MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Import in die Niederlande: Es gibt drei Kategorien – aus EU-Ländern (freier Warenverkehr), aus Nicht-EU-Ländern (Zollgebühren + Mehrwertsteuer) oder über Online-Plattformen (spezielle Regeln). Voraussetzungen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und EORI-Nummer für Nicht-EU-Länder, ggf. CE-Kennzeichnung für Elektronik/Spielzeug sowie Nachweis der Produktsicherheit. Wichtig für KMU-Importeure: Informieren Sie sich über die Bestimmungen, bevor Sie den ersten Container bestellen. Im Folgenden finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und ein Beispiel, wie Wim seine deutschen Teile importiert.
Die kurze Antwort
- EU-Einfuhr: Freizügigkeit, innergemeinschaftliche Mehrwertsteuer, keine Zölle.
- Einfuhr in Länder außerhalb der EU: Zollanmeldung, Einfuhrzölle, EORI-Nummer erforderlich.
- EORI-Nummer: Kostenlos beim Zoll beantragen für Einfuhren aus Nicht-EU-Ländern.
- CE-Kennzeichnung: obligatorisch für Elektronikgeräte, Maschinen, Spielzeug und Medizinprodukte.
- AML/CFT: Zusätzliche Prüfungen bei Barzahlungen über 10.000 €.
EU-Importe vs. Importe aus Nicht-EU-Ländern
EU-Importe (Deutschland, Frankreich usw.)
- Freier Warenverkehr – keine Zölle.
- Innergemeinschaftliche Mehrwertsteuer: Lieferant 0 %, Käufer berechnet die Mehrwertsteuer selbst (Mehrwertsteuervoranmeldung).
- Überprüfen Sie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Lieferanten über VIES (vies.eu).
- Intrastat-Meldung für große Mengen (> 800.000 €/Jahr).
Importe aus Nicht-EU-Ländern (China, USA, Großbritannien nach dem Brexit)
- Zollanmeldung erforderlich.
- Einfuhrzölle (variieren je nach Produkt, 0-30%).
- Mehrwertsteuer auf Einfuhren.
- Beantragen Sie eine EORI-Nummer.
- Produktsicherheitsprüfungen.
Schritt 1: EORI-Nummer
Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten – obligatorisch für Importe aus Nicht-EU-Ländern. Kostenlose Beantragung über den Zoll (Bearbeitungszeit in der Regel 1–2 Wochen). Handelsregisternummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erforderlich.
Schritt 2: Produktspezifische Anforderungen
- CE-Kennzeichnung: Elektronik, Maschinen, Spielzeug, Medizinprodukte – EU-Sicherheitsanforderung.
- RoHS-Konformität: Beschränkungen für schädliche Substanzen in Elektronikgeräten.
- REACH: Chemikalienregistrierung.
- Spezielle Qualitätskennzeichnungen: Lebensmittel, Kosmetika, Textilien.
Schritt 3: Zollanmeldung (Nicht-EU)
Kostenlose Einfuhr beim Zoll anmelden:
- Selbstbedienung über DMS-System (komplex).
- Über einen Zollagenten (50-200 € pro Sendung).
- Ermitteln Sie den HS-Code (Produktklassifizierung).
- Wert für Einfuhrzölle und Mehrwertsteuer angeben.
Schritt 4: Mehrwertsteuerverwaltung
- Innergemeinschaftlicher Erwerb: Umsatzsteuereintrag in die eigenen Buchhaltungsunterlagen.
- Einfuhren außerhalb der EU: Mehrwertsteuer beim Zoll, die bei der nächsten Einfuhrabgabe zurückgefordert werden kann.
- Reverse-Charge-Verfahren: Bei großen Importen kann die Mehrwertsteuer auf die monatliche Steuererklärung verschoben werden.
Schritt 5: Produkthaftung
Als Importeur sind Sie für die Produktsicherheit verantwortlich:
- Die Produkte müssen den EU-Vorschriften entsprechen.
- Prüfen Sie die CE-Kennzeichnung (gehen Sie nicht einfach davon aus, dass sie vorhanden ist).
- Dokumentationspflichten im Zusammenhang mit der Einhaltung der Vorschriften.
- Haftung für durch das Produkt verursachte Schäden.
Eine Haftpflichtversicherung mit Produktdeckung ist wichtig.
Wims Import aus Deutschland
Wim importiert elektronische Bauteile:
- Lieferant in Deutschland — EU-Import, kein Zoll.
- Überprüfen Sie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des deutschen Lieferanten über VIES.
- 0 % Mehrwertsteuer auf der Rechnung, Wim berechnet die niederländische Mehrwertsteuer selbst in der Steuererklärung.
- Prüfen Sie, ob alle Bauteile die CE-Kennzeichnung tragen.
- Produkthaftpflichtversicherung anpassen.
Für EU-Importe ist keine EORI erforderlich. Sie wäre jedoch notwendig, wenn er später aus China importieren würde.
Ehrliche Empfehlung
Für den ersten Import: Investieren Sie in die richtige Ausstattung. Beantragen Sie eine EORI-Nummer (kostenlos für Nicht-EU-Länder). Beauftragen Sie für die ersten Sendungen einen Zollagenten (50–200 €/Sendung). Bei produktspezifischen Anforderungen: Branchen- oder Zollberater hinzuziehen. Betriebshaftpflichtversicherung mit Produktdeckung abschließen. Bei größeren Mengen: Zollbescheinigung (eigene Anmeldungen) in Betracht ziehen.
Weitere Themen: Exportstart, Umsatzsteuererklärung und Überprüfung von Geschäftspartnern.
Häufig gestellte Fragen
EU-Einfuhr: Freizügigkeit, keine Zölle, innergemeinschaftliche Mehrwertsteuer. Einfuhr von Nicht-EU-Ländern: Zollanmeldung, Einfuhrzölle, Mehrwertsteuer auf die Einfuhr, EORI-Nummer erforderlich. Völlig anderer Verwaltungsaufwand.
Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten (EOR) – EU-weite eindeutige Nummer für Zolltransaktionen. Obligatorisch für Einfuhren aus Nicht-EU-Ländern. Kostenlose Beantragung beim niederländischen Zoll, Bearbeitungszeit 1–2 Wochen.
Für Elektronik, Maschinen, Spielzeug, Medizinprodukte, persönliche Schutzausrüstung und Bauprodukte: Ja. Der Importeur ist für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich. Verlassen Sie sich nicht allein auf die Kennzeichnung durch den Lieferanten – überprüfen Sie diese.
EU-Einfuhr: Innergemeinschaftlich, 0 % für den Lieferanten, Mehrwertsteuerberechnung in der niederländischen Steuererklärung. Nicht-EU-Einfuhr: Mehrwertsteuer beim Zoll, erstattungsfähig in der nachfolgenden Steuererklärung. Reverse-Charge-Verfahren bei größeren Mengen möglich.
50–200 € pro Sendung, abhängig von Komplexität und Produktanzahl. Besonders für Erstsendungen empfehlenswert. Bei größeren Mengen: Besorgen Sie sich ein eigenes Zollzertifikat.
Als Importeur sind Sie innerhalb der EU für die Produktsicherheit verantwortlich. Im Schadensfall haften Sie für Schäden, die durch ein Produkt verursacht werden. Eine Betriebshaftpflichtversicherung mit Produktdeckung ist unerlässlich – prüfen Sie den Versicherungsschutz für importierte Produkte.
Intrastat-Meldung: Monatliche Warenstatistik für den EU-Handel. Verpflichtend für EU-Importe über 800.000 €/Jahr oder EU-Exporte über 1.000.000 €. Separat von der Umsatzsteuererklärung. Nicht relevant für KMU mit geringem EU-Handelsvolumen.