Wenn Sie einen Praktikanten einstellen, müssen Sie sich natürlich wie ein professionelles Praktikumsunternehmen verhalten. Betrachten Sie einen Praktikanten daher nicht einfach als billige Arbeitskraft, sondern als jemanden, der zu Ihnen kommt, um spezifische Fähigkeiten zu entwickeln und praktische Kenntnisse zu erwerben. Eine gute Betreuung und Unterstützung sind daher unerlässlich, ebenso wie Aufgaben, die zu seinem Studium passen. Darüber hinaus müssen Sie noch einige Dinge organisieren.
Prüfen Sie stets den geltenden Tarifvertrag
Grundsätzlich haben Sie im Umgang mit Praktikanten große Freiheiten. Beispielsweise sind Sie nicht verpflichtet, den Mindestlohn zu zahlen oder Lohnsteuern einzubehalten. Auch die Zahlung einer Praktikumsvergütung ist grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Ein Tarifvertrag kann jedoch abweichende Regelungen enthalten. Eine Praktikumsvergütung ist in jedem Fall vorteilhaft, da der Praktikant dadurch automatisch nach dem Krankengeldgesetz und dem Wajong (Gesetz über die Rechte junger Menschen mit Behinderungen) versichert ist.
Erstellung eines Praktikumsvertrags
Zunächst einmal muss selbstverständlich ein Praktikumsvertrag . Dieser Vertrag enthält neben den persönlichen Daten des Praktikanten auch Informationen zu Ihrem Unternehmen und der Bildungseinrichtung. Darüber hinaus werden die Dauer des Praktikums, eine Haftungsklausel, die Lernziele, der Betreuungsumfang und die Kündigungsmöglichkeiten festgehalten. Schließlich kann auch eine Praktikumsvergütung gewährt werden. Diese wird ebenfalls im Praktikumsvertrag festgehalten.
Die meisten Unternehmen handhaben das gut. Sie sollten jedoch auch einige andere Punkte beachten. Darf der Praktikant beispielsweise einen Firmenlaptop benutzen? Wenn ja, müssen Sie klarstellen, wie damit umzugehen ist und was erlaubt bzw. verboten ist. Dasselbe gilt beispielsweise für ein Firmenfahrrad oder ein Firmen-Smartphone.
Schließen Sie eine Haftpflichtversicherung ab
Sie können im Praktikumsvertrag nicht einfach jegliche Haftung ausschließen. Darüber hinaus haften Sie für alle Schäden, die dem Praktikanten im Rahmen des Praktikums entstehen. Sollte der Praktikant einen Fehler begehen, der einem Kunden Probleme bereitet, kann dieser Ihr Unternehmen haftbar machen. Prüfen Sie daher stets, ob Ihre Haftpflichtversicherung ausreichend ist, oder schließen Sie gegebenenfalls eine Haftpflichtversicherung ab. Ihr Versicherer kann Ihnen hierzu Auskunft geben.
Prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf Subventionen haben
Wenn Sie ein Praktikum anbieten, können Sie unter Umständen die Förderung für praktisches Lernen. Diese beinhaltet eine Kostenerstattung für die Betreuung. Die Bedingungen hängen unter anderem von der Bildungskategorie ab. Für Praktikanten im MBO-BBL-Programm ist dies beispielsweise bei BOL-Praktikanten (Berufsausbildung), EVC-Studiengängen oder spezifischen individuellen Studiengängen nicht möglich. Darüber hinaus muss die Bildungseinrichtung mindestens 200 betreute Unterrichtsstunden anbieten. Die Förderung ist in jedem Fall attraktiv, daher sollten Sie immer prüfen, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen.
Kontaktieren Sie MKB Juristen
Der Praktikumsvertrag ist das wichtigste Dokument bei der Einstellung eines Praktikanten, auch wenn noch einige andere Punkte zu klären sind. Es ist wichtig, keinen vorgefertigten Praktikumsvertrag zu verwenden, sondern sicherzustellen, dass er exakt auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Besprechen Sie dies daher mit einem der erfahrenen Rechtsexperten von MKB Juristen. Wir erläutern Ihnen gerne alle Details, begleiten Sie durch den gesamten Prozess und erstellen umgehend die notwendigen Dokumente für Sie. Vereinbaren Sie noch heute ein kostenloses Erstgespräch .