Ein Eintrag bei der Schufa (BKR) kann für Unternehmer weitreichende Folgen haben, insbesondere bei einem negativen Eintrag. Für jeden Kredit ab 250 Euro mit einer Laufzeit von mehr als einem Monat wird automatisch ein Schufa-Eintrag erstellt. Auch bei Geschäftskrediten, für die der Unternehmer persönlich haftet, erfolgt ein Schufa-Eintrag. Kreditgeber nutzen diese Informationen, um die Kreditwürdigkeit einer Person zu beurteilen. Zahlungsverzug kann zu einem negativen Eintrag führen. Selbst nach vollständiger Rückzahlung bleibt der Eintrag jahrelang sichtbar. In der Praxis führt dies regelmäßig zu Problemen, insbesondere für Unternehmer, die ihre Geschäftstätigkeit ausweiten und investieren möchten.
Beschränkungen der Unternehmensfinanzierung und Investitionen
Ein negativer Eintrag im BKR-Register schränkt den Zugang zu Krediten ein. Banken und andere Finanzinstitute stellen strenge Bedingungen an die Kreditvergabe an Unternehmer. Ein negativer Eintrag im BKR-Register, selbst wenn er auf einem einmaligen, inzwischen beglichenen Zahlungsrückstand beruht, kann ausreichen, um einen Kreditantrag abzulehnen. Dies stellt ein Hindernis beim Abschluss von Leasingverträgen, der Beantragung von Geschäftskrediten oder der Aufnahme einer Betriebshypothek dar. Existenzgründer mit einem persönlichen BKR-Eintrag, die Startkapital benötigen, stehen dadurch vor zusätzlichen Schwierigkeiten.
Löschung negativer BKR-Einträge
In manchen Fällen kann ein negativer BKR-Eintrag vorzeitig gelöscht werden. Dies kann angebracht sein, wenn der Eintrag nicht mehr der finanziellen Situation der betroffenen Person entspricht. Ein Antrag auf Löschung muss beim ursprünglichen Kreditgeber gestellt werden. Dieser prüft, ob der Eintrag gerechtfertigt ist und ob Gründe für seine Löschung vorliegen.
Im Falle einer Ablehnung durch den ursprünglichen Kreditgeber kann eine Beschwerde beim Finanzdienstleistungsbeschwerdeinstitut (Kifid) eingereicht werden. Auch ein Gerichtsverfahren, beispielsweise im Eilverfahren, ist möglich. In diesem Fall entstehen zusätzliche Kosten und eine Rechtsberatung ist erforderlich. MKB Juristen unterstützt Unternehmer bei der Analyse ihrer BKR-Registrierung, der Erstellung eines begründeten Löschungsantrags und, falls erforderlich, bei der Vertretung vor Kifid oder Gericht.