MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
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Der Einstieg in die freiberufliche Tätigkeit neben Ihrem Hauptberuf kann ein sicherer Weg sein, um herauszufinden, ob Ihnen die Selbstständigkeit liegt – Sie behalten die Sicherheit Ihres Gehalts, während Sie Ihr eigenes Unternehmen aufbauen. Achten Sie jedoch auf drei Dinge: ob Ihr Arbeitsvertrag eine Nebentätigkeit erlaubt, welche Dokumente Sie benötigen und wie Sie sich versichern können. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile sowie die notwendigen rechtlichen Vorkehrungen für einen erfolgreichen Start.
Vor- und Nachteile des nebenberuflichen Freiberuflers
Die nebenberufliche Selbstständigkeit neben einer Festanstellung hat klare Vorteile, aber auch Nachteile.
Vorteile:
- geringeres finanzielles Risiko, da Ihr Einkommen weiterhin teilweise aus Ihrer Erwerbstätigkeit stammt;
- die Sicherheit eines Einkommens, die es Ihnen ermöglicht, stressfrei etwas aufzubauen;
- Ein Sicherheitsnetz: Sollte Ihr Unternehmen nicht funktionieren, haben Sie immer noch Ihren Job.
Nachteile:
- Sie haben nur begrenzt Zeit für Kunden, was Ihre Erreichbarkeit und die Akquise von Aufträgen erschweren kann;
- Sie haben möglicherweise weniger Steuervorteile als ein Vollzeit-Selbstständiger, da Sie nicht immer alle Voraussetzungen erfüllen (z. B. das Stundenkriterium). HINWEIS: Die aktuellen Steuervorschriften und -bedingungen für Selbstständige (z. B. der Selbstständigenabzug und das Stundenkriterium) ändern sich regelmäßig – informieren Sie sich beim Finanzamt.
- Langsameres Wachstum kann geringere Einnahmen bedeuten;
- Sie haben die gleichen Verpflichtungen wie ein Vollzeit-Freiberufler, jedoch mit weniger Zeit und Geld.
Dürfen Sie neben Ihrer Festanstellung freiberuflich tätig sein? Beachten Sie die Klausel zu Nebentätigkeiten
Bevor Sie beginnen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob Ihr Arbeitsvertrag dies zulässt. Manche Verträge enthalten eine Klausel zur Nebentätigkeit, die besagt, dass Sie ohne die Zustimmung Ihres Arbeitgebers nicht neben Ihrer Festanstellung freiberuflich tätig sein dürfen. Prüfen Sie diesbezüglich Ihren Arbeitsvertrag.
Gut zu wissen: Seit Einführung der Regelungen zu transparenten Beschäftigungsbedingungen ist eine Klausel zur Nebentätigkeit grundsätzlich nur dann gültig, wenn der Arbeitgeber einen objektiven Grund dafür hat (z. B. Arbeitsschutz oder Vermeidung von Interessenkonflikten). Kann der Arbeitgeber keinen objektiven Grund vorlegen, ist die Klausel unwirksam. Daher ist es unter Umständen möglich, als Freiberufler – auch mit einer Klausel zur Nebentätigkeit – zu starten. Im Zweifelsfall sollten Sie dies rechtlich prüfen lassen.
Welche Dokumente benötigen Sie als angehender Freelancer?
Für einen guten Start sollten Sie einige Vereinbarungen treffen:
- Ein Selbstständigenvertrag oder Dienstleistungsvertrag. Darin vereinbaren Sie mit Ihrem Auftraggeber den Inhalt des Auftrags, dessen Dauer und die dafür zu erhaltende Vergütung.
- Allgemeine Geschäftsbedingungen, die für alle Ihre Aufträge gelten und sicherstellen, dass Ihre Haftung, Zahlung und Lieferung ordnungsgemäß geregelt sind.
Gut formulierte Verträge helfen, Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden und tragen dazu bei, dass die Finanzbehörden Sie tatsächlich als Unternehmer (und nicht als verdeckten Angestellten) wahrnehmen. Idealerweise lassen Sie diese Dokumente von einem Anwalt erstellen; dies bietet Ihnen die größte Rechtssicherheit.
Versicherung für den angehenden Freiberufler
Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend versichert sind, wenn Sie neben Ihrer Festanstellung freiberuflich tätig werden. Berücksichtigen Sie dabei unter anderem Folgendes:
- Betriebshaftpflichtversicherung gegen Ansprüche Dritter wegen Schäden, die aus Ihrer Tätigkeit resultieren;
- Berufsunfähigkeitsversicherung;
- eine Vorkehrung für Ihre Altersvorsorge.
Diese Liste ist nicht vollständig. Je nach Ihrer Situation benötigen Sie möglicherweise weitere Versicherungen, wie z. B. eine Kfz-Versicherung für geschäftliche Zwecke oder eine Hausratversicherung. Lassen Sie sich diesbezüglich von einem Versicherungsberater beraten.
Häufig gestellte Fragen
Kann mein Arbeitgeber mir verbieten, als Freiberufler zu arbeiten?
Nur wenn eine gültige Klausel über Nebentätigkeiten vorliegt, was grundsätzlich einer objektiven Begründung bedarf. Fehlt diese, ist die Klausel ungültig, und Sie können grundsätzlich beginnen.
Habe ich als Teilzeit-Freiberufler Anspruch auf den Selbstständigenabzug?
Das hängt davon ab, ob Sie die steuerlichen Voraussetzungen erfüllen, beispielsweise die Mindeststundenzahl. Dies ist während einer Berufstätigkeit schwieriger zu erreichen. Informieren Sie sich über die aktuellen Bestimmungen beim Finanzamt.
Welche Verträge brauche ich als angehender Freelancer wirklich?
Mindestens ein Dienstleistungsvertrag (oder eine Vereinbarung mit Selbstständigen) pro Auftrag sowie Ihre eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese schaffen Klarheit und begrenzen Ihre Haftung.
Hilft mir ein guter Vertrag bei meinem Status als Selbstständiger gegenüber den Steuerbehörden?
Ein guter Vertrag trägt zwar zum Bild eines selbstständigen Unternehmers bei, doch die Finanzbehörden prüfen die tatsächliche Situation. Scheinselbstständigkeit gibt weiterhin Anlass zur Sorge.
Ein guter Start als Freiberufler neben Ihrem Hauptberuf?
Ein erfolgreicher Start beginnt mit den richtigen Verträgen und Klarheit bezüglich Ihres Arbeitsvertrags. Wir erstellen Ihren Freelance-Vertrag und Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu transparenten Festpreisen, damit Sie diese in Ihre Geschäftsplanung einbeziehen können.
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