Arbeitsfragen

Besondere Regeln für die Ausarbeitung eines Mindest-Höchst-Arbeitsvertrags

Ein Vertrag mit Mindest- und Höchstarbeitszeit bietet Ihnen Flexibilität, aber die Regeln sind streng: Der Arbeitnehmer hat garantierte Arbeitsstunden sowie die Rufbereitschaftsrechte nach dem Gesetz über einen ausgewogenen Arbeitsmarkt (WAB), wie beispielsweise eine Rufbereitschaftsfrist von vier Tagen und nach einem Jahr eine...

Veröffentlicht am 5. Februar 2020 von MKBjuristen.nl
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Ein Vertrag mit Mindest- und Höchstarbeitszeit bietet Ihnen Flexibilität, aber die Regeln sind streng: Der Arbeitnehmer hat garantierte Arbeitsstunden sowie die Rufbereitschaftsrechte nach dem Gesetz über einen ausgewogenen Arbeitsmarkt (Balanced Labour Market Act, WAB), wie zum Beispiel eine viertägige Kündigungsfrist und nach einem Jahr das Angebot einer Festarbeitszeit.

Was ist ein Minimum-Maximum-Vertrag?

Ein Min-Max-Vertrag ist ein flexibler Arbeitsvertrag mit einer garantierten Mindeststundenzahl und einer maximalen Stundenzahl, für die Sie den Mitarbeiter einsetzen können. Dadurch wird sichergestellt, dass der Mitarbeiter mindestens eine bestimmte Stundenzahl arbeitet, während Sie die Stundenzahl bei Bedarf erhöhen können.

Die WAB-Regeln für Bereitschaftsarbeiter

Ein Vertrag mit Mindest- und Höchstarbeitszeit ist eine Rufbereitschaftsvereinbarung und unterliegt den WAB-Regeln. Wichtig sind die Kündigungsfrist von mindestens vier Tagen (bei einer Kündigungsfrist von weniger als vier Tagen besteht keine Verpflichtung zur Dienstantrittspflicht) und der Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Stornierung eines Rufbereitschaftseinsatzes innerhalb von vier Tagen. (Die genauen Fristen können je nach Tarifvertrag variieren; bitte prüfen Sie Ihren Tarifvertrag.)

Nach zwölf Monaten: Angebot für feste Stunden

Hat der Mitarbeiter zwölf Monate lang auf Abruf gearbeitet, müssen Sie ihm eine feste Stundenzahl anbieten, die sich am Durchschnitt des letzten Jahres orientiert. Andernfalls kann der Mitarbeiter weiterhin Lohnansprüche auf Basis dieses Durchschnitts geltend machen.

Hinweis an die Redaktion

Die Freiheit des Min-Max-Vertrags liegt in seiner Anwendung, nicht im Text: Die Vereinbarung muss die garantierten Arbeitsstunden, die Rufbereitschaftsregeln und die Bestimmungen des Tarifvertrags korrekt wiedergeben. Ein fehlerhafter Vertrag führt zu Lohnforderungen und Bußgeldern.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Stunden muss ich garantieren?

Sie legen dieses Minimum selbst fest, aber der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Lohn für diese garantierten Stunden, auch wenn weniger Arbeit anfällt.

Muss ich nach einem Jahr feste Arbeitszeiten anbieten?

Ja. Nach zwölf Monaten Rufbereitschaft müssen Sie ein Angebot für eine feste Stundenzahl auf Basis des Jahresdurchschnitts abgeben.

Was passiert, wenn ich zu spät anrufe oder absage?

Wird der Arbeitnehmer weniger als vier Tage im Voraus einberufen, ist er nicht verpflichtet zu erscheinen; wird die Einberufung innerhalb von vier Tagen abgesagt, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Lohn.

Ein sinnvoller Minimal-Maximal-Vertrag?

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Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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