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Umgang mit Nachahmern und Ergreifen von Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen

Das Internet ist voller Betrüger und Nachahmer. Wenn jemand Ihre Fotos stiehlt, Ihre Produktbeschreibungen kopiert oder Ihre Website fälscht, können Sie oft rechtliche Schritte dagegen einleiten. Es ist jedoch wichtig, dass Sie...

Veröffentlicht am 10. Februar 2022 von MKBjuristen.nl
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Das Internet ist voller Betrüger und Nachahmer. Wenn jemand Ihre Fotos stiehlt, Ihre Produktbeschreibungen kopiert oder Ihre Website fälscht, können Sie oft rechtliche Schritte einleiten. Wichtig ist dabei jedoch, dass Sie richtig vorgehen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie das funktioniert, worauf Sie achten sollten und welche Alternativen es gibt. Für weitere Informationen können Sie sich gerne an einen unserer Rechtsexperten oder Anwälte wenden.

Erfolgreiches Unternehmertum und das Problem der Nachahmer

Nahezu alle erfolgreichen Unternehmen sehen sich früher oder später mit Nachahmern konfrontiert. So startete beispielsweise das Unternehmen Meta kürzlich eine Offensive gegen Webseiten, die Facebook, Instagram oder WhatsApp ähneln. Diese Webseiten werden hauptsächlich erstellt, um Zugangsdaten zu stehlen. Laut Meta wurden seit 2019 mehr als 39.000 ähnliche Webseiten erstellt.

Kürzlich wurde ein gefälschter Onlineshop von Shimano, einem Hersteller von Fahrradteilen und anderen Produkten, abgeschaltet. Dieser Shop hatte sich als offizieller Shimano-Shop ausgegeben. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie erfolgreiche Unternehmen mit Nachahmern umgehen müssen. Es werden natürlich nicht immer ganze Webseiten kopiert. Manchmal ist die Vorgehensweise viel subtiler, beispielsweise werden Fotos oder Texte unrechtmäßig kopiert. Auch dies sind Beispiele für Urheberrechtsverletzungen.

Aktiv nach Rechtsverletzungen suchen

Nachahmer haben oft schon viele Menschen getäuscht, bevor Unternehmen es überhaupt bemerken. Deshalb ist es wichtig, Urheberrechtsverletzungen aktiv aufzudecken, denn nur so kann man dagegen vorgehen. Bei Bildrechtsverletzungen gibt es viele hilfreiche Tools. Ein Beispiel dafür ist die Google-Bildersuche, das Gegenstück zur Google-Bildersuche. Mit der Google-Bildersuche lädt man ein Bild oder den Link dazu hoch und sieht sofort ähnliche Bilder. So lassen sich die Täter, die Ihre Bilder gestohlen haben, schnell ausfindig machen. Ähnliche Dienste sind imgSeek und TinEye. Die Aufdeckung von Markenrechtsverletzungen ist oft etwas schwieriger. Wenn Sie häufig mit Markenrechtsverletzungen zu tun haben, ist die Beauftragung spezialisierter Markenagenturen eine lohnende Investition.

Beweise sammeln und gegen Verstöße vorgehen

Wenn Sie eine Urheberrechtsverletzung festgestellt haben, ist es wichtig, Beweise zu sammeln. Notieren Sie sich beispielsweise die URL, erstellen Sie Screenshots mit Datumsangabe und nutzen Sie Tools wie den Google Cache. Bereiten Sie sich gut vor und sammeln Sie Beweise, um Ihre Urheberrechtsinhaberschaft nachzuweisen. Anschließend können Sie rechtliche Schritte gegen die Verletzung einleiten. Ihnen stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Sie können beispielsweise die Unterlassung der Verletzung fordern und dem Gegner die weitere Verwendung des Firmennamens, des Fotos oder des Textes untersagen. Darüber hinaus können Sie Schadensersatz und/oder eine Gewinnbeteiligung geltend machen.

Verhandeln und vor Gericht gehen

Sollte nicht sofort ersichtlich sein, dass die Gegenpartei böswillige Absichten hatte, können Sie zunächst versuchen, eine Einigung mit dem Rechtsverletzer zu erzielen. Senden Sie eine Mahnung und verhandeln Sie eine angemessene Entschädigung. Tun Sie dies vorzugsweise schriftlich, beispielsweise per Brief oder E-Mail, um einen Nachweis zu haben. Im Anschluss an die Verhandlungen kann ein Lizenzvertrag aufgesetzt werden, der beispielsweise Vereinbarungen über Ihre Gebühren und die Nutzungsrechte der Gegenpartei an Ihrem Werk enthält.

Wenn das keine Lösung bringt, können Sie vor Gericht gehen. Allerdings müssen Sie die Gerichts- und Gerichtskosten zunächst selbst tragen. Beauftragen Sie einen Anwalt, steigen die Kosten weiter. Glücklicherweise kann der obsiegende Kläger die Kosten von der Gegenseite zurückfordern.

Wenn die andere Partei böswillige Absichten hatte und beispielsweise betrügen wollte, können Sie sofort Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Polizei leitet dann Ermittlungen ein und versucht, die Betrüger vor Gericht zu bringen. Das ist allerdings nicht immer erfolgreich. Betrüger verschwinden oft spurlos, sobald ihre Machenschaften aufgedeckt werden.

Auslagern oder selbst machen

Wenn Sie diese Aufgaben nicht selbst übernehmen möchten, gibt es auch Unternehmen, die Ihnen diese Last abnehmen können. Gerade für kleine Unternehmen ist es oft vorteilhaft, die Aufdeckung und Verfolgung von Urheber- oder Markenrechtsverletzungen auszulagern. So können Sie sich auf andere Aufgaben konzentrieren.

Ein Beispiel für ein solches Unternehmen ist Pixsy. Diese Unternehmen nutzen leistungsstarke Software, um Urheberrechtsverletzungen aufzudecken. Darüber hinaus gehen sie aktiv gegen Rechtsverletzer vor. Sie können Hosting-Anbieter auffordern, das Bild offline zu nehmen oder eine angemessene Entschädigung für dessen Nutzung zu erwirken. Üblicherweise arbeiten sie nach dem Prinzip „Kein Erfolg, keine Kosten“, wobei die Gebühren bis zu 50 % der erzielten Entschädigung betragen können. Wie bereits erwähnt, gibt es auch Markenagenturen, die in Ihrem Auftrag nach Markenrechtsverletzungen suchen.

Rechtsberatung für Nachahmer

Nachahmer kopieren Ihre Website oft nicht wortwörtlich. Im Gegenteil, sie eignen sich bestimmte Elemente Ihrer Corporate Identity an oder kopieren einzelne Bilder. Unternehmer wissen häufig nicht, ob und wie sie dagegen vorgehen sollen. Auch das Verfassen einer Mahnung schwer.

Wir empfehlen Ihnen daher, dies vorab mit unseren Experten zu besprechen. Unsere Spezialisten prüfen Ihre Optionen und erstellen die Mahnung für Sie. Haben Sie bereits eine Einigung mit der anderen Partei erzielt? Dann lassen Sie diese in einem Vertrag festhalten. Auch dabei unterstützen wir Sie gern. Vereinbaren Sie ein Erstgespräch und unterbinden Sie Nachahmer so schnell wie möglich.

Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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Wir unterstützen Unternehmer bei Vertragsangelegenheiten, Konflikten und speziellen Rechtsfragen. In einem kostenlosen Erstgespräch besprechen wir kurz, welcher Ansatz für Ihre Situation am besten geeignet ist.

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