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Dubai ist international und englischsprachig, aber dennoch Teil einer arabischen Kultur mit islamischen Traditionen. Für niederländische Geschäftsleute gilt: Respektieren Sie die lokalen Gepflogenheiten, halten Sie den Ramadan ein, tragen Sie bei Regierungsbesuchen angemessene Kleidung und pflegen Sie Geschäftsbeziehungen durch persönlichen Kontakt. Im Folgenden finden Sie praktische Tipps für Ihren Geschäftserfolg in Dubai.
Die kurze Antwort
- Englisch: Geschäftssprache, Arabisch nicht erforderlich.
- Persönlicher Kontakt: unerlässlich für Geschäfte – zuerst Kaffee und Smalltalk.
- Ramadan: Achten Sie auf die Fastenzeit und passen Sie Termine entsprechend an.
- Kleidung: formell im Geschäftsleben, konservativer gegenüber Regierungs- und arabischen Partnern.
- Frauen in der Wirtschaft: uneingeschränkt akzeptiert, auch in Führungspositionen.
Geschäftsetikette
Persönliche Beziehung
In Dubai basiert das Geschäftsleben auf Vertrauen und persönlichen Beziehungen. Für große Geschäfte gilt:
- Investieren Sie in persönliche Treffen – E-Mail-Kommunikation allein reicht nicht aus.
- Kaffee/Tee zu Beginn des Meetings – kein direkter Zugang zu den Räumlichkeiten.
- Smalltalk über Familie, Reisen, Sport – erst einmal die Person kennenlernen.
- Geduld ist gefragt – Entscheidungen können länger dauern als in den Niederlanden.
Gruß
- Händeschütteln ist unter Männern und unter international etablierten Damen üblich.
- Bei einer eher traditionellen arabischen Dame: Warten Sie auf ihre Initiative – manche nehmen keinen Handkontakt auf.
- „Salam alaikum“ wird geschätzt, ist aber nicht erforderlich.
- Titel und Nachname bei der ersten formellen Begegnung.
Visitenkarten
- Mit beiden Händen übergeben.
- Stecken Sie es nicht sofort in die Tasche – werfen Sie zuerst einen kurzen Blick darauf.
- Englisch auf der einen Seite, Arabisch auf der anderen Seite (in einem formellen Kontext).
Kommunikation und Direktheit
Die Direktheit der Niederländer kann mitunter als harsch wahrgenommen werden:
- „Nein“ wird selten direkt gesagt – „wir werden sehen“, „inshallah“ kann „nein“ bedeuten.
- Kommunizieren Sie Feedback und negative Botschaften indirekter.
- Ärgern Sie sich nicht in der Öffentlichkeit – ein Gesichtsverlust ist inakzeptabel.
- Die schriftliche Bestätigung des mündlich Besprochenen beugt Missverständnissen vor.
Ramadan
Fastenmonat (variabel, 9. Monat des islamischen Kalenders):
- Verkürzter Arbeitstag (in der Regel 9-15 Uhr).
- Tagsüber ist Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit verboten.
- Treffen nach dem Iftar (Sonnenuntergang) sind beliebt.
- Große Aufträge werden oft vor oder nach dem Ramadan vergeben.
- Ramadan-Karim oder Ramadan-Mubarak ist ein angemessener Gruß.
Freitag und Wochenende
- Seit 2022: Wochenende Samstag-Sonntag (vorher Freitag-Samstag).
- Freitag 12-14 Uhr: Pause für das Freitagsgebet (Juma).
- Regierungsangestellte haben am Freitag halbtags frei.
Kleidung und Präsentation
Männer
- Formelle Geschäftskleidung: Anzug, Krawatte.
- In den heißen Monaten (Mai-Okt.) sind leichte Stoffe akzeptabel.
- Im Büro: Business Casual ist Standard.
- Für Regierungsbesuche: lange Hosen, lange Ärmel.
Frauen
- Konservativer als in den Niederlanden üblich.
- Schultern bedeckt, nicht zu tiefes Dekolleté.
- Rock oder Kleid, mindestens bis zum Knie.
- Für Nicht-Muslime besteht keine Hijab-Pflicht.
- Internationales Unternehmensumfeld: Westliche Geschäftsformalitäten sind akzeptabel.
Alkohol und Konsum
- Der Alkoholausschank ist in lizenzierten Lokalen (Hotels, Restaurants mit Alkoholausschank) gestattet.
- Kein öffentliches Trunkenheitsverhalten – Geldstrafe + Abschiebung droht.
- Geschäftsessen mit Wein in Hotels sind für das internationale Publikum üblich.
- Bei arabischen Partnern: Bieten Sie keinen Alkohol an, es sei denn, sie trinken zuerst.
- Seit 2020: Alkohollizenz für Einwohner (Emirates ID) – Alkoholkonsum zu Hause ist legal.
Frauen in der Wirtschaft
Entgegen der Annahme von Vorurteilen:
- Vollständig akzeptiert in Führungspositionen.
- Weibliche CEOs, Ministerinnen (die VAE haben die erste weibliche Staatsministerin für Toleranz).
- Situation im Floor-Bereich: keine zusätzlichen Hindernisse aufgrund des Geschlechts.
- Ja: Respekt vor dem traditionellen Kontext mit älteren arabischen Partnern.
Ehrliche Empfehlung
Dubai ist international und pragmatisch – nicht so konservativ wie manche Golfstaaten. Für Niederländer gilt: Respekt vor lokalen Gepflogenheiten, Geduld in Geschäftsbeziehungen und Anpassung an den Ramadan. Die Sprachbarriere ist kein Problem (Englisch wird überall gesprochen). Für Branchen mit vielen arabischen Partnern ist ein Kulturcoach für die ersten sechs Monate eine lohnende Investition (2.000–5.000 €). Im internationalen Geschäftsleben allgemein genügen gesunder Menschenverstand und Offenheit.
Weitere Themen: Geschäftstätigkeit in Dubai, Dubai-Visum und die besten Branchen in Dubai.
Häufig gestellte Fragen
Englisch ist die Geschäftssprache in Dubai. Arabisch erleichtert die kulturelle Kommunikation, ist aber nicht zwingend erforderlich. Offizielle Dokumente sind oft zweisprachig. Für die lokale Regierung gelten arabische Dokumente mit englischer Übersetzung.
Verkürzter Arbeitstag (in der Regel 9–15 Uhr), kein Essen, Trinken oder Rauchen in der Öffentlichkeit tagsüber, Besprechungen oft nach dem Iftar (Sonnenuntergang). Wichtige Verträge werden vor oder nach dem Ramadan terminiert. Ramadan Karim oder Ramadan Mubarak sind angemessene Begrüßungen.
Die niederländische Direktheit kann manchmal harsch wirken. Ein „Nein“ ist selten direkt – „Mal sehen“, „Inschallah“ kann negativ behaftet sein. Geben Sie daher eher indirektes Feedback, bestätigen Sie schriftlich und vermeiden Sie eine verärgerte öffentliche Reaktion – Gesichtsverlust ist inakzeptabel.
Vollständig akzeptiert in Führungspositionen. Die VAE haben Ministerinnen und CEOs. Für niederländische Unternehmerinnen: keine zusätzlichen Hürden. Allerdings: Respekt vor dem traditionellen Kontext mit älteren arabischen Partnern (körperlichen Kontakt vermeiden).
In lizenzierten Lokalen (Hotels, Restaurants) ist dies gestattet. Geschäftsessen mit Wein in Hotels sind unter internationalen Gästen üblich. Bei arabisch-muslimischen Partnern gilt: Bieten Sie keinen Wein an, es sei denn, diese gehen zuerst. Trunkenheit in der Öffentlichkeit wird mit hohen Geldstrafen geahndet.
Formelle Geschäftskleidung: Anzug für Herren, konservativerer Rock/Kleid für Damen (Schultern bedeckt, mindestens knielang). Bei Regierungsbesuchen: besonders elegant. Internationales Geschäftsumfeld: Westliche Businesskleidung ist angemessen.
Entscheidend. Investieren Sie in persönliche Treffen, Kaffee oder Tee zum Auftakt (nicht direkt im Büro), Smalltalk über Familie und Reisen und Geduld – Entscheidungen dauern hier länger als in den Niederlanden. E-Mail-Kommunikation allein reicht für wichtige Geschäfte selten aus.