MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
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Ein guter SaaS-Vertrag deckt vier Hauptrisiken ab: die Verfügbarkeit des Dienstes (Uptime), den Schutz und die Sicherheit der Daten (einschließlich der DSGVO), die Haftungsverteilung und die Kontinuität im Falle einer Insolvenz des Anbieters (über ein Treuhandkonto). Software as a Service (SaaS) läuft in der Cloud, wodurch der Kunde vom Anbieter abhängig ist – und der Anbieter möchte seine Risiken minimieren. Im Folgenden erfahren Sie, welche Risiken ein SaaS-Vertrag abdecken muss.
Was ist ein SaaS-Vertrag?
Ein SaaS- (Software as a Service) ist eine Vereinbarung zwischen einem Softwareanbieter und einem Kunden, der die Software über die Cloud erwirbt. Er regelt die Rechte, Pflichten und Nutzungsbedingungen der Anwendung. Da der Kunde keine eigene Kopie der Software besitzt, sondern auf den Online-Dienst angewiesen ist, deckt der Vertrag spezifische Risiken ab, die beide Parteien schützen.
1. Betriebszeit und Verfügbarkeit
Die Verfügbarkeit (Betriebszeit) des Dienstes ist für beide Parteien entscheidend: Für den Anbieter steht sein Ruf auf dem Spiel, und der Kunde hat Anspruch auf einen zuverlässigen Dienst. Ein guter SaaS-Vertrag legt daher konkrete Anforderungen an die Betriebszeit fest (z. B. 99,9 %) und regelt die Wartung und den Support. Diese Vereinbarungen werden häufig in einer Service-Level-Vereinbarung (SLA) festgehalten, die auch eine Entschädigung bei Nichteinhaltung des Standards vorsieht.
2. Daten, Sicherheit und die DSGVO
Weitere wichtige Risiken betreffen Datenschutz, Sicherheit sowie die Funktionalität und Kompatibilität der Software. Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden, ist zudem eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung erforderlich. Der SaaS-Vertrag regelt die Sicherung und Speicherung der Daten und – besonders wichtig – wie der Kunde seine Daten nach Beendigung der Zusammenarbeit abrufen oder exportieren kann.
3. Haftung
Große Unternehmen wie Google und Microsoft beschränken ihre Haftung weitgehend und wälzen die größten Risiken auf den Nutzer ab. Für den Käufer ist dies bedenklich; für den Anbieter hingegen eine Möglichkeit, Risiken zu minimieren. Auch mit kleineren Unternehmen lassen sich Vereinbarungen darüber treffen, wer für was und bis zu welcher Höhe haftet. Prüfen Sie diese Klauseln kritisch: Ein zu weit gefasster Haftungsausschluss könnte dazu führen, dass Sie als Käufer den Schaden tragen müssen.
4. Kontinuität im Falle eines Konkurses: die Treuhandklausel
Unabhängig von der Größe des Anbieters besteht immer das Risiko einer Insolvenz. In diesem Fall droht dem Kunden der Verlust der nutzbaren Software und des Zugriffs auf seine Daten. Ein guter SaaS-Vertrag beinhaltet daher eine Kontinuitätsregelung in Form einer Treuhandklausel. Diese sichert Quellcode, Daten und die Betriebsumgebung und gewährleistet so die Fortführung des Dienstes im Falle einer Insolvenz.
Häufig gestellte Fragen zu SaaS-Verträgen
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich die Nutzung des SaaS-Dienstes einstelle?
Das hängt von den Vereinbarungen ab. Vereinbaren Sie, dass Sie Ihre Daten bei Vertragsbeendigung in einem gängigen Format exportieren können und dass der Anbieter die Daten anschließend löscht. Ohne eine solche Ausstiegsregelung riskieren Sie, den Zugriff auf Ihre eigenen Daten zu verlieren.
Benötige ich eine Datenverarbeitungsvereinbarung für einen SaaS-Dienst?
Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag – was bei den meisten Business-SaaS-Anwendungen der Fall ist –, dann ja. Die DSGVO erfordert in diesem Fall eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung mit Regelungen zu Sicherheit, Unterauftragnehmern und Datenschutzverletzungen.
Kann ich die Konditionen eines großen SaaS-Anbieters aushandeln?
Bei großen Standardanbietern ist der Verhandlungsspielraum begrenzt, aber Sie können einschätzen, ob die Risiken für Sie akzeptabel sind und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Bei kleineren Anbietern besteht oft mehr Verhandlungsspielraum hinsichtlich Verfügbarkeit, Haftung und Treuhandkonto.
Lassen Sie den SaaS-Vertrag prüfen
Lassen Sie Ihre SaaS-Verträge von den IT-Rechtsanwälten von MKB Juristen gründlich prüfen. Sie stellen sicher, dass alle notwendigen Elemente – Verfügbarkeit, Daten, Haftung und Geschäftskontinuität – Ihre Interessen schützen und Risiken minimieren. Informieren Sie sich über unsere im IT-Recht oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.