Arbeitsfragen

So können Sie Mitarbeitern einen Bonus gewähren

Grundsätzlich steht es einem Arbeitgeber frei, Boni zu gewähren, er muss sich dabei aber wie ein guter Arbeitgeber verhalten: Die Bonusregelung darf nicht diskriminierend oder willkürlich sein, und etwaige Unterschiede müssen begründet werden können. Wenn Sie sich auf ein Bonus- oder Gewinnbeteiligungsmodell einigen,...

Veröffentlicht am 9. Dezember 2021 von MKBjuristen.nl
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Grundsätzlich steht es einem Arbeitgeber frei, Boni zu gewähren, er muss sich dabei aber als guter Arbeitgeber verhalten: Die Bonusregelung darf nicht diskriminierend oder willkürlich sein, und Sie müssen alle Unterschiede begründen können. Wenn Sie eine Bonus- oder Gewinnbeteiligungsregelung vereinbaren, sind Sie daran gebunden. Bitte beachten Sie: Wenn Sie über Jahre hinweg denselben Bonus auf Basis eines festen Ziels gewähren, kann daraus ein Rechtsanspruch entstehen, den Sie weiterhin zahlen müssen.

Es steht Ihnen frei, Mitarbeitern Boni zu gewähren, und dies hat Vorteile: Es motiviert, steigert das Engagement und kann bei der Kandidatensuche hilfreich sein. Bevor Sie Boni vergeben oder entsprechende Vereinbarungen treffen, sollten Sie sich jedoch rechtlich beraten lassen.

Prämien großzügig vergeben – mit Einschränkungen

Grundsätzlich gibt es keine festen Regeln: Sie entscheiden selbst, ob Sie einen Bonus gewähren und können Ihre eigenen Ziele festlegen. Als guter Arbeitgeber müssen Sie jedoch handeln, daher darf die Bonusregelung weder diskriminierend noch willkürlich sein. Wenn Pieter und Jan in derselben Position gleich gute Leistungen erbringen, ist es ungerecht, wenn nur Pieter einen Bonus erhält.

Das bedeutet nicht, dass jeder einen Bonus erhalten muss: Sie können Ziele und Positionen berücksichtigen, aber Sie müssen klar begründen können, warum eine Person einen Bonus erhält und eine andere nicht – diese Begründung wird anhand guter Arbeitgeberpraktiken bewertet.

Achten Sie auf Bonus- und Gewinnbeteiligungsregelungen

Ein Bonus ist eine freiwillige Entscheidung, aber wenn man einer Bonusregelung zustimmt, muss man sich auch daran halten: Darin ist in der Regel festgelegt, wann und wie hoch der Bonus ist, und man kann nicht einfach davon abweichen.

Ein gängiges Beispiel ist die Gewinnbeteiligung: Mitarbeiter erhalten einen Anteil am Gewinn. Darin ist festgelegt, was als Gewinn gilt und wie und wann er ausgezahlt und verteilt wird. Vorteil: Gibt es keinen Gewinn, muss kein Bonus gezahlt werden. Nachteil: Man kann nicht mehr von der Regelung abweichen, beispielsweise wenn man den Gewinn lieber investieren möchte.

Ein freiwilliger Bonus kann unfreiwillig werden

Eine nicht vereinbarte Prämie kann ebenfalls Bestandteil des Arbeitsvertrags . Wenn Sie über Jahre hinweg eine feste Prämie bei Erreichen eines bestimmten Ziels gezahlt haben, kann es aus Gründen der Angemessenheit erforderlich sein, dies auch in diesem Jahr zu tun, sofern das Ziel erreicht wird. Ein Arbeitnehmer, der die Prämie nicht erhält, kann eine Lohnklage einreichen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich entscheiden, wer einen Bonus erhält?

Im Großen und Ganzen ja, aber im Rahmen guter Arbeitgeberprinzipien: keine Diskriminierung, keine Willkür, und man muss Unterschiede begründen können.

Bin ich an ein Bonus- oder Gewinnbeteiligungsprogramm gebunden?

Ja. Wenn Sie einer solchen Vereinbarung zugestimmt haben, müssen Sie sich an die Bedingungen halten und können nicht einfach davon abweichen.

Kann eine freiwillige Prämie zu einem Recht werden?

Ja. Wenn Sie über Jahre hinweg denselben Bonus für ein festes Ziel gewähren, kann daraus ein erworbener Anspruch entstehen, den Sie weiterhin zahlen müssen.

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Ein gutes Bonus- oder Gewinnbeteiligungsprogramm schafft Transparenz, doch die Ziele müssen sorgfältig formuliert werden. Die Arbeitsrechtler von MKB Juristen unterstützen Sie dabei. Informieren Sie sich über unsere Expertise im Arbeitsrecht oder vereinbaren Sie ein Erstgespräch .

Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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