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Erstellung eines Rechtsgutachtens für einen Webshop: Das sollte enthalten sein

Sie erstellen einen Rechtstext für Ihren Webshop? Lesen Sie mehr über die notwendigen Bestandteile, häufige Fehler und wann Sie einen Anwalt hinzuziehen sollten.

Veröffentlicht am 6. September 2026 von MKBjuristen.nl
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Sie erstellen einen Rechts-Scan für Ihren Webshop, indem Sie ihn Punkt für Punkt auf Verbraucherrecht, Datenschutzbestimmungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen prüfen und für jeden Abschnitt dokumentieren, ob Sie die Vorgaben erfüllen und welche Anpassungen erforderlich sind. Ein gründlicher Scan ist mehr als nur das Abhaken einer Checkliste: Er verknüpft jedes Risiko mit konkreten Verbesserungsvorschlägen. Nachfolgend finden Sie eine Liste der Punkte, die ein vollständiger Scan beinhalten sollte.

Die kurze Antwort

  1. Bestellvorgang und Information: Beachten Sie die Informationspflichten für den Fernabsatz (Art. 6:230m BW).
  2. Widerrufsrecht: Beachten Sie die vierzehntägige Widerrufsfrist und das Musterformular (Art. 6:230o BW).
  3. Datenschutz und DSGVO: Prüfen Sie die Datenschutzerklärung, die Rechtsgrundlagen und die Datenverarbeitungsvereinbarungen.
  4. Cookies: Prüfen Sie den Cookie-Banner auf gültige Einwilligung (Art. 11.7a Telekommunikationsgesetz).
  5. Allgemeine Geschäftsbedingungen: Bitte prüfen Sie die Gültigkeit und die Art und Weise ihrer Bereitstellung (Art. 6:233 und 6:234 BW).
Erstellung eines rechtlichen Scans eines Webshops mit allen Komponenten

Die Erstellung eines rechtlichen Scans eines Webshops beginnt mit dem Bestellvorgang

Bevor Sie die rechtliche Beschreibung Ihres Webshops fertigstellen, sollten Sie den gesamten Bestellvorgang aus Kundensicht durchspielen. Im Fernabsatz müssen Sie den Verbraucher im Voraus klar und deutlich informieren (Art. 6:230m BW): über die Hauptmerkmale des Produkts, den Gesamtpreis inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten, die Lieferzeit, die Zahlungsarten und Ihre Kontaktdaten. Prüfen Sie außerdem, ob der Bestellbutton eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweist. Fehlen wesentliche Informationen, riskieren Sie rechtliche Schritte und Streitigkeiten über die Gültigkeit der Bestellung.

Widerrufsrecht und Rückgabebestimmungen

Prüfen Sie bei einer rechtlichen Überprüfung des Webshops das Widerrufsrecht und die Rückgabebestimmungen

Das Widerrufsrecht ist ein Bereich, in dem die meisten Onlineshops Fehler machen. Verbraucher können online gekaufte Artikel innerhalb von vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen zurücksenden (Art. 6:230o BW). Prüfen Sie bei der Überprüfung, ob diese Frist auf Ihrer Website korrekt angegeben ist, ob Sie ein Muster-Widerrufsformular anbieten und ob Sie den Kunden klar über die Bedingungen und Kosten der Rücksendung informieren. Falls Sie keine ordnungsgemäßen Informationen bereitstellen, verlängert sich die Widerrufsfrist auf maximal zwölf Monate.

Fügen Sie die Ausnahmen ebenfalls in den Scan ein. Beispielsweise gilt das Widerrufsrecht unter bestimmten Bedingungen nicht für Sonderanfertigungen oder versiegelte Artikel, die aus hygienischen Gründen nicht zurückgegeben werden können. Diese Ausnahmen müssen jedoch korrekt angewendet und angegeben werden.

Datenschutz, DSGVO und Cookies

Einbeziehung der DSGVO und von Cookies in eine rechtliche Analyse eines Webshops

Prüfen Sie im Abschnitt Datenschutz, ob Ihre Datenschutzerklärung Ihren tatsächlichen Aktivitäten entspricht. Ermitteln Sie für jede Datenverarbeitungsaktivität die Rechtsgrundlage und prüfen Sie, ob Sie mehr Daten erheben als nötig. Stellen Sie sicher, dass Sie Datenverarbeitungsvereinbarungen mit Dritten haben, die Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten, wie z. B. Ihrem Hosting-Anbieter, Zahlungsdienstleister und E-Mail-Tool. Berücksichtigen Sie außerdem Sicherheitsmaßnahmen und Aufbewahrungsfristen.

Prüfen Sie bei Cookies das Banner. Für Tracking- und Marketing-Cookies ist eine vorherige Einwilligung erforderlich (Art. 11.7a Telekommunikationsgesetz). Ein Banner, das Cookies setzt, bevor der Kunde seine Einwilligung erteilt hat, oder das lediglich einen Zustimmungsbutton ohne echte Ablehnungsmöglichkeit anzeigt, ist nicht zulässig. Prüfen Sie außerdem, ob die tatsächlich gesetzten Cookies den Angaben im Banner entsprechen.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Prüfen Sie, ob Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen gültig und korrekt dargestellt sind. In einem Onlineshop stellen Sie diese üblicherweise vor oder während des Bestellvorgangs zur Verfügung, damit der Kunde sie speichern kann (Art. 6:233 und 6:234 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches). Stellen Sie sicher, dass sie keine Klauseln enthalten, die für Verbraucher unangemessen belastend sind und daher auf der Grauen oder Schwarzen Liste stehen (Art. 6:236 und 6:237 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches). Prüfen Sie abschließend, ob die Bedingungen Ihrer tatsächlichen Arbeitsweise entsprechen, da abweichende Formulierungen zu Verwirrung führen.

Praktisches Beispiel

Ein Online-Elektronikshop führte eine interne Überprüfung mithilfe einer Checkliste durch. Dabei stellte sich heraus, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen erst nach dem Bezahlvorgang in der Bestätigungs-E-Mail angezeigt wurden und somit vor Vertragsabschluss nicht zugänglich waren. Dadurch konnten Kunden die Bedingungen für ungültig erklären. Dieses Problem wurde behoben, indem die Bedingungen nun mit einem Kontrollkästchen vor dem Bestellbutton angezeigt werden. Ein solcher Befund wird nur sichtbar, wenn man den Bestellvorgang Schritt für Schritt durchgeht.

Ehrliche Empfehlung

Rechtsexperte erörtert die Erstellung eines Rechtsgutachtens für einen Webshop

Für einen kleinen Webshop auf einer Standardplattform mit integrierten Verbrauchertexten können Sie mithilfe der Checklisten des Branchenverbands und der Verbraucherschutzbehörde selbst eine grundlegende Prüfung durchführen und benötigen nicht sofort einen Anwalt. Sobald Sie jedoch eigene AGB verwenden, viele personenbezogene Daten verarbeiten oder mit mehreren Lieferanten zusammenarbeiten, ist eine professionelle Prüfung ratsam. Die Informationspflichten, das Widerrufsrecht und die DSGVO bergen die größten Risiken. Lassen Sie diese Punkte gründlich prüfen und dokumentieren Sie die notwendigen Anpassungen für jeden Befund, damit die Prüfung nicht nur eine Liste von Anmerkungen, sondern einen konkreten Verbesserungsplan darstellt.

Sie möchten mehr erfahren? Sehen Sie sich die rechtliche Prüfung Ihres Webshops an , lesen Sie, was eine rechtliche Prüfung Ihres Webshops ist und was die Erstellung einer solchen Prüfung kostet .

Häufig gestellte Fragen

Was sollte bei einer rechtlichen Überprüfung eines Webshops berücksichtigt werden?

Eine Überprüfung des Bestellvorgangs und der Informationspflichten (Art. 6:230m BW), des Widerrufsrechts und der Rückgabebestimmungen (Art. 6:230o BW), der Datenschutzerklärung und der DSGVO, des Cookie-Banners (Art. 11.7a Telekommunikationsgesetz) sowie der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Für jeden Bestandteil dokumentieren Sie, ob Sie die Anforderungen erfüllen und was angepasst werden muss.

Wo fängt man an, wenn man einen Scan einrichtet?

Gehen Sie während des Bestellvorgangs den Webshop aus Kundensicht durch und prüfen Sie, ob alle Pflichtangaben klar und deutlich angegeben sind: Produktmerkmale, Gesamtpreis inklusive MwSt. und Versandkosten, Lieferzeit, Zahlungsarten und Kontaktdaten (Art. 6:230m BW). So erkennen Sie sofort, wo Informationen fehlen.

Warum ist das Widerrufsrecht bei der Untersuchung so wichtig?

Denn genau hier unterlaufen Onlineshops die meisten Fehler. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage (Art. 6:230o BW), und ein Musterformular muss zur Verfügung stehen. Bei unzureichender Nachfrage verlängert sich die Frist auf maximal zwölf Monate. Prüfen Sie außerdem, ob die gesetzlichen Ausnahmen korrekt angewendet wurden.

Was prüft man im Hinblick auf die DSGVO?

Ob die Datenschutzerklärung mit Ihren tatsächlichen Tätigkeiten übereinstimmt, welche Rechtsgrundlage für jede Datenverarbeitung besteht, ob Sie nicht zu viele Daten erheben, ob Sie Datenverarbeitungsvereinbarungen mit Parteien haben, die Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten, und ob die Sicherheits- und Aufbewahrungsfristen angemessen sind.

Wie bewerten Sie das Cookie-Banner?

Für Tracking- und Marketing-Cookies ist eine vorherige Einwilligung erforderlich (Art. 11.7a Telekommunikationsgesetz). Ein Banner, das Cookies setzt, bevor der Kunde seine Einwilligung erteilt hat, oder das keine echte Möglichkeit zur Ablehnung bietet, entspricht nicht den gesetzlichen Bestimmungen. Prüfen Sie außerdem, ob die tatsächlich gesetzten Cookies den Angaben im Banner entsprechen.

Wann gelten meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen für einen Webshop?

Sie müssen diese vor oder während des Bestellvorgangs zur Verfügung stellen, damit der Kunde sie speichern kann (Art. 6:233 und 6:234 BW). Bedingungen, die nur in der Bestätigungs-E-Mail erscheinen, wurden nicht ordnungsgemäß angeboten. Unangemessen belastende Klauseln (Art. 6:236 und 6:237 BW) können für nichtig erklärt werden.

Kann ich den Scan selbst erstellen?

Für einen kleinen Webshop auf einer Standardplattform können Sie mithilfe der Checklisten des Branchenverbands und der niederländischen Verbraucherschutzbehörde selbst einen grundlegenden Scan durchführen. Bei eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, umfangreichen personenbezogenen Daten oder mehreren Lieferanten ist eine professionelle Bewertung ratsam, da sich in diesen Fällen die Risiken erhöhen.

Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

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KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
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