Um zu unternehmen

Entscheiden Sie sich für die Klarheit einer vertraglichen Beschwerdepflicht

Die gesetzliche Rügepflicht verlangt, dass Sie einen Mangel „innerhalb einer angemessenen Frist“ rügen. Was dies genau bedeutet, ist jedoch oft unklar und führt häufig zu Streitigkeiten. Durch die Aufnahme einer klaren Frist (Ablaufdatum) in Ihren Vertrag oder Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen und...

Veröffentlicht am 28. Juni 2021 von MKBjuristen.nl
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Die gesetzliche Rügepflicht verlangt, dass Sie einen Mangel „innerhalb einer angemessenen Frist“ rügen. Was genau diese Frist ausmacht, ist jedoch oft unklar und führt häufig zu Streitigkeiten. Indem Sie in Ihrem Vertrag oder Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine klare Frist und ein klares Format für Rügen vereinbaren – beispielsweise, dass Rügen schriftlich und innerhalb einer bestimmten Anzahl von Tagen eingereicht werden müssen –, vermeiden Sie Unsicherheiten für beide Parteien.

Wer einen Vertrag eingeht, muss die Vertragsbedingungen einhalten. Kommt eine Partei dieser Verpflichtung nicht nach, kann die andere Partei Einspruch erheben. Bei Werkverträgen muss der Auftragnehmer fachgerechte Arbeit leisten; andernfalls kann der Auftraggeber Einspruch erheben und beispielsweise Nachbesserung verlangen. Beanstandet der Auftraggeber die Angelegenheit sofort, ist der Fehler klar und es gibt oft eine einfache Lösung. Treten Beanstandungen erst Monate später auf, entstehen unangenehme Streitigkeiten – die sich durch ein vertraglich vereinbartes Beschwerdeverfahren vermeiden lassen.

Die gesetzliche Beschwerdepflicht ist unklar

Es besteht eine gesetzliche Beschwerdepflicht: Sie müssen Beschwerde einlegen, wenn Sie der Ansicht sind, dass die andere Partei ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen ist. Dies muss zeitnah erfolgen – innerhalb einer angemessenen Frist nach Entdeckung des Mangels oder nachdem Sie ihn hätten entdecken können. Reichen Sie Ihre Beschwerde zu spät ein, erlöschen Ihre Rechte und Sie können keine Wiedergutmachung mehr verlangen.

Das Problem: Der Begriff „innerhalb einer angemessenen Frist“ ist weit gefasst, und die Rechtsprechung bietet wenig Orientierung. Dadurch räumt der Gesetzgeber dem Richter die Freiheit ein, alle Umstände zu berücksichtigen. Lange Fristen sind in der Baubranche nicht unüblich, da Untersuchungen durch unabhängige Sachverständige Zeit in Anspruch nehmen; wenn ein Mangel früher festgestellt wird, muss die Klage früher eingereicht werden.

Eine vertraglich festgelegte Beschwerdefrist schafft Klarheit

Da die gesetzliche Beschwerdepflicht wenig Rechtssicherheit bietet, können Sie im Vertrag oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen davon abweichen. Sie können eine klare Verjährungsfrist und die gesetzliche Beschwerdefrist verkürzen oder verlängern. Sie können auch festlegen, dass Beschwerden stets schriftlich einzureichen sind, wodurch Streitigkeiten über telefonische Meldungen vermieden werden.

Achten Sie auf eine gute Formulierung

Bei der Ausarbeitung Ihres Vertrags oder Ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollten Sie die Reklamationspflicht berücksichtigen. Wichtige Fragen: Wann beginnt die Frist zu laufen, und wann gilt eine Reklamation als erhoben – mit dem Versand oder mit dem Empfang? Gute Geschäftsbedingungen schaffen hier Klarheit.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange habe ich Zeit, einen Mangel zu reklamieren?

Rechtlich gesehen muss die Frist „in angemessener Zeit“ nach der Entdeckung des Falles eingehalten werden, wobei diese Frist jedoch nicht klar definiert ist und von den Umständen abhängt. Eine vertraglich festgelegte Frist schafft mehr Rechtssicherheit.

Darf ich die Beschwerdefrist in meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufnehmen?

Ja. Sie können eine klare Verjährungsfrist vereinbaren und die gesetzliche Frist begrenzen oder verlängern und beispielsweise vorschreiben, dass Beschwerden schriftlich eingereicht werden müssen.

Was passiert, wenn sich ein Kunde zu spät beschwert?

Wenn der Kunde nicht fristgerecht reklamiert, können seine Rechte verfallen und er kann keine Reparatur oder sonstige Abhilfe mehr geltend machen. Eine klare Frist macht dies im Voraus deutlich.

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Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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