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Dubai für Selbstständige und Freiberufler: eine realistische Geschichte

Selbstständige und Freiberufler, die Dubai in Betracht ziehen: In der Regel ist eine Freiberuflererlaubnis sowie die Nutzung einer Freizone erforderlich. Kosten, Aufenthaltsbestimmungen und die steuerlichen Gegebenheiten für niederländische Staatsangehörige.

Veröffentlicht am 22. Juli 2026 von MKBjuristen.nl
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Für Selbstständige und Freiberufler erscheint Dubai attraktiv: niedrige Steuern, internationale Kunden, ein hoher Lebensstandard. Die Realität sieht jedoch anders aus: Eine Freiberuflererlaubnis kostet 5.000 bis 15.000 € pro Jahr, zuzüglich Aufenthaltsgenehmigung, Bürofläche (flexibler Arbeitsplatz) und Lebenshaltungskosten. Für diejenigen mit ausschließlich internationalen Kunden, die von den niederländischen Steuerbehörden nicht erfasst werden möchten, lohnt sich Dubai oft erst ab einem Jahresgewinn von über 150.000 €. Im Folgenden werden die Möglichkeiten und potenziellen Fallstricke erläutert.

Die kurze Antwort

  • Freiberuflerlizenz: GoFreelance.ae, IFZA-freelancer, Twofour54 — 5.000-15.000 Euro/Jahr.
  • Aufenthaltsvisum: 1.500-3.500 Euro pro Person.
  • Büro: flexibler Arbeitsplatz, Mindestgehalt 2.000-5.000 Euro/Jahr.
  • Gesamtkosten zu Beginn: 12.000-25.000 Euro im ersten Jahr.
  • Gewinnschwelle: 150.000 €+ pro Jahr Gewinn für einen nennenswerten Steuervorteil.

Welche Formulare für Selbstständige/Freiberufler?

Freiberufler erwägt Dubai

1. GoFreelance.ae (Tecom)

Speziell für Freiberufler in den Bereichen Technologie, Medien, Design und Bildung. Arbeitserlaubnis + Aufenthaltsvisum. Kosten: ca. 5.500 Euro/Jahr für die Arbeitserlaubnis, zuzüglich Visum.

2. IFZA-Freiberuflerlizenz

Internationale Freizonenbehörde. Allgemeine Freiberuflerlizenz. ~6.500 €/Jahr plus virtuelles Büro.

3. Twofour54

Für Medienschaffende und Content-Ersteller. ~7.500 Euro/Jahr.

4. DAFZA-Freiberufler

Für freiberufliche Finanzdienstleister. ~12.000 Euro/Jahr.

5. Vollständig in einer Freihandelszone ansässiges Unternehmen

Für alle, die mehr als nur freiberuflich arbeiten wollen – Ihre eigene GmbH in einer Freihandelszone. Ab 8.000 Euro/Jahr zzgl. Nebenkosten.

Realistische Kosten für Freiberufler in Dubai

Freelance-Kosten in Dubai
AusgabenpostenErstes JahrKontinuierlich
Freiberuflererlaubnis/Lizenz5.000-8.0005.000–8.000/Jahr
Visum (Aufenthaltserlaubnis)1.500-3.000nach 2-3 Jahren
Medizinischer Dienst + Emirates-Ausweis500-1.000nach 2-3 Jahren
Virtuelles Büro/Flexibler Arbeitsplatz2.000-5.0002.000–5.000/Jahr
Einrichtung eines Bankkontos500-2.000500/Jahr
Berater (erster Entwurf)3.000-7.0001.500/Jahr
Wohnen (kleine Wohnung)15.000-30.00015.000–30.000/Jahr
Gesamt erstes Jahr27.500-56.00024.000–44.000/Jahr

Niederländische steuerliche Aspekte

Entscheidend für Freiberufler:

  • Auswanderung: Abmeldung aus der niederländischen kommunalen Personenstandsdatenbank (GBA), Wohnsitzwechsel, > 183 Tage Dubai.
  • Auflösung eines niederländischen Unternehmens: Auflösung des Einzelunternehmens oder Verlegung des Firmensitzes nach Dubai.
  • Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Niederlanden und den VAE: verhindert Doppelbesteuerung.
  • Vermögenswerte aus Box 3: wurden bei der Abreise nach Dubai mitgenommen – keine niederländische Steuererklärung mehr.

Wer in den Niederlanden bleibt, verliert seinen Anspruch auf Sozialleistungen. Die Steuer- und Zollbehörde prüft alle Indikatoren.

Für welchen Freelancer funktioniert es?

Gute Übereinstimmung

  • IT-Berater, Entwickler, Designer mit internationalem Kundenstamm.
  • Online-Coaches und Content-Ersteller.
  • Marketingberater.
  • E-Commerce-Unternehmer.
  • Krypto-/Web3-Spezialisten.
  • Gewinn über 150.000 Euro/Jahr.
  • Die Bereitschaft, tatsächlich umzuziehen.

Nicht für

  • Dienstleistungen für niederländische Kunden (nur niederländische Sprache).
  • Lokale Arbeit (Bauwesen, Gesundheitswesen, körperliche Produktion).
  • Weniger als 100.000 Euro/Jahr – zu hohe Kosten.
  • Für diejenigen, die nicht auswandern wollen – bricht die Struktur zusammen.

Floors Version

Floor (IT-Berater mit 220.000 Euro Jahresgewinn): Vergleich mit den Niederlanden:

  • Niederländisches Einzelunternehmen: ~55% effektiv besteuert = 121.000 Euro Steuern.
  • Freiberufler in Dubai: 9 % Körperschaftsteuer plus keine Einkommensteuer = ca. 20.000 Euro an Steuern.
  • Differenz: 100.000 Euro/Jahr.
  • Kosten Dubai: 40.000 Euro/Jahr (zusätzlich zum niederländischen Basispreis).
  • Nettogewinn: 60.000 Euro/Jahr.

Für Floor wäre das lohnend – vorausgesetzt, sie gewinnt tatsächlich internationale Kunden und kann diese halten.

Ehrliche Empfehlung

Berater für Freiberufler in Dubai

Für Freiberufler: Arbeiten in Dubai mit internationalen Kunden, ein Jahresgewinn von über 150.000 € und die Bereitschaft zur Auswanderung. Bei einem Jahreseinkommen unter 100.000 €: Die Kosten in Dubai schmälern den Gewinn. Wählen Sie die passende Freiberufler-Genehmigung abhängig von Branche und Kosten. Investieren Sie in einen niederländischen Steuerspezialisten für ein reibungsloses Auswanderungsverfahren. Im Zweifelsfall: Machen Sie vor einer endgültigen Entscheidung einen dreimonatigen Probeaufenthalt in Dubai.

Weitere Themen: Geschäftstätigkeit in Dubai, Visa und Aufenthaltsgenehmigung sowie Geschäftskosten in Dubai.

Häufig gestellte Fragen

Welche Freiberuflergenehmigungen gibt es?

GoFreelance.ae (Technik/Medien/Design – 5.500 Euro/Jahr), IFZA Freelancer (allgemein – 6.500 Euro), Twofour54 (Medien – 7.500 Euro), DAFZA (Finanzwesen – 12.000 Euro) oder eine vollständige Freizonen-Firma (ab 8.000 Euro). Die Wahl richtet sich nach der Branche.

Was kostet es wirklich?

Im ersten Jahr 27.500–56.000 Euro all-inclusive (Genehmigung, Visum, Bürogebühren, Beratung, Unterkunft). Danach 24.000–44.000 Euro pro Jahr. Werbeversprechen wie „Dubai ab 5.000 Euro“ beziehen sich nur auf die Genehmigung – die tatsächlichen Kosten sind deutlich höher.

Ab welcher Gewinnschwelle lohnt es sich?

Die Gewinnschwelle liegt bei etwa 150.000 Euro Gewinn pro Jahr. Darunter: Die Kosten in Dubai fressen den Steuervorteil auf. Ab 200.000 Euro pro Jahr: ein spürbarer Vorteil. Ab 500.000 Euro pro Jahr: ein erheblicher Vorteil, vorausgesetzt die Auswanderung wird gut abgewickelt.

Welche Branchen passen gut?

IT-Beratung, Online-Coaching, Content-Erstellung, Marketingberatung, E-Commerce, Krypto/Web3, internationale Dienstleistungen. NICHT geeignet: Niederländisch-orientierte Dienstleistungen, lokale Projekte (Bauwesen/Gesundheitswesen), ausschließlich niederländischsprachige Dienstleistungen.

Wie geht man mit niederländischen Steuerangelegenheiten um?

Auswanderung: Abmeldung aus dem Melderegister der Gemeinde, Wohnsitzwechsel, > 183 Tage Aufenthalt in Dubai. Auflösung oder Umwandlung des niederländischen Einzelunternehmens. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Niederlanden und den VAE verhindert die Doppelbesteuerung. Verbleib in den Niederlanden: Der Vorteil entfällt weitgehend.

Büro erforderlich?

Für die meisten Freiberuflergenehmigungen gilt: Ja, mindestens ein virtuelles Büro oder ein flexibler Arbeitsplatz. Die Kosten liegen zwischen 2.000 und 5.000 Euro pro Jahr. Einige Genehmigungen akzeptieren ein „EZAD-Büro“ (1.500 Euro pro Jahr). Ohne Büro kein Visum.

Wie fange ich an?

1) Berechnen Sie anhand Ihres Einkommens, ob es sich lohnt. 2) Lassen Sie sich bezüglich der Auswanderung von einem niederländischen Steuerspezialisten beraten. 3) Dreimonatiger Pilotaufenthalt in Dubai. 4) Wählen Sie die passende Lizenz für Ihre Branche. 5) Wenden Sie sich an einen Berater in den VAE. Planen Sie drei bis sechs Monate im Voraus – treffen Sie keine überstürzten Entscheidungen.

Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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