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Ein kranker Arbeitnehmer hat Anspruch auf Lohnfortzahlung (Artikel 7:629 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches). Dieser Anspruch erlischt nur, wenn er die Krankheit vorsätzlich herbeigeführt hat – doch hierfür sind einige Voraussetzungen erforderlich. Die Absicht muss auf die Krankheit selbst gerichtet sein, nicht bloß auf eine riskante Handlung. Daher führt Vorsatz nur selten zum Verlust der Lohnfortzahlungspflicht.
Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
Ist ein Arbeitnehmer krank, muss grundsätzlich weiterhin sein Lohn gezahlt werden (Artikel 7:629 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches). Dieses Recht ist streng geschützt. Eine Ausnahme besteht jedoch: Hat der Arbeitnehmer seine Krankheit vorsätzlich herbeigeführt, erlischt der Anspruch auf Lohnzahlung. Diese Ausnahme wird allerdings streng ausgelegt.
Der Fokus muss auf der Krankheit liegen
Die Rechtsprechung zeigt, dass es nicht ausreicht, dass der Arbeitnehmer vorsätzlich eine riskante Handlung begangen hat. Die Absicht muss darauf gerichtet sein, selbst zu erkranken. Beispielsweise handelte jemand, der eine gefährliche Sportart ausübt und sich dabei verletzt, zwar bewusst, hatte aber nicht die Absicht, zu erkranken. In diesem Fall bleibt der Anspruch auf Lohnfortzahlung bestehen.
Daher hat ein Einwand der Absicht nur selten Erfolg
Da der Arbeitnehmer die Krankheit absichtlich herbeigeführt haben muss – was äußerst selten vorkommt und schwer nachzuweisen ist –, ist ein Einspruch gegen diese Ausnahme praktisch aussichtslos. Daher können Sie die Lohnzahlungen nicht einfach einstellen, nur weil die Krankheit scheinbar auf das eigene Verhalten des Arbeitnehmers zurückzuführen ist.
Was können Sie tun?
Wenn ein erkrankter Mitarbeiter die Wiedereingliederung verweigert, können Sie Maßnahmen ergreifen, wie z. B. die Aussetzung oder Beendigung der Lohnzahlung gemäß den geltenden Bestimmungen. Dies ist unabhängig von der Ausnahme bei vorsätzlicher Handlung. Prüfen Sie sorgfältig, welche Gründe zutreffen, und erstellen Sie eine stichhaltige Fallakte.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich die Lohnzahlung einstellen, wenn der Arbeitnehmer selbst für seine Krankheit verantwortlich ist?
Fast nie. Der Fokus muss auf der Erkrankung selbst liegen, nicht nur auf einer riskanten Handlung. Das kommt praktisch nie vor.
Gilt dies auch für gefährliche Hobbys oder Sportarten?
Ja. Ein bewusstes Risiko einzugehen ist nicht dasselbe wie absichtlich krank zu werden. Der Anspruch auf Lohnfortzahlung bleibt bestehen.
Wann darf ich eine Lohnmaßnahme ergreifen?
Dies gilt auch dann, wenn der Mitarbeiter die Wiedereingliederung verweigert. Das ist ein anderer Grund als die Absicht.
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