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Die fünf schönsten juristischen Patzer von Unternehmen, die Sie auch kennen

Fünf aufsehenerregende juristische Fehltritte bekannter Unternehmen, jeder mit einer klaren Lehre: bol.com überwies nach einer E-Mail mit dem Hinweis auf Walfang über 750.000 Euro an Betrüger und musste Brabantia letztendlich doch noch bezahlen; bei Allekabels.nl wurden 3,6 Millionen persönliche Daten offengelegt; Albert Heijn wurde erlaubt….

Veröffentlicht am 23. Dezember 2021 von MKBjuristen.nl
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Fünf aufsehenerregende juristische Fehltritte bekannter Unternehmen, jeder mit einer klaren Lehre: bol.com musste nach einer E-Mail mit dem Hinweis auf Walfang über 750.000 Euro an Betrüger zahlen und letztendlich auch Brabantia entschädigen; bei Allekabels.nl wurden 3,6 Millionen persönliche Daten offengelegt; Albert Heijn durfte eine Kassiererin nicht wegen zweier Flaschen Cola entlassen; Heineken musste die Miete senken; und die amerikanische Kette Wendy’s verlor erneut gegen die Snackbar Wendy’s in Goes. Sie alle verdeutlichen, wie wichtig Sicherheit, angemessene Sanktionen und Markenschutz sind.

Auch 2021 war ereignisreich, und wie jedes Jahr begingen mehrere große, bekannte Unternehmen bedeutende rechtliche Fehler. Wir stellen fünf dieser Patzer vor.

Bol.com überweist 750.000 Euro nach Erhalt einer E-Mail über Walfang

Nach einer E-Mail in gebrochenem Niederländisch (mit eingestreuten englischen Fragmenten) passte bol.com wie gewünscht die Kontonummer des Lieferanten Brabantia an und überwies über 750.000 Euro an Betrüger. Nach einer Klage musste bol.com Brabantia schließlich doch noch bezahlen. Lesen Sie mehr darüber, wie bol.com Opfer von Whaling wurde.

Bei Allekabels.nl wurden 3,6 Millionen persönliche Datensätze geleakt

Der größte Datenverlust in der Geschichte der Niederlande ereignete sich beim Online-Shop Allekabels.nl : Die Daten von 3,6 Millionen Menschen, darunter über hunderttausend Bankkontonummern und zahlreiche Passwörter, wurden gestohlen. Der Reputationsschaden war enorm, und die niederländische Datenschutzbehörde (AP) leitete Ermittlungen ein. Der Fall zeigt, dass ein Datenleck rechtliche Konsequenzen und hohe Geldstrafen nach sich ziehen kann – ein guter Grund, die eigene Datensicherheit zu gewährleisten.

Kein Brand für die Kassiererin bei Albert Heijn mit zwei Flaschen Cola

Albert Heijn entließ eine Kassiererin, die zwei Flaschen Cola getrunken hatte, ohne zu bezahlen und damit gegen die Firmenrichtlinien verstoßen hatte. Grund dafür war die Null-Toleranz-Politik des Unternehmens. Die Angestellte hatte jedoch sechs Jahre lang ohne Probleme im Unternehmen gearbeitet und die Cola in der Kantine vor den Augen zweier Teamleiter getrunken. Laut Richter handelte sie zwar fahrlässig, aber nicht in Diebstahlsabsicht; eine Entlassung sei eine zu harte Strafe, eine Verwarnung habe genügt. Albert Heijn wurde zur Wiedereinstellung der Kassiererin und zur Zahlung des ausstehenden Gehalts für sechs Monate verurteilt.

Heineken muss die Miete senken

Der Inhaber des Café Dollars in Nijmegen reichte Klage gegen den Vermieter Heineken ein: Die Räumlichkeiten seien zu klein, um unter Einhaltung der 1,5-Meter-Abstandsregel geöffnet zu bleiben, weshalb er sie nicht wie im Mietvertrag vorgesehen nutzen könne. Der Richter folgte dieser Argumentation und ordnete eine Mietminderung für Heineken an.

Wendy's unterliegt in Goes einer Snackbar

Die amerikanische Fast-Food-Kette Wendy’s möchte in den europäischen Markt eintreten, gerät aber seit Jahren mit der Wendy’s-Filiale in Goes aneinander. Nach einer ersten Niederlage im Jahr 2017 unternahm die Kette einen neuen Versuch, doch das Berufungsgericht ’s-Hertogenbosch bestätigte das Urteil: Die niederländische Filiale verwendet die Marke rechtmäßig (an der Fassade, auf Verpackungen und Kassenbons), sodass die Marke nicht erlischt und die Kette sie nicht beanspruchen kann. Dies zeigt, wie wichtig ein rechtzeitiger Markenschutz ist – und dass auch kleine Unternehmen gegen multinationale Konzerne bestehen können.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Walfang?

Eine Form des CEO-/Rechnungsbetrugs, bei der Betrüger sich als Lieferant oder Führungskraft ausgeben und um eine Änderung der Kontonummer bitten. Bol.com fiel dieser Masche zum Opfer und musste den Lieferanten schließlich doch bezahlen.

Kann ein Arbeitgeber einen Angestellten wegen eines geringfügigen Verstoßes entlassen?

Nicht ohne weiteres. Die Sanktion muss verhältnismäßig sein. Im Cola-Fall befand der Richter eine Kündigung für eine langjährige Beschäftigung ohne Diebstahlsabsicht als zu hart; eine Verwarnung genügte.

Warum konnte eine Snackbar die Fast-Food-Kette Wendy's schlagen?

Da die Snackbar die Marke regulär nutzt, kann der Markenschutz nicht verloren gehen. Ein zeitnaher und konsequenter Markenschutz war ausschlaggebend.

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Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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