Früher waren Videoplattformen und Streamingdienste einigen wenigen großen Anbietern vorbehalten. Mittlerweile bieten immer mehr Akteure wertvolle Inhalte an und etablieren eigene Videoplattformen. Beispiele hierfür sind Fußballvereine, die Freundschaftsspiele übertragen oder Einblicke hinter die Kulissen gewähren. Der Zugang zu solchen Plattformen kann kostenlos oder kostenpflichtig, mit oder ohne Werbung sein. Auch die Erfassung von Nutzungsdaten ist möglich. Werden jedoch personenbezogene Daten erhoben, müssen strenge Regeln eingehalten werden.
Verarbeitung personenbezogener Daten für Werbezwecke
Um Werbung zu schalten, geht man eine Partnerschaft mit Werbetreibenden ein. Diese haben oft schon im Vorfeld eine genaue Vorstellung davon, welche Zielgruppe sie erreichen möchten. Beispielsweise lässt sich anhand statistischer Daten das Profil des durchschnittlichen Zuschauers ermitteln. Darauf basierend kann der Werbetreibende dann entscheiden, ob er eine Partnerschaft eingehen möchte oder nicht.
Es ist auch möglich, personalisierte Werbung anzuzeigen oder Werbung gezielt an eine bestimmte Zielgruppe auszuspielen, beispielsweise an männliche Zuschauer mit Interesse an Sport. Zu diesem Zweck müssen personenbezogene Daten verarbeitet werden. So werden beispielsweise Informationen zum Sehverhalten, zu Präferenzen, Geschlecht, Alter usw. erhoben.
Wenn ein Unternehmen über eine Video- oder Streaming-Plattform personenbezogene Daten erheben möchte, benötigt es hierfür eine gültige Rechtsgrundlage. In der Regel bedeutet dies, dass die Einwilligung eingeholt werden muss. Für eine gültige Einwilligung ist eine aktive Handlung erforderlich. Der Nutzer muss daher selbst ein Kontrollkästchen aktivieren; es darf nicht vorausgewählt sein. Die Einwilligung muss zudem freiwillig sein. Das heißt, man muss sie ohne negative Folgen verweigern können.
Erstellung einer Datenschutzerklärung und Information des Betrachters
Es genügt nicht nur, eine Einwilligung einzuholen, sondern es muss auch eine Datenschutzerklärung erstellt werden. Diese Datenschutzerklärung muss leicht verständlich sein und verschiedene Informationen enthalten. Sie muss unter anderem darüber informieren, warum Daten erhoben werden, welche Daten erhoben werden, wie lange diese Daten gespeichert werden und an welche Dritten die Daten weitergegeben werden.
Darüber hinaus haben Nutzer eine Reihe von Datenschutzrechten, die beachtet werden müssen. Beispielsweise haben sie das Recht, auf ihre Daten zuzugreifen, diese berichtigen oder löschen zu lassen. Sie können auch ihre Einwilligung widerrufen. Als Anbieter sind Sie verpflichtet, den Nutzer über diese und weitere Rechte zu informieren.
Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit Streaming-Diensten und Videoplattformen
Die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten kann äußerst interessant sein. In diesem Fall können sie genutzt werden, um Werbung gezielt an bestimmte Zielgruppen auszuspielen. Dabei können beispielsweise das Sehverhalten, die Interessen, das Alter und das Geschlecht des Nutzers berücksichtigt werden. Die Verarbeitung personenbezogener Daten für zielgerichtete Werbung ist zulässig, erfordert jedoch die Einwilligung des Nutzers. Darüber hinaus müssen weitere Datenschutzrechte beachtet werden.
Haben Sie rechtliche Fragen zu Videoplattformen oder Streamingdiensten? Möchten Sie selbst eine solche Plattform entwickeln und von Anfang an sicherstellen, dass alle Datenschutz- und sonstigen rechtlichen Belange erfüllt sind? Dann kontaktieren Sie unverbindlich einen unserer Experten für DSGVO, Datenschutz und Daten. Wir helfen Ihnen gerne weiter.