MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
- Kundenspezifische Verträge, Geschäftsbedingungen und Rechtsdokumente
- Budgetfreundlich und transparent hinsichtlich der Kosten im Voraus
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Buchhalter und Steuerberater sind Experten für Zahlen, nicht für Recht. Dennoch erstellen sie regelmäßig Verträge, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder DSGVO-Klauseln für Unternehmer. Bei einfachen Angelegenheiten wie Zahlungsbedingungen funktioniert das oft gut, aber bei individuellen Fällen – etwa im Haftungs-, Arbeits- oder Verbraucherrecht – besteht die Gefahr, dass die Dokumente kaum oder gar keinen Schutz bieten. Lassen Sie Ihre Rechtsdokumente daher von einem Rechtsexperten und nicht von Ihrem Steuerberater erstellen oder prüfen.
Warum liefert ein Buchhalter fehlerhafte Verträge aus?
Für viele Unternehmer ist der Steuerberater oder Buchhalter der erste Ansprechpartner. Daher ist es naheliegend, dass er gebeten wird, schnell einen Vertrag, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder eine Datenverarbeitungsvereinbarung aufzusetzen. Das Problem liegt nicht in mangelnder Bereitschaft, sondern in der Spezialisierung: Die Erstellung eines ordnungsgemäßen Jahresabschlusses erfordert anderes Wissen als das Verfassen eines rechtssicheren Vertrags.
In der Praxis verwenden Buchhalter und Steuerberater häufig ein Musterdokument aus einer Online-Datenbank oder einer früheren Datei, das sie geringfügig anpassen. Genau hier liegt das erste Risiko: Ein allgemeines Muster entspricht selten den spezifischen Geschäftsprozessen, der Branche und den Risiken Ihres Unternehmens.
Verträge und Geschäftsbedingungen werden individuell angefertigt
Gute Allgemeine Geschäftsbedingungen müssen optimal auf Ihre praktischen Geschäftsprozesse abgestimmt sein. Nicht nur, weil sie dadurch leichter anzuwenden sind, sondern vor allem, weil sie Ihnen den bestmöglichen Rechtsschutz bieten. Ein Standardmodell leistet dies selten.
Nehmen wir eine Klausel zu höherer Gewalt. Eine Standardklausel regelt oft nur eine vorübergehende Aussetzung von Verpflichtungen, nicht aber die langfristigen Folgen. Angenommen, ein Lieferant kann aufgrund eines internationalen Boykotts ein bestimmtes Produkt nicht mehr liefern. Muss er es zwei Jahre später liefern, wenn der Boykott aufgehoben ist? Und was, wenn der Kaufpreis in der Zwischenzeit stark gestiegen ist? Eine einfache Musterklausel kann somit genau die Situationen herbeiführen, vor denen sie eigentlich schützen soll.
Gleiches gilt für Haftungsbeschränkungen, Eigentumsvorbehalt, Kündigungsfristen und Bestimmungen zum Verbraucherrecht. Geringfügige Unterschiede im Wortlaut haben hier erhebliche Auswirkungen.
Bei welchen Dokumenten treten am häufigsten Fehler auf?
- Allgemeine Geschäftsbedingungen , die nicht mit der Arbeitsweise übereinstimmen oder nicht ordnungsgemäß als anwendbar erklärt werden.
- Arbeitsverträge mit veralteten oder ungültigen Bestimmungen, beispielsweise in Bezug auf Probezeiten, Wettbewerbsverbote oder die Kettenregel.
- Haftungsklauseln, die zu weit gefasst oder im Gegenteil nichtig sind.
- DSGVO und Auftragsverarbeitungsverträge , die nicht mit der tatsächlichen Verarbeitung personenbezogener Daten übereinstimmen.
Ein Buchhalter ist kein Anwalt
Ein Steueranwalt kann oft auch Buchhaltungsberatung anbieten, dies trifft jedoch nicht auf die meisten Juristen zu – und umgekehrt sind längst nicht alle Buchhalter und Steuerberater Rechtsspezialisten. Schon gar nicht in Nischenbereichen wie Arbeitsrecht oder Haftungsrecht. Hinzu kommt, dass sich das Recht ständig weiterentwickelt: Aufgrund neuer Gesetze und sich ändernder Rechtsprechung kann ein Dokument, das vor einigen Jahren noch korrekt war, heute schon überholt sein.
Ein treffender Vergleich: Sie würden einen Buchhalter nicht bitten, Ihre Website DSGVO-konform zu gestalten. Warum sollten Sie also Ihre wichtigsten Verträge von einem Buchhalter aufsetzen lassen? Zweifellos kann ein Buchhalter Ihre Zahlungsbedingungen festlegen. Sobald es jedoch um Haftungsbeschränkungen, verbraucherrechtliche Bestimmungen oder spezifische Angelegenheiten wie Sicherungsrechte geht, ist ein Rechtsexperte erforderlich.
Wer haftet, wenn der Vertrag mangelhaft ist?
Viele Unternehmer gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Fehler in einem Vertrag automatisch in die Verantwortung des Beraters fällt. Das ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall. Ob ein Buchhalter oder Steuerberater für ein fehlerhaftes Rechtsdokument haftbar gemacht werden kann, hängt von den getroffenen Vereinbarungen, der Sorgfaltspflicht und den Umständen des Einzelfalls ab. Darüber hinaus ist es nicht selbstverständlich, dass die Berufshaftpflichtversicherung eines Steuerberaters auch Rechtsberatungsleistungen abdeckt.
Anders ausgedrückt: In der Praxis tragen Unternehmer oft die Hauptlast der Schäden, die durch einen fehlerhaften Vertrag entstehen, obwohl sie sich gut abgesichert wähnten. Eine kurze rechtliche Prüfung im Vorfeld ist fast immer günstiger als ein anschließender Streit.
Wählen Sie sichere, maßgeschneiderte Verträge
Wir appellieren seit Langem an Buchhalter und Steuerberater, keine unvollständigen oder veralteten Verträge oder Dokumente auszuhändigen. Sobald deutlich wird, dass die Situation des Unternehmers eine individuelle Lösung erfordert, sollten wir ihn an einen Rechtsspezialisten verweisen.
Nutzen Sie Standard-Arbeitsverträge oder allgemeine Geschäftsbedingungen, die Sie früher von Ihrem Buchhalter oder Steuerberater erhalten haben? Falls ja, lassen Sie diese mindestens einmal überprüfen. Oft können wir noch rechtzeitig Anpassungen vornehmen; manchmal müssen wir aber auch erst dann Korrekturmaßnahmen ergreifen, wenn bereits ein Streitfall entstanden ist. Eine Vorabprüfung beugt dem vor.
Häufig gestellte Fragen
Dürfen Buchhalter oder Steuerberater Rechtsverträge entwerfen?
Es gibt kein gesetzliches Verbot: Prinzipiell kann jeder einen Vertrag aufsetzen. Die Frage ist, ob es ratsam ist. Bei Standarddokumenten mag das funktionieren, doch bei individuellen Verträgen – etwa im Haftungs-, Arbeits- oder Verbraucherrecht – fehlt es oft an der nötigen juristischen Expertise, um Sie angemessen zu schützen.
Ist ein Vertragsmuster aus dem Internet sicher genug?
Ein Mustervertrag ist ein Ausgangspunkt, kein fertiges Produkt. Er berücksichtigt weder Ihre spezifischen Geschäftsprozesse, Ihre Branche noch Ihre Risiken und kann veraltete oder gar ungültige Bestimmungen enthalten. Lassen Sie einen Mustervertrag daher immer prüfen, bevor Sie ihn verwenden.
Kann ich meinen Buchhalter für einen fehlerhaften Vertrag haftbar machen?
Manchmal ja, aber das ist nicht automatisch. Es hängt von den Vereinbarungen, der Sorgfaltspflicht und davon ab, ob der Schaden nachweislich auf den Fehler zurückzuführen ist. Darüber hinaus deckt die Berufshaftpflichtversicherung eines Steuerberaters keinesfalls auch Rechtsberatung ab. Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie von einem Versicherungsschutz ausgehen.
Was soll ich mit Verträgen tun, die ich bereits verwende?
Lassen Sie sie prüfen. Insbesondere Arbeitsverträge und Allgemeine Geschäftsbedingungen veralten aufgrund neuer Gesetze und Rechtsprechung schnell. Eine Überprüfung deckt Schwachstellen auf, bevor es zu einem Streitfall kommt.
Lassen Sie Ihre Verträge prüfen oder erstellen
Sind Sie unsicher, ob Ihre Verträge, Arbeitsvereinbarungen oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen Sie wirklich schützen? Unsere Rechtsexperten prüfen diese gerne und erstellen bei Bedarf maßgeschneiderte Dokumente. Wir beraten Sie auch gerne zu arbeitsrechtlichen Fragen oder bei laufenden Streitigkeiten.
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch oder informieren Sie sich über unsere Rechtsberatung für Unternehmer.
Denian Wielhouwer, CEO MKB Juristen