MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Die Speicherung personenbezogener Daten in der Cloud ist zulässig, doch als Organisation bleiben Sie für deren sichere Speicherung verantwortlich – auch wenn Sie diese an einen Cloud-Dienst auslagern. Das bedeutet: Bewerten Sie die Datenschutzrisiken im Vorfeld, prüfen Sie Ihren Cloud-Anbieter und den Vertrag kritisch und achten Sie besonders auf die Speicherung außerhalb der EU. Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie bei der Nutzung von Cloud-Diensten achten sollten.
Vorteile und Risiken des Cloud-Computing
Cloud Computing bietet viele Vorteile, weshalb viele Unternehmen Daten in der Cloud speichern – darunter mitunter hochsensible personenbezogene Daten, beispielsweise Gesundheitsdaten von Gesundheitsdienstleistern. Die Einwilligung der Betroffenen ist hierfür nicht zwingend erforderlich, doch die Risiken müssen beachtet werden. Datenlecks können weitreichende Folgen haben.
Seien Sie kritisch gegenüber dem Cloud-Service-Anbieter
Genau wie staatliche Institutionen müssen auch Organisationen die Datenschutzrisiken gründlich prüfen, bevor sie einen Cloud-Dienst nutzen. Beachten Sie Folgendes:
- welche Sicherheitsmaßnahmen der Cloud-Anbieter ergreift;
- wie der Anbieter mit Datenschutzverletzungen umgeht;
- ob das Sicherheitsniveau für die Daten, die Sie in der Cloud speichern möchten, ausreichend ist.
Hinterfragen Sie den gewählten Anbieter sowie die technischen und organisatorischen Maßnahmen kritisch. Dokumentieren Sie die Vereinbarungen in einer Datenverarbeitungsvereinbarung.
Vorsicht bei Standardverträgen
Viele Cloud-Dienste nutzen Standardverträge, die jedoch nicht immer ausreichenden Schutz bieten. Beispielsweise fehlen mitunter Regelungen zum Zugriff auf Ihre personenbezogenen Daten im Falle einer Insolvenz des Anbieters oder einer Beendigung der Partnerschaft. Sind Sie sich bezüglich der Bedingungen eines (Standard-)Vertrags unsicher? Dann lassen Sie einen ContractCheck™ durchführen: Wir prüfen den Vertrag anhand geltender Gesetze und identifizieren die Risiken.
Strenge Regeln für Cloud-Speicher außerhalb der EU
Werden personenbezogene Daten bei einem Cloud-Dienstleister außerhalb der EU gespeichert, gelten zusätzliche Anforderungen. Dies ist nicht automatisch verboten, jedoch muss dasselbe Schutzniveau wie innerhalb der EU gewährleistet sein. Sie müssen selbst prüfen, ob dies der Fall ist – und häufig ist es das nicht. Zu den spezifischen Risiken gehören:
- Regierungen, die in einigen Ländern legalen Zugriff auf Server erhalten und diese überwachen können;
- ein geringeres Niveau an Sicherheit oder Rechtsschutz als in der EU.
TODO_VERIFY: Die Regeln für die Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb der EU (wie Angemessenheitsbeschlüsse und Standardvertragsklauseln) ändern sich regelmäßig – prüfen Sie die aktuelle Situation, bevor Sie Daten außerhalb der EU speichern.
Ihre Verantwortung: technische und organisatorische Maßnahmen
Unabhängig davon, ob Sie Daten lokal oder in der Cloud speichern, innerhalb oder außerhalb der EU, müssen Sie stets geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Diese Verantwortung liegt in erster Linie bei Ihnen als Verantwortlichem, nicht beim Cloud-Anbieter.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich persönliche Daten in der Cloud speichern?
Ja, vorausgesetzt, Sie treffen angemessene Sicherheitsmaßnahmen, dokumentieren die Vereinbarungen (zum Beispiel in einer Datenverarbeitungsvereinbarung) und gewährleisten ein gleichwertiges Schutzniveau bei der Speicherung außerhalb der EU.
Benötige ich die Einwilligung der betroffenen Personen für die Cloud-Speicherung?
Nicht unbedingt. Für die reine Speicherung in der Cloud ist die Einwilligung in der Regel keine Rechtsgrundlage, aber Sie müssen die anderen Anforderungen der DSGVO (wie Sicherheit und eine gültige Rechtsgrundlage) erfüllen.
Ist ein Standard-Cloud-Servicevertrag ausreichend?
Nicht immer. Standardverträge enthalten mitunter wichtige Lücken, beispielsweise hinsichtlich des Zugriffs auf Ihre Daten im Falle einer Insolvenz oder Kündigung. Lassen Sie den Vertrag prüfen.
Wer trägt die Verantwortung im Falle einer Datenschutzverletzung in der Cloud?
Als Datenverantwortlicher bleiben Sie auch bei Auslagerung der Datenspeicherung für den Datenschutz verantwortlich. Gute Vereinbarungen mit dem Anbieter sind daher unerlässlich.
Haben Sie Fragen zum Thema Datenschutz und Cloud-Dienste?
Die sichere und rechtmäßige Nutzung von Cloud-Diensten erfordert entsprechende Verträge und angemessene Sicherheitsvorkehrungen. Wir analysieren Ihre Datenschutzrisiken, prüfen Ihre Cloud-Verträge und erstellen die notwendigen Dokumente.
Informieren Sie sich über unsere Expertise im Bereich Datenschutz und Datensicherheit oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.