Blog

Wie schreibt man eine Rechnung? Dies sind die wichtigsten Punkte

Rechnungserstellung: Rechtliche Anforderungen, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Rechnungsnummer und Zahlungsbedingungen. Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für KMU.

Veröffentlicht am 11. Juli 2026 von MKBjuristen.nl
Fordern Sie ein kostenloses Angebot an. Rufen Sie 085 25000 44 an.

MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente

Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.

  • Kundenspezifische Verträge, Geschäftsbedingungen und Rechtsdokumente
  • Budgetfreundlich und transparent hinsichtlich der Kosten im Voraus
  • Fordern Sie eine kostenlose Beratung oder ein unverbindliches Angebot an
Kostenlose Beratung Jetzt kostenloses Angebot anfordern

Eine korrekte Rechnung ist gesetzlich vorgeschrieben und finanziell unerlässlich – ohne sie kann der Kunde keine Mehrwertsteuer abziehen, erhält möglicherweise keine Zahlung und riskiert Bußgelder vom Finanzamt. Anforderungen gemäß Art. 35a UStG: Name und Anschrift beider Parteien, Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, Rechnungsnummer, Datum, Lieferdatum, Betrag und Mehrwertsteuer. Für KMU: Standardvorlage in der Buchhaltungssoftware. Im Folgenden finden Sie obligatorische Angaben, sinnvolle Ergänzungen und mögliche Fallstricke.

Die kurze Antwort

  • Gesetzliche Anforderungen: Art. 35a Umsatzsteuergesetz — Name und Anschrift, Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, Nummer, Datum, Lieferung, Betrag.
  • Sequenznummer: fortlaufend, ohne Lücken.
  • Zahlungsfrist: in der Regel 14-30 Tage.
  • Buchhaltungssoftware: Moneybird, Yuki und Exact bieten konforme Vorlagen an.
  • Aufbewahrungsfrist:7 Jahre (10 Jahre für Immobilien).

Obligatorische Komponenten

Gut strukturierte Rechnung
  1. Name und Anschrift: sowohl Absender als auch Empfänger.
  2. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: beide Parteien (Format NL000000000B01).
  3. Handelskammernummer: des Emittenten.
  4. Rechnungsnummer: fortlaufend, eindeutig.
  5. Rechnungsdatum: Ausstellungsdatum.
  6. Lieferdatum: falls abweichend vom Rechnungsdatum.
  7. Beschreibung: Was geliefert wurde (Produkt/Dienstleistung).
  8. Menge und Einzelpreis: für Waren.
  9. Betrag exkl. MwSt.
  10. Mehrwertsteuersatz und -betrag: Bitte geben Sie den jeweiligen Satz an (21 %, 9 %, 0 %).
  11. Gesamtbetrag inkl. MwSt.

Weitere Informationen

Checkliste für Rechnungen für KMU

Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber klug:

  • Zahlungsbedingung: z. B. „innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum“.
  • Bankverbindung: IBAN und BIC.
  • Zahlungsreferenz: Rechnungsnummer als Beschreibung.
  • Hinweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen: „Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen, hinterlegt bei…“, gelten für diese Rechnung.
  • Rabattregelung:z. B. „2 % Rabatt bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen“.
  • Strafe bei Nichtzahlung: Verzugszinsen bei Überschreitung der Zahlungsfrist.

Spezielle Fälle

Mehrwertsteuerbefreit oder 0 %

Vermerk auf der Rechnung:

  • „Mehrwertsteuerbefreiung gemäß Art. X UStG“ (z. B. Bildung, Gesundheitswesen).
  • „Innergemeinschaftliche Lieferung – MwSt. 0%“ (EU-Export).
  • „Umsatzsteuerumkehr“ (Subunternehmer im Baugewerbe, Umsatzsteuer-Umkehrsteuerverfahren).

Angelsächsische Faktorisierung

Für Factoring: Nennung des Factoring-Namens auf der Rechnung (offenes Factoring):

Die Zahlung kann nur an [Factor Name], IBAN … erfolgen.“

Per Vorauszahlung

Bei Vorauszahlungsrechnung: Geben Sie „Vorauszahlung für [Beschreibung]“ an und verrechnen Sie diese mit der geleisteten Vorauszahlung auf der Schlussrechnung.

Seriennummern

Sequenziell, lückenlos. Praktische Systeme:

  • 2024-001, 2024-002 (jährlich zurückgesetzt).
  • 10000, 10001 (und so weiter über die Jahre).
  • F-2024-001 (mit Präfix pro Monatsgruppe).

Keine Lücken – bei Gutschriften: separate Nummernreihen oder fortlaufende Nummerierung.

Häufige Fehler

  • Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist falsch oder fehlt.
  • Keine Angabe zur Mehrwertsteuer pro Steuersatz.
  • Das Lieferdatum fehlt, wenn das Rechnungsdatum abweicht.
  • Die Beträge wurden falsch addiert.
  • Lücken in den Rechnungsnummern.
  • Keine IBAN oder Zahlungsbedingungen.
  • Unklare Leistungsbeschreibung.

Digitale Rechnungsstellung

PDF-Rechnungen per E-Mail sind üblich. Ab 2026 (voraussichtlich): UBL-Format ist für B2G-Kunden in der EU verpflichtend. Buchhaltungssoftware generiert den UBL-Export.

Elektronische Archivierung: Aufbewahrung für 7 Jahre in durchsuchbarem Format. Dies erfolgt automatisch durch die Buchhaltungssoftware.

Ehrliche Empfehlung

Buchhalter prüft Rechnung

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Nutzen Sie Buchhaltungssoftware (Moneybird, Yuki, Exact, Twinfield) – automatisch konforme Vorlagen sind ausreichend. Für Freiberufler: Die Standardvorlage der Handelskammer genügt. Zusätzlich klare Zahlungsbedingungen (14–30 Tage) und Bankverbindung. Bei internationalen Transaktionen: Mehrwertsteuer gemäß der 0%-Regelung angeben und auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verweisen. Regelmäßige Überprüfung der Rechnungsnummerierung und Abstimmung der Umsatzsteuererklärung.

Weitere Themen: Umsatzsteuererklärung, Zahlungserinnerung und Beauftragung eines Inkassobüros.

Häufig gestellte Fragen

Was muss auf der Rechnung stehen?

Name und Anschrift beider Parteien, Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, Handelsregisternummer des Anbieters, Rechnungsnummer, Rechnungs- und ggf. Lieferdatum, Leistungsbeschreibung, Betrag ohne MwSt., MwSt.-Satz und -Betrag, Gesamtbetrag inklusive MwSt. Gesetzlich vorgeschrieben (Art. 35a UStG).

Wie lauten die Zahlungsbedingungen?

Üblicherweise 14–30 Tage. Es gibt keine gesetzliche Mindestfrist, aber sofern nichts anderes angegeben ist, gilt eine angemessene Frist. Im B2B-Bereich: Standardmäßig 30 Tage; für Verbraucher 14 Tage. Eine kürzere Frist ist zulässig – je kürzer die Frist, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer pünktlichen Zahlung.

Sequenznummern – wie funktioniert das?

Sequenziell und lückenlos. System: 2024-001 (jährlich), 10000+ (fortlaufend) oder F-2024-001 (monatlich). Keine Lücken – für Gutschriften: separate Serien oder fortlaufende Nummerierung. Die Buchhaltungssoftware verarbeitet dies automatisch.

Mehrwertsteuerbefreiung?

Für umsatzsteuerbefreite Lieferungen: „Umsatzsteuerbefreit gemäß Art. X UStG“. Für EU-Exporte: „Innergemeinschaftliche Lieferung – 0 % MwSt.“ Für das Reverse-Charge-Verfahren: „Umsatzsteuer rückgängig gemacht“. Klar für Kunde und Finanzamt.

Allgemeine Geschäftsbedingungen erwähnen?

Empfohlen: „Für diese Rechnung gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie sind hinterlegt bei … und können hier eingesehen werden.“ Dadurch werden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen formell Bestandteil der Vereinbarung.

Aufbewahrungspflicht?

Standardrechnungen sollten 7 Jahre, Immobilienrechnungen 10 Jahre aufbewahrt werden. Für die elektronische Archivierung sind ein durchsuchbares Format und eine Datensicherung erforderlich. Buchhaltungssoftware erledigt dies automatisch – speichern Sie die Unterlagen nicht selbst in einem separaten Ordner.

Welches Paket soll ich verwenden?

Für KMU: Moneybird (einfach), Yuki (Buchhaltungsintegration), Exact (umfassend), Twinfield (Cloud-Verwaltung). Für kleine Freiberufler: Die Vorlage der Handelskammer genügt. Pak mit automatischer Umsatzsteuermeldung spart Zeit.

Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

Rechtliche Frage zu diesem Artikel?

Ein Blog bietet zwar Erklärungen, doch Ihre Situation erfordert oft eine konkrete rechtliche Entscheidung. MKB Juristen unterstützt Unternehmer bei Verträgen, Allgemeinen Geschäftsbedingungen, DSGVO-Dokumenten, Arbeitsverträgen, Streitigkeiten und maßgeschneiderten Rechtslösungen.

Erstellung, Überprüfung und Änderung von Verträgen
Rechtliche Unterstützung Hilfe bei Konflikten und Streitigkeiten.
Fachliche Expertise : Spezialisierte Rechtsexperten und Anwälte.
Festpreise. Kostentransparenz im Voraus.

Neueste Artikel

25. Juli 2026

IT-Verträge für KMU: Welche benötigen Sie?

IT-Verträge für KMU: Service-Level-Agreement (SLA), Datenverarbeitungsvereinbarung (DPA), SaaS, Lizenzierung, Wartung und Entwicklung. Wozu dienen die einzelnen Verträge und wie hängen sie zusammen?.

24. Juli 2026

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Website erstellen lassen: Kosten und Ablauf

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Website von einem Anwalt erstellen lassen: Was kostet das, wie läuft der Prozess ab und wann sollte man sich für individuell angefertigte entscheiden?.

24. Juli 2026

Ausarbeitung einer Wettbewerbsverbotsklausel: Kosten und Ablauf

Eine Wettbewerbsverbotsklausel von einem Anwalt aufsetzen lassen: Was kostet das, wie läuft der Prozess ab und wann sollte man einen individuellen Entwurf einer Vorlage vorziehen?.

24. Juli 2026

Vertragsprüfung: Schritt-für-Schritt-Anleitung für KMU-Unternehmer

Überprüfung eines Vertrags vor der Unterzeichnung: Schritt-für-Schritt-Anleitung, Warnsignale, Checkliste und wann Sie einen Anwalt benötigen.

  • Wir arbeiteten unter anderem für:
  • MKBjuristen.nl Partner
  • MKBjuristen.nl Partner
  • MKBjuristen.nl Partner
  • MKBjuristen.nl Partner
Newsletter für Unternehmer

Erhalten Sie praktische Rechtstipps per E-Mail

Jetzt registrieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und erhalten Sie unseren Newsletter.

Kein Spam. Nur Rechtstipps.
Mit Ihrer Registrierung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung.
KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
Kostenlose Beratung