Ein Versicherer kann einen Anspruch ablehnen oder eine geringere Summe als erwartet auszahlen. Dies kann zu großem Ärger führen, insbesondere wenn die Versicherungsbedingungen anders ausgelegt werden als erhofft. Auch wenn die Versicherungsbedingungen unantastbar erscheinen mögen, müssen selbstverständlich Gesetze und frühere Rechtsprechung berücksichtigt werden. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, Einspruch einzulegen und die Entscheidung des Versicherers anzufechten.
Zweitmeinung
Im Falle eines Konflikts mit einem Rechtsschutzversicherer, beispielsweise hinsichtlich der Erfolgsaussichten eines Falles, kann eine Zweitmeinung eingeholt werden. Dabei beurteilt ein unabhängiger Sachverständiger, ob der Versicherte im Gerichtsverfahren Aussicht auf Erfolg hat. Dies kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn ein Versicherer einen Anspruch aufgrund einer negativen Erfolgsaussichtsbeurteilung ablehnt. Bei MKB Juristen ist es möglich, Zweitmeinung einzuholen
Das interne Beschwerdeverfahren
Bevor Sie weitere Schritte unternehmen, müssen Sie das interne Beschwerdeverfahren Ihres Versicherers durchlaufen. Versicherer sind verpflichtet, ein strukturiertes Beschwerdeverfahren und Beschwerdeführer innerhalb einer festgelegten Frist über den Bearbeitungsstand und das Ergebnis ihrer Beschwerde zu informieren. Die Beschwerde kann in der Regel über die Website des Versicherers, per E-Mail oder per Brief eingereicht werden. Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Informationen, wie z. B. die Versicherungsnummer, eine Schadensbeschreibung und jegliche Korrespondenz mit dem Versicherer, enthalten sind.
Institut für Finanzdienstleistungsbeschwerden (Kifid)
Wenn der Versicherer die Beschwerde nicht zufriedenstellend bearbeitet, kann der Fall an das Financial Services Complaints Institute (Kifid). Kifid ist ein unabhängiges Institut, das Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Finanzdienstleistern prüft. Kifid bietet Mediation und Streitbeilegung durch einen Schlichtungsausschuss an. Scheitert die Mediation, fällt der Ausschuss eine Entscheidung. Die Akte muss innerhalb von drei Monaten nach Ablehnung der Beschwerde durch den Versicherer bei Kifid eingereicht werden. Sowohl Verbraucher als auch Unternehmer und Finanzdienstleister können eine Beschwerde bei Kifid einreichen.
Eine Klage einreichen
Wenn der Versicherungsnehmer mit einer unverbindlichen Entscheidung von Kifid nicht einverstanden ist oder rechtliche Schritte , kann er vor Gericht gehen. Der Vorteil dabei ist, dass mehr Möglichkeiten bestehen, Beweise vorzulegen und eine ausführliche rechtliche Auseinandersetzung zu führen. Bedenken Sie jedoch, dass dies Zeit und Geld kostet. Bei höheren Schadenssummen kann es sich in manchen Fällen durchaus lohnen, bei niedrigeren jedoch nicht immer. Ein Anwalt kann die notwendigen Einschätzungen für Sie vornehmen.
Disziplinarausschuss der Versicherer
Diese unabhängige Disziplinarkommission überwacht das Verhalten von Versicherern und prüft, ob diese die geltenden Verhaltensregeln eingehalten haben. Wird ein Versicherer eines unethischen oder fahrlässigen Verhaltens für schuldig befunden, kann die Disziplinarkommission Maßnahmen ergreifen. Dies bietet zwar keine direkte Lösung für den Streitfall selbst, kann aber zu einer besseren Einhaltung der Regeln in der Zukunft beitragen.
Rechtliche Unterstützung von MKB Juristen
Die Anfechtung einer Versicherungsentscheidung erfordert gründliche Vorbereitung, die nötige Erfahrung, um die richtige Vorgehensweise zu wählen, und natürlich die erforderlichen Kenntnisse der Gesetze und Vorschriften. Wer mit einer abgelehnten Forderung oder einer unzureichenden Entschädigung konfrontiert ist, hat verschiedene rechtliche Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Unsere Rechtsexperten begleiten Sie durch diesen Prozess und wählen das effizienteste Vorgehen. Wir bieten Ihnen auch eine Zweitmeinung an. Für schnelle und kompetente Rechtsberatung empfehlen wir Ihnen, sich an MKB Juristen zu wenden. Dies können Sie ganz unverbindlich tun, indem Sie ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren.