MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
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Eine Freistellungsklausel in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann sinnvoll sein: Sie stellt sicher, dass der Vertragspartner Sie vor Ansprüchen Dritter schützt. Im Gegensatz zu einer Haftungsfreistellungsklausel, die Ihre Haftung gegenüber dem Vertragspartner begrenzt, verlagert eine Freistellungsklausel das Risiko externer Ansprüche.
Entlastung versus Entschädigung
Eine Haftungsfreistellungsklausel beschränkt oder schließt Ihre Haftung gegenüber Ihrem Vertragspartner aus. Eine Freistellungsklausel betrifft Dritte: Die Gegenpartei verpflichtet sich, Sie zu entschädigen, falls ein Dritter Sie für etwas haftbar macht, das in ihren Verantwortungsbereich fällt. Zusammen decken sie verschiedene Risiken ab.
Was bewirkt eine Freistellungsklausel?
Angenommen, Sie liefern gemäß den Anweisungen Ihres Kunden und ein Dritter macht Sie anschließend haftbar, weil diese Anweisungen seine Rechte verletzen. Mit einer Freistellungsklausel können Sie diese Schäden und Kosten von Ihrem Kunden zurückfordern. Die Klausel verlagert das Risiko auf die Partei, die den Schaden verursacht hat oder ihn am besten kontrollieren kann.
Wann ist es ratsam?
Eine Haftungsfreistellung ist besonders nützlich, wenn Sie mit Vorgaben, Materialien oder Anweisungen Ihres Kunden arbeiten oder wenn Ihre Arbeit in die Hände Dritter gelangt. Denken Sie beispielsweise an Sonderanfertigungen, Weiterverkauf oder die Verwendung von vom Kunden bereitgestellten Inhalten. Sie schützt Sie vor Ansprüchen, auf die Sie nur geringen Einfluss hatten.
Beachten Sie die Grenzen
Wie eine Haftungsfreistellungsklausel hat auch eine Freistellungsklausel ihre Grenzen: Sie darf Verbraucher nicht unangemessen belasten, und eine Freistellung für eigenes Vorsatz oder bewusste Fahrlässigkeit ist nicht wirksam. Die Klausel sollte sorgfältig und ausgewogen formuliert sein, damit sie Bestand hat.
Häufig gestellte Fragen
Worin besteht der Unterschied zwischen Entlastung und Entschädigung?
Eine Haftungsbefreiung beschränkt Ihre Haftung gegenüber der Gegenpartei; eine Entschädigungszusage schützt Sie vor Ansprüchen Dritter über diese Gegenpartei.
Wann benötige ich eine Freistellungsklausel?
Insbesondere wenn Sie mit Input oder Anweisungen Ihres Auftraggebers arbeiten oder wenn Ihre Arbeit in die Hände Dritter gelangt, wodurch das Risiko externer Ansprüche besteht.
Gilt eine Entschädigung immer?
Nicht unbegrenzt: Es darf weder für die Verbraucher unzumutbar belastend sein, noch darf es auf Ihre eigene Absicht oder bewusste Fahrlässigkeit zurückzuführen sein.
Lassen Sie eine Entschädigungsklausel aufsetzen?
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