MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
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Ein gutes Beispiel für eine Mahnung enthält stets dieselben Kernelemente: eine Beschreibung des Mangels, eine Aufforderung zur Vertragserfüllung, eine konkrete, angemessene Frist und den Hinweis, dass bei Ablauf dieser Frist ein Verzug eintritt. Dies ergibt sich aus Artikel 6:82 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches. Ein Beispiel verdeutlicht, wie diese Elemente in einem konkreten Schreiben aussehen. Bitte beachten Sie jedoch: Sie müssen eine Vorlage stets an Ihre individuelle Situation anpassen, da eine falsche Frist oder ein fehlender Hinweis auf den Verzug die Mahnung wirkungslos macht.
Die kurze Antwort
- Anrede und Sachverhalt: Nennen Sie die Vereinbarung und was schiefgelaufen ist.
- Leistungsanforderung: Beschreiben Sie genau, welche Leistung Sie benötigen.
- Angemessener Zeitrahmen: Geben Sie ein konkretes Enddatum an.
- Abwesenheitsanzeige: Geben Sie an, dass eine Abwesenheit vorliegt, wenn jemand nicht erscheint.
- Folgen: Ankündigung von Entschädigung, gesetzlichen Zinsen und möglicher Auflösung.
- Nachweisbarer Versand: per E-Mail mit Bestätigung oder per Einschreiben.
Beispiel für eine Mahnung: Aufbau des Briefes
Ein hilfreiches Beispiel folgt einer festen Struktur. Ganz oben stehen die Angaben beider Parteien und ein Verweis auf die Vereinbarung. Darauf folgt eine sachliche Beschreibung des Vertragsbruchs. Anschließend wird die Aufforderung zur Einhaltung einer bestimmten Frist zusammen mit der Mahnung ausgesprochen. Das Schreiben schließt mit den Konsequenzen und einem nachweisbaren Versandnachweis. Diese Struktur gewährleistet, dass alle rechtlichen Elemente enthalten sind.
Die wichtigsten Bestimmungen erläutert
- Beschreibung des Mangels: „Sie haben die für den [Datum] vereinbarte Lieferung nicht erbracht.“ Konkret und nachweisbar.
- Leistungsanforderung. „Ich bitte Sie, die gesamte Leistung zu erbringen.“ Geben Sie genau an, was zu tun ist.
- Angemessener Zeitrahmen. „Sie müssen die Vorgaben spätestens bis zum [Datum] erfüllen.“ Ein konkretes Datum, nicht „dringend“.
- Mahnung. „Sollten Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, geraten Sie ab diesem Datum in Verzug.“ Damit stellt das Schreiben eine Mahnung dar.
- Folgen. „Ich behalte mir das Recht vor, Schadensersatz und gesetzliche Zinsen geltend zu machen und den Vertrag aufzulösen.“
Praktisches Beispiel
Kurzes Beispiel aus dem KMU-Bereich: Ein Caterer sollte am 10. Juni ein Firmenevent bewirten, lieferte jedoch nur eine unvollständige Bestellung und meldete den Mangel nicht. Der Kunde schrieb: „Am 10. Juni haben Sie das vereinbarte Catering nicht vollständig geliefert. Ich bitte Sie, den Rest bis spätestens 20. Juni zu liefern. Sollte die Lieferung nicht erfolgen, geraten Sie ab dem 21. Juni in Verzug, und ich behalte mir das Recht vor, zusätzliche Kosten und gesetzliche Zinsen geltend zu machen sowie den Vertrag zu kündigen.“ Dieses Schreiben enthält alle erforderlichen Angaben und legt das Datum des Verzugs fest.
Wenn ein Beispiel nicht ausreicht
Eine Vorlage ist ein Ausgangspunkt, keine Garantie. Passen Sie die Frist an die Art der Leistung an und prüfen Sie, ob überhaupt eine Mahnung erforderlich ist. Denn im Falle eines Verzugs kraft Gesetzes (Art. 6:83 BW) – etwa bei Ablauf einer Verjährungsfrist, bei Schadensersatzansprüchen aus unerlaubter Handlung oder bei der Mitteilung, dass die Leistung nicht erbracht wird – tritt der Verzug automatisch ein. Ein unreflektiert übernommenes Beispiel kann die falsche Rechtsgrundlage nutzen und somit Ihre Position schwächen.
Unterschied zwischen Erinnerung und formeller Mitteilung
Ein Beispiel für eine Zahlungserinnerung oder ein Mahnschreiben enthält oft weder eine Zahlungsfrist noch einen Verzugshinweis und stellt daher keinen Zahlungsverzug dar. Eine formelle Mahnung hingegen, üblicherweise von einem Anwalt verfasst, ist deutlich schärfer formuliert und kündigt rechtliche Schritte an. Nur wenn Ihr Schreiben die vier Kernbestandteile enthält – Sachverhalt, Zahlungsaufforderung, Zahlungsfrist und Verzugshinweis –, fungiert es als vollwertige Mahnung.
Ehrliche Empfehlung
In einem einfachen, unstrittigen Fall können Sie problemlos selbst eine Vorlage verwenden. Passen Sie die Angaben zu den Beteiligten, dem Vertragsbruch und der Frist an und stellen Sie sicher, dass die Mahnung enthalten ist. In diesem Fall benötigen Sie keinen Anwalt. Suchen Sie jedoch Rat, wenn es Streitigkeiten gibt, unklar ist, ob bereits ein Vertragsbruch vorlag, oder wenn es um erhebliche Schäden oder die Auflösung der Ehe geht – eine Vorlage deckt diese Feinheiten nicht ab, und ein Fehler könnte Ihren Anspruch kosten.
Weitere Hintergrundinformationen: Lesen Sie, was eine Mahnung ist sie verfasst. Möchten Sie sie lieber erstellen lassen? Vereinbaren Sie einen Termin für eine Mahnung.
Häufig gestellte Fragen
Eine Beschreibung des Mangels, eine Aufforderung zur Erfüllung, eine angemessene Frist und der Hinweis auf die Folgen bei Nichterfüllung. Zusätzlich die Konsequenzen (Schadensersatz, gesetzliche Zinsen, Auflösung) und die nachweisbare Dringlichkeit der Angelegenheit.
Dies dient lediglich als Ausgangspunkt. Passen Sie die Angaben zu den Vertragsparteien, den Mangel und insbesondere die Frist an Ihre Situation an. Prüfen Sie außerdem, ob eine Mahnung erforderlich ist oder ob der Verzug bereits kraft Gesetzes eingetreten ist. Ein unreflektiert übernommenes Beispiel kann die falsche Rechtsgrundlage haben.
Die Mahnung, verbunden mit einer angemessenen Frist, wandelt eine gewöhnliche Erinnerung in eine Mahnung im Sinne von Artikel 6:82 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches um. Fehlt die Mahnung, entsteht kein Verzug.
Ein konkreter und für die Leistung angemessener Endtermin. Die Bearbeitungszeit für eine Rechnung beträgt üblicherweise 7 bis 14 Tage, die Mängelbehebung 1 bis 4 Wochen und bei größeren Aufträgen entsprechend länger. Vermeiden Sie vage Formulierungen wie „kurzfristig“.
Es ist ratsam. Weisen Sie darauf hin, dass Sie im Falle der Nichterfüllung Schadensersatz und gesetzliche Zinsen geltend machen und den Vertrag kündigen können. So ist der anderen Partei klar, was auf dem Spiel steht, und Sie erhöhen den Druck, die Verpflichtungen zu erfüllen.
Eine förmliche Mahnung fordert zwar zur Einhaltung der Vorschriften auf, enthält aber oft weder eine Frist noch den Hinweis auf den Zahlungsverzug. Nur ein Schreiben, das die Fakten, die Aufforderung, eine angemessene Frist und den Hinweis auf den Zahlungsverzug enthält, dient als vollständige Mahnung und begründet den Zahlungsverzug.
Nachweisbar, beispielsweise per E-Mail mit Empfangsbestätigung oder per Einschreiben. So können Sie später belegen, wann und wann Sie die Mahnung versandt und welche Frist Sie gesetzt haben. Daraus ergibt sich das Verzugsdatum.