MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
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Die Zahlungserinnerung ist der erste Schritt im Inkassoverfahren. Für Verbraucher ist eine ordnungsgemäße Mahnung – das sogenannte 14-Tage-Schreiben – sogar gesetzlich vorgeschrieben, bevor Inkassokosten erhoben werden dürfen. Wenn Sie dies korrekt handhaben, sind Sie für die nächsten Schritte gut aufgestellt.
Warum eine Zahlungserinnerung?
Nicht jeder Kunde zahlt pünktlich; manchmal wird es einfach vergessen. Eine freundliche Zahlungserinnerung lenkt die Aufmerksamkeit des Kunden auf die offene Rechnung und löst viele Fälle, ohne die Geschäftsbeziehung zu belasten. Darüber hinaus ist sie der erste und notwendige Schritt, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Für Verbraucher gilt: Das Schreiben mit der 14-tägigen Frist ist obligatorisch
Wenn Sie einem Verbraucher Inkassokosten in Rechnung stellen möchten, müssen Sie ihm zunächst ein ordnungsgemäßes Mahnschreiben mit einer Zahlungsfrist von vierzehn Tagen und einem Hinweis auf die Inkassokosten (das sogenannte Vierzehn-Tage-Schreiben) zusenden. Versäumen Sie dies oder versenden Sie das Schreiben fehlerhaft, verlieren Sie Ihren Anspruch auf Erstattung der Inkassokosten. Die Frist und der Wortlaut des Schreibens müssen präzise sein.
Für Unternehmen ist das anders
Bei Geschäftskunden tritt der Zahlungsverzug nach Ablauf der Zahlungsfrist oft kraft Gesetzes ein, und Sie können Zinsen und Gebühren früher berechnen. Dennoch ist auch hier eine Mahnung ratsam: Sie wahrt eine gute Geschäftsbeziehung und zeigt, dass Sie die Angelegenheit im Griff haben.
Die nächsten Schritte
Bleibt die Mahnung erfolglos, folgt eine formelle Zahlungsaufforderung (Mahnung), dann Zinsen und Inkassokosten und letztendlich ein Inkasso- oder Gerichtsverfahren. Ein gut dokumentierter Prozess – beginnend mit einer ordnungsgemäßen Mahnung – erhöht Ihre Zahlungschancen.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Zahlungserinnerung obligatorisch?
Verbrauchern gegenüber müssen Sie eine ordnungsgemäße Mahnung mit einer Frist von vierzehn Tagen versenden, bevor Sie Inkassogebühren erheben dürfen. Für Unternehmen ist eine Mahnung zwar nicht zwingend erforderlich, aber empfehlenswert.
Was ist der Vierzehn-Tage-Brief?
Eine formelle Mahnung an den Verbraucher mit einer Zahlungsfrist von vierzehn Tagen und einem Hinweis auf die Inkassokosten. Ohne ein entsprechendes Schreiben erlischt Ihr Anspruch auf Erstattung dieser Kosten.
Was ist der nächste Schritt nach einer Erinnerung?
Ein formelles Mahnschreiben, gefolgt von Zinsen und Inkassokosten sowie gegebenenfalls Inkasso- oder Gerichtsverfahren.
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