MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
- Kundenspezifische Verträge, Geschäftsbedingungen und Rechtsdokumente
- Budgetfreundlich und transparent hinsichtlich der Kosten im Voraus
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Wollen Sie als Unternehmer rechtlich optimal starten? Dann sollten Sie mindestens vier Dinge beachten: die Eintragung Ihres Unternehmens ins Handelsregister, die Wahl der passenden Rechtsform, rechtssichere Verträge (AGB und sonstige Verträge) und eine praktikable Vorgehensweise bei offenen Rechnungen. In unserem Vortrag am Gründertag der Handelskammer haben wir erklärt, wie Sie als Start-up diese rechtlichen Grundlagen schnell und kostengünstig schaffen können. Die wichtigsten Punkte sehen Sie im Video oben; auf dieser Seite erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.
Unsere Präsentation am Startertag der Handelskammer
Der KVK-Startertag ist eine Veranstaltung für alle, die ein eigenes Unternehmen gründen wollen oder gerade gegründet haben. Wir waren als Unternehmensanwälte vor Ort, um eine Frage zu beantworten, die sich fast jedes Start-up stellt: Welche rechtlichen Vorkehrungen muss ich unbedingt treffen und was kann ich später erledigen? In unserem Vortrag zeigen wir, dass wenige, aber gute Entscheidungen zu Beginn viel Ärger und Kosten später vermeiden.
Die Botschaft ist bewusst praxisorientiert. Als Existenzgründer müssen Sie kein Jurist werden, aber Sie sollten wissen, wo die rechtlichen Risiken liegen und wann es ratsam ist, sich Hilfe zu suchen. Die wichtigsten Punkte fassen wir im Folgenden zusammen.
Welche rechtlichen Vorkehrungen müssen Sie als Existenzgründer treffen?
Ein juristisches Starterkit für Unternehmer besteht im Wesentlichen aus vier Komponenten. Man muss nicht alle gleichzeitig perfekt beherrschen, aber es ist hilfreich, die Reihenfolge und die Zusammenhänge zu kennen.
- Anmeldung und Registrierung – Eintragung Ihres Unternehmens in das Handelsregister der Handelskammer und Verwaltung Ihrer Verwaltungs- und Steuerpflichten.
- Rechtsform – die rechtliche Struktur Ihres Unternehmens, z. B. Einzelunternehmen, offene Handelsgesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Diese Wahl beeinflusst unter anderem Ihre Haftung und Ihre steuerliche Situation.
- Schriftliche Vereinbarungen – allgemeine Geschäftsbedingungen und Verträge mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern.
- Zahlung und Inkasso – ein transparenter Weg, um Ihre Rechnungen bezahlt zu bekommen und Maßnahmen zu ergreifen, wenn ein Kunde nicht zahlt.
Im weiteren Verlauf dieser Seite werden diese Komponenten erläutert, wobei auf die Punkte eingegangen wird, auf die Startups in der Praxis am häufigsten stoßen.
Wählen Sie eine geeignete Rechtsform
Die Rechtsform ist der rechtliche Schutzmantel Ihres Unternehmens. Viele Start-ups beginnen mit einem Einzelunternehmen, da diese Rechtsform einfach und kostengünstig zu gründen ist. Ein wichtiger Punkt ist die Haftung: Bei einem Einzelunternehmen und einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) gibt es keine Trennung zwischen Ihrem Geschäfts- und Privatvermögen. Das bedeutet, dass Sie grundsätzlich mit Ihrem Privatvermögen für die Schulden des Unternehmens haften können.
Eine Rechtsform mit eigener Rechtspersönlichkeit, wie beispielsweise eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), kann die Haftung begrenzen, bringt aber auch mehr formale Pflichten und Kosten mit sich. Welche Rechtsform für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab: Ihrem erwarteten Umsatz, Ihren Risiken, etwaigen Kooperationen und Ihrer steuerlichen Lage. Da die steuerlichen und rechtlichen Konsequenzen je nach Situation variieren, lohnt es sich, dies im Vorfeld sorgfältig zu durchdenken, anstatt später eine Umstrukturierung vornehmen zu müssen.
Möchten Sie sich das in Ruhe überlegen? Wir haben dazu eine separate Seite verfasst: Die Wahl der Rechtsform für Ihr Unternehmen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie Ihre Rechtsform ändern oder Ihre jetzige beibehalten möchten, beraten wir Sie gerne.
Dokumentieren Sie Ihre Vereinbarungen: Allgemeine Geschäftsbedingungen und Verträge
Viele Konflikte zwischen Unternehmern und ihren Kunden entstehen, weil nichts oder nur unzureichend schriftlich festgehalten ist. Gute Allgemeine Geschäftsbedingungen und klare Verträge sind daher kein Luxus, sondern Ihr wichtigster Rechtsschutz im Geschäftsalltag. Dies fällt unter das Vertragsrecht, jenes Rechtsgebiet, das sich mit Vereinbarungen zwischen Ihnen und anderen befasst.
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind die Standardregeln, die Sie für alle Ihre Aufträge festlegen: Zahlungsbedingungen, Haftung, Lieferzeiten, Garantien und Stornierungsbedingungen. Es ist wichtig, dass Ihre AGB nicht nur gut formuliert, sondern auch korrekt angewendet werden: Sie müssen sie Ihrem Kunden rechtzeitig zur Verfügung stellen, damit Sie sich später darauf berufen können.
Wenn Sie gerade erst anfangen, schauen Sie sich unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder, wenn Sie als Freiberufler oder Einzelunternehmer starten, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Einzelunternehmen.
Maßgeschneiderte Verträge
Neben den Allgemeinen Geschäftsbedingungen benötigen Sie oft separate Vereinbarungen: einen Kooperationsvertrag mit einem Partner, einen Dienstleistungs- oder Liefervertrag oder eine Geheimhaltungsvereinbarung. Je klarer Sie im Vorfeld vereinbaren, wer welche Aufgaben übernimmt, wann die Zahlung fällig ist und was im Streitfall geschieht, desto geringer ist das Risiko von Auseinandersetzungen. In unserer Vertragsübersicht finden Sie Vorlagen für verschiedene Situationen.
Stelle sicher, dass du bezahlt wirst
Bucheinnahmen sind nicht dasselbe wie tatsächliches Geld auf dem Konto. Eine unbezahlte Rechnung kann die Liquidität eines Startups sofort belasten. Dieses Risiko lässt sich durch klare Vereinbarungen im Vorfeld minimieren: eindeutige Zahlungsbedingungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, eine korrekte Rechnung mit allen erforderlichen Angaben und, bei größeren Aufträgen, gegebenenfalls eine Vorauszahlung oder Ratenzahlung.
Wenn die Zahlung weiterhin ausbleibt, handeln Sie umgehend. Beginnen Sie mit einer freundlichen Zahlungserinnerung, gefolgt von einem klaren Mahnschreiben mit einer angemessenen Zahlungsfrist. Zahlt der Kunde auch danach nicht, können Sie ein Inkassoverfahren einleiten. Je früher Sie handeln, desto höher sind in der Regel Ihre Chancen, Ihr Geld zurückzuerhalten. Falls Sie sich in dieser Situation befinden, informieren Sie sich über unsere Inkassooptionen für Unternehmer.
Wann sollte man einen Anwalt beauftragen?
Nicht jeder Schritt erfordert rechtliche Unterstützung, doch in manchen Situationen ist eine vorherige Beratung deutlich günstiger als ein späterer Konflikt. Bedenken Sie Folgendes:
- Wahl oder Änderung der Rechtsform und Regelung der Haftung;
- Ausarbeitung oder Überprüfung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen und wichtigen Verträgen;
- eine Partnerschaft mit einem Partner, Investor oder Franchisegeber;
- eine drohende Auseinandersetzung mit einem Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartner;
- Übernahme oder Gründung eines bestehenden Unternehmens.
In solchen Situationen kann sich eine kurze rechtliche Prüfung oft lohnen. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Rechtslage aussieht, hilft Ihnen unsere Seite mit Rechtsberatung für Unternehmer weiter.
Häufig gestellte Fragen von Startups
Benötige ich als Existenzgründer einen Anwalt?
Nicht für alles. Viele grundlegende Angelegenheiten können Sie selbst regeln, insbesondere mit guten Vorlagen. Bei Entscheidungen mit weitreichenden Folgen – wie Ihrer Rechtsform, wichtigen Verträgen und Kooperationen – ist eine vorherige Rechtsberatung oft ratsam, um kostspielige Konflikte zu vermeiden.
Welche Rechtsform ist die beste für ein Start-up?
Das hängt von Ihrer Situation ab. Ein Einzelunternehmen ist einfach und kostengünstig, allerdings gibt es keine Trennung zwischen Geschäfts- und Privatvermögen. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) kann Ihre Haftung begrenzen, bringt aber mehr Pflichten und Kosten mit sich. Treffen Sie Ihre Wahl anhand Ihrer Risiken, Ihres erwarteten Umsatzes und Ihrer steuerlichen Situation und lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.
Sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zwingend erforderlich?
Allgemeine Geschäftsbedingungen sind zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber für die meisten Unternehmer dringend zu empfehlen. Sie regeln Angelegenheiten wie Zahlung, Haftung und Lieferung im Voraus und bieten Schutz im Streitfall. Allerdings gibt es Regeln für die wirksame Festlegung ihrer Geltung.
Was mache ich, wenn ein Kunde meine Rechnung nicht bezahlt?
Beginnen Sie mit einer Zahlungserinnerung und anschließend mit einem eindeutigen Mahnschreiben. Geht die Zahlung nicht ein, können Sie ein Inkassoverfahren einleiten. Je früher Sie handeln, desto höher ist in der Regel die Wahrscheinlichkeit einer Zahlung. Klare Formulierungen in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen erleichtern dieses Verfahren.
Was muss ich als Erstes organisieren, wenn ich anfange?
Melden Sie Ihr Unternehmen bei der Handelskammer an, wählen Sie eine passende Rechtsform, erstellen Sie Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen und wichtigsten Verträge und überlegen Sie sich, wie Sie Zahlungen abwickeln möchten. Mit diesen vier Schritten sind Sie rechtlich bestens für den Start gerüstet.
Einen guten juristischen Start hinlegen? Wir denken mit Ihnen
Möchten Sie als Existenzgründer sichergehen, dass Ihre rechtliche Basis solide ist – von der Rechtsform und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bis hin zu Verträgen und Forderungseinzug? Die Wirtschaftsanwälte von MKB Juristen unterstützen Sie dabei praxisnah und kostengünstig. Informieren Sie sich über unsere Leistungen im Bereich Wirtschaftsrecht oder vereinbaren Sie direkt ein Erstgespräch, um Ihre Situation zu besprechen.