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Ein befristeter Arbeitsvertrag endet automatisch, ein unbefristeter hingegen nicht. Zwischen ihnen bestehen wichtige rechtliche Unterschiede hinsichtlich der Probezeit, der Kettenregel, der Kündigungspflicht und der Art und Weise der Vertragsbeendigung.
Der Kernunterschied
Ein befristeter Vertrag endet zu einem festgelegten oder bestimmbaren Datum. Ein unbefristeter Vertrag bleibt so lange gültig, bis er rechtmäßig beendet wird, beispielsweise durch eine Abfindungsvereinbarung oder mit Genehmigung der UWV oder des zuständigen Amtsgerichts. Dieser Unterschied bestimmt maßgeblich Ihre Flexibilität und Ihre Pflichten.
Probezeit
In beiden Vertragsformen kann eine Probezeit vereinbart werden, die Regeln unterscheiden sich jedoch. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von sechs Monaten oder weniger ist keine Probezeit zulässig. Bei längerfristigen befristeten Verträgen und unbefristeten Verträgen gelten Höchstlaufzeiten, und die Probezeit muss schriftlich festgehalten und für beide Parteien gleich sein.
Kettenregulierung und Meldepflicht
Für befristete Verträge gilt die Kettenregel: Nach mehreren aufeinanderfolgenden befristeten Verträgen innerhalb eines bestimmten Zeitraums entsteht ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Darüber hinaus müssen Sie bei einem Vertrag von sechs Monaten oder länger rechtzeitig mitteilen, ob Sie ihn verlängern möchten; andernfalls besteht Anspruch auf Entschädigung. Diese Regeln gelten nicht für unbefristete Verträge.
Kündigungs- und Übergangszahlung
Die Beendigung eines unbefristeten Arbeitsvertrags erfordert ein ordnungsgemäßes Verfahren und häufig eine Abfindung. Ein befristeter Arbeitsvertrag endet automatisch, jedoch kann auch hier eine Abfindung fällig werden. Wägen Sie die Flexibilität eines befristeten Arbeitsvertrags gegen die Sicherheit ab, die ein unbefristeter Arbeitsvertrag Ihrem Mitarbeiter bietet.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich immer einer Probezeit zustimmen?
Nein. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von sechs Monaten oder weniger ist keine Probezeit zulässig. Ansonsten gelten die Höchstbedingungen, und die Probezeit muss schriftlich und gleich lang sein.
Wann wird ein befristeter Vertrag unbefristet?
Nach der Kettenregel gilt: Nach einer Reihe aufeinanderfolgender befristeter Verträge innerhalb eines bestimmten Zeitraums entsteht ein Vertrag auf unbestimmte Zeit.
Muss ich einen befristeten Vertrag kündigen?
Bei einem Vertrag mit einer Laufzeit von sechs Monaten oder länger gilt: Ja, Sie müssen rechtzeitig Bescheid geben, ob Sie verlängern möchten, andernfalls wird eine Kündigungsgebühr fällig.
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