MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Wenn Sie als Unternehmer vorübergehend Liquiditätsprobleme haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich etwas Luft zu verschaffen. Sie können mit Ihrem Lieferanten eine Stundung oder eine Zahlungsvereinbarung vereinbaren. Bei schwerwiegenderen Problemen stehen Ihnen rechtliche Wege offen, wie beispielsweise eine außergerichtliche Einigung (Private Debt Settlement Agreement, WHOA) oder, als letzte Option, die Aussetzung der Zahlungen.
Beantragen Sie einen Zahlungsaufschub oder eine Zahlungsvereinbarung
Falls Sie vorübergehend nicht zahlen können – beispielsweise weil ein wichtiger Kunde noch eine Zahlung fällig hat oder unerwartete Kosten entstanden sind –, beantragen Sie bitte rechtzeitig eine Stundung oder eine Zahlungsvereinbarung. Am besten tun Sie dies schriftlich und mit entsprechenden Nachweisen: Erläutern Sie, warum die Stundung nur vorübergehend ist und wann Sie wieder zahlen können. Eine gute Kommunikation erhöht die Wahrscheinlichkeit einer positiven Entscheidung.
Klare Vereinbarungen treffen
Wenn Sie eine Vereinbarung treffen, halten Sie diese schriftlich fest: den Betrag, die Raten und die Folgen bei Nichteinhaltung. Dies beugt Missverständnissen vor und erhält eine gute Beziehung zu Ihrem Lieferanten aufrecht. Halten Sie sich anschließend unbedingt an die Vereinbarungen.
Bei strukturellen Problemen: die WHOA
Sind die Probleme schwerwiegender und struktureller Natur, kann das Gesetz zur Homologation privater Vereinbarungen (WHOA) eine Lösung bieten. Es ermöglicht Ihnen, Ihren Gläubigern eine Vereinbarung zur Umstrukturierung Ihrer Schulden vorzulegen, die unter bestimmten Voraussetzungen vom Gericht für bindend erklärt werden kann – selbst für Gläubiger, die dagegen stimmen. So können Sie möglicherweise ein Insolvenzverfahren vermeiden.
Zahlungseinstellung oder Insolvenz als letztes Mittel
Wenn das nicht hilft, bleiben Ihnen nur noch die Möglichkeit einer Zahlungsaussetzung (vorübergehender Zahlungsaufschub unter Aufsicht) oder, im Extremfall, eines Insolvenzverfahrens. Je früher Sie handeln und sich beraten lassen, desto mehr Optionen stehen Ihnen offen. Warten Sie also nicht, bis es zu spät ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie beantrage ich eine Zahlungsaufschiebung?
Vorzugsweise schriftlich und belegt: Erläutern Sie, warum es sich um eine vorübergehende Lösung handelt und wann Sie zahlen können. Dokumentieren Sie jede Vereinbarung.
Was ist das WHOA?
Das Gesetz zur Homologation privater Vereinbarungen: ein Weg, um eine verbindliche Schuldenvereinbarung mit Ihren Gläubigern zu erzielen und so eine Insolvenz zu vermeiden.
Wann sollte ich mir Rat holen?
So früh wie möglich. Je eher Sie eingreifen, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, eine Insolvenz zu verhindern.
Hilfe bei Zahlungsproblemen?
Unsere Rechtsexperten beraten Sie zu Zahlungsvereinbarungen und dem WHOA. Sehen Sie sich unser Team für Finanzrecht und unsere Rechtsberatung an oder vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch .