (allgemeine Haftpflicht), Produkthaftpflicht (Schäden durch ein Produkt) und Berufshaftpflicht (Fehlerhafte Beratung). Für die meisten KMU ist sie nahezu unverzichtbar – ein einziger Schadenfall kann den Jahresumsatz kosten. Im Folgenden finden Sie Informationen zu Deckungsumfang, Kosten und der Auszahlungsdauer von Tessas BHD-Schadenfall.
Die kurze Antwort
- Was: Deckt Schäden an Dritten ab, die durch einen Mitarbeiter, ein Produkt oder den Geschäftsbetrieb verursacht werden.
- Prämie: 30-300 €/Monat, abhängig von Umsatz, Branche und Mitarbeiterzahl.
- Deckungssumme: typischerweise 1-5 Millionen Euro pro Schadensfall.
- Ausgenommen: Vorsatz, vertragliche Haftung, Schäden des eigenen Unternehmens.
- Unterschied zwischen Betriebshaftpflichtversicherung und Berufshaftpflichtversicherung:Betriebshaftpflichtversicherung für Sachschäden, Berufshaftpflichtversicherung für Beratungsfehler.
Was deckt die allgemeine Haftpflichtversicherung ab?
Drei Hauptkategorien von Schadensersatzansprüchen:
1. Haftung des Arbeitnehmers
Schäden, die von Mitarbeitern während der Arbeit verursacht wurden: Reinigungskraft zerbricht Vase beim Kunden, Techniker verursacht Wasserschaden, IT-Mitarbeiter verliert Kundendaten.
2. Produkthaftung
Schäden, die durch Ihre Produkte verursacht werden – z. B. wenn eine Glühbirne bei einem Kunden einen Brand auslöst oder Lederfett Schuhe beschädigt. Die EU-Richtlinie schreibt eine Produktversicherung für Hersteller und Großhändler vor.
3. Haftung für Betriebe
Schäden, die durch Geschäftsräume verursacht wurden: Stolpern von Kunden im Geschäft, Ausrutschen von Besuchern auf nassem Büroboden.
Was deckt die allgemeine Haftpflichtversicherung NICHT ab?
- Vorsatz: vorsätzliche Schädigung.
- Vertragliche Haftung: z. B. Strafklauseln in einem Kundenvertrag – erfordert eine separate Produkthaftung oder Berufshaftung.
- Eigener Schaden für das Unternehmen: Eigentum an Waren, Gebäuden oder Ausrüstung (früher: Brand-/Inhaltsschäden).
- Bußgelder und Strafen: nicht versicherbar.
- Cybervorfälle:erfordern eine separate Cyberversicherung.
Premium und Deckung
Die Prämie hängt ab von:
- Industrie (Bauwesen/Gesundheitswesen risikoreicher als Büros).
- Einnahmen.
- Anzahl der Mitarbeiter.
- Internationale Aspekte.
- Bisherige Schadenshistorie.
Für SME BV:
- Kleinunternehmen (5 Mitarbeiter, 500.000 € Umsatz): 50-150 €/Monat.
- Mittelgroßes Unternehmen (15 Mitarbeiter, 3 Millionen Euro Umsatz): 150-350 Euro/Monat.
- Hochrisikosektor (Bauwesen, Gesundheitswesen): höher.
Die Deckungssumme beträgt üblicherweise 1–5 Millionen Euro pro Schadenfall. Höhere Beträge sind auf Anfrage möglich.
Berufshaftpflicht – separat
Für Dienstleister (Rechtsanwälte, Steuerberater, IT-Berater, Architekten, Unternehmensberater): Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt keine Schäden ab, die durch fehlerhafte Beratung entstehen. Dafür gibt es die Berufshaftpflichtversicherung – die häufig von Berufsverbänden vorgeschrieben ist.
Tessas Haftungsanspruch
Tessas Großhandelsunternehmen ereignete sich ein Vorfall: Der Lieferwagen eines Mitarbeiters verursachte bei einer Auslieferung einen Schaden am Fahrzeug eines Kunden. Die Reparaturkosten beliefen sich auf 8.500 €. Hinzu kamen indirekte Schäden (Umsatzausfall) in Höhe von 3.000 €.
- Haftpflichtversicherungsanspruch: Entschädigung in Höhe von 11.000 € (nach Abzug des Selbstbehalts von 500 €).
- Tessas Versicherung: Auszahlung erfolgt, Prämienerhöhung bei Verlängerung.
- Ohne allgemeine Haftpflichtversicherung: 11.000 € aus der Firmenkasse – schmerzhaft, aber nicht existenzbedrohend.
Bei schwerwiegenden Zwischenfällen (Produktrückruf, Folgeschäden für den Kunden aufgrund von Produktionsausfällen): Die Kosten der allgemeinen Haftpflichtversicherung können in die Hunderttausende gehen – eine entsprechende Deckung ist daher unerlässlich.
Worauf Sie bei der Auswahl von Allgemeinen Geschäftsbedingungen achten sollten
- Deckungssumme:mindestens 1 Million Euro pro Schadensfall, höher für Branchen mit hohem Risiko.
- Geografisches Gebiet: nur die Niederlande oder international? Wichtig für den Export.
- Arbeitnehmerklausel:Deckung für Ansprüche des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber, entweder separat oder im Rahmen der Versicherung.
- Selbstbeteiligung: Üblicherweise 100 bis 1000 €; niedriger bei guter Schadenshistorie.
- Ausnahmen: Bitte lesen Sie die branchenspezifischen Ausnahmen.
Ehrliche Empfehlung
Für jedes KMU mit Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitern ist eine Betriebshaftpflichtversicherung nahezu unerlässlich. Eine Investition von 30–300 € pro Monat steht in keinem Verhältnis zum Risiko eines einzelnen Schadensfalls von 50.000–500.000 € und mehr. Vergleichen Sie mindestens drei Anbieter – die Prämienunterschiede können bis zu 40 % betragen. Dienstleister sollten ihre Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Berufshaftpflichtversicherung kombinieren. Produktverkäufer sollten besonders auf die Produkthaftung achten.
Weitere Themen: Versicherungen für KMU, D&O- und Rechtshilfe.
Häufig gestellte Fragen
Schäden Dritter, die durch Mitarbeiter, Produkte oder den Geschäftsbetrieb verursacht werden – drei Hauptkategorien: Haftung von Arbeitnehmern, Produkthaftung und Betriebshaftpflicht. Standarddeckungssumme: 1–5 Millionen Euro.
Vorsätzlich verursachte Schäden, vertragliche Haftung (z. B. Vertragsstrafen), eigene Betriebsunterbrechungsschäden, Bußgelder und Strafen sowie Cyberangriffe. Für Beratungsfehler: separate Berufshaftpflichtversicherung.
30–300 €/Monat für kleine und mittlere Unternehmen mit beschränkter Haftung. Kleinunternehmen: 50–150 €. Mittelständische Unternehmen: 150–350 €. Branchen mit hohem Risiko (Bauwesen, Gesundheitswesen): höher. Abhängig von Umsatz, Mitarbeiterzahl und bisherigen Schadensfällen.
Betriebshaftpflichtversicherung für Sach- und Personenschäden. Berufshaftpflichtversicherung für Schäden durch fehlerhafte Beratung (Rechtsanwalt, Steuerberater, Unternehmensberater). Für Dienstleister: In der Regel ist beides erforderlich.
Mindestens 1 Million Euro pro Schadensfall für durchschnittliche KMU. In risikoreichen Branchen (Bauwesen, Gesundheitswesen, Fertigung): 2–5 Millionen Euro. Für Exporteure in die USA (aufgrund der dort üblichen Schadensfallkultur): oft über 5 Millionen Euro.
Nahezu alle kleinen und mittelständischen Kapitalgesellschaften mit Kunden, Lieferanten oder Angestellten. Ausnahme: Kleinunternehmer ohne physische Produkte oder Kundenkontakt (ausschließlich Softwareentwicklung ohne Schadensrisiko). Im Zweifelsfall gilt: Die Kosten sind überschaubar, das Risiko ohne Versicherung jedoch enorm.
Unmittelbar nach dem Schadensereignis: Benachrichtigen Sie die Versicherung, dokumentieren Sie den Schaden (Fotos, Zeugenaussagen) und füllen Sie das Schadensformular aus. Vergleichen Sie den Schaden nicht mit dem Geschädigten ohne Zustimmung der Versicherung. Die Meldefrist beträgt in der Regel 30 Tage.