MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
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Aufgrund der seit 2025 verschärften Durchsetzung des DBA-Gesetzes befürchten viele Mandanten Steuernachzahlungen aufgrund von Scheinbeschäftigung. Dies ist verständlich, aber mit der richtigen Vorgehensweise beherrschbar. Der wichtigste Tipp: Prüfen Sie Ihre Beschäftigungsverhältnisse und stellen Sie sicher, dass Ihre Geschäftspraxis dem Vertrag entspricht.
Wo liegt das Risiko?
Das Risiko besteht darin, dass ein Arbeitsverhältnis, das Sie als selbstständigen Auftrag betrachten, sich tatsächlich als Arbeitsvertrag entpuppt. Die Steuer- und Zollbehörde prüft die Realität: Gibt es Lohnzahlungen, persönliche Arbeitsleistungen und ein Unterordnungsverhältnis? Wenn ja, handelt es sich um eine Scheinselbstständigkeit, die zu zusätzlichen Steuerfestsetzungen und Korrekturen führt – insbesondere für Sie als Auftraggeber.
Tipp 1: Überprüfen Sie Ihre Beschäftigungsverhältnisse
Analysieren Sie Ihre Freelancer-Projekte und prüfen Sie für jede Zusammenarbeit, ob die Freelancer tatsächlich selbstständig arbeiten. Achten Sie auf Anzeichen eines Angestelltenverhältnisses: Arbeitet der Freelancer langfristig und in Ihr Unternehmen integriert, unter Ihrer Anleitung und ohne nennenswertes unternehmerisches Risiko? Je mehr solcher Merkmale vorhanden sind, desto höher ist das Risiko.
Tipp 2: Papier herstellen und das Zuordnen üben
Ein guter Vertrag allein genügt nicht; die tatsächliche Arbeitsweise ist ebenso wichtig. Stellen Sie sicher, dass der Freelancer in der Praxis unternehmerisch agiert: Handlungsfreiheit, Eigenverantwortung und idealerweise mehrere Auftraggeber. Passen Sie Vertrag und Arbeitsweise gegebenenfalls an.
Tipp 3: Bewusst auswählen und dokumentieren
Handelt es sich im Grunde um eine Anstellung, sollten Sie bewusst einen Arbeitsvertrag abschließen – so minimieren Sie das Risiko. Bei wirklich selbstständiger Tätigkeit ist ein umfassender Dienstleistungsvertrag mit einer entsprechenden Arbeitsmethode unerlässlich. Dokumentieren Sie Ihre Überlegungen, um im Falle einer Prüfung belegen zu können, dass Sie mit der gebotenen Sorgfalt gehandelt haben.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das größte Risiko des DBA-Gesetzes für Mandanten?
Zusätzliche Prüfungen und Korrekturen, falls sich ein Beschäftigungsverhältnis als tatsächlicher Arbeitsvertrag herausstellt (Schein-Selbstständigkeit).
Genügt eine gute Vereinbarung?
Nein. Übung ist auch wichtig. Stellen Sie sicher, dass Ihre Arbeitsweise den Anforderungen der Selbstständigkeit entspricht.
Wann ist es besser, sich für eine Beschäftigung zu entscheiden?
Wenn es sich bei der Arbeit tatsächlich um einen Arbeitsplatz mit Befugnissen und ohne unternehmerisches Risiko handelt, schließt ein Beschäftigungsverhältnis dieses Risiko aus.
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