Um zu unternehmen

Ist eine Aktionärsvereinbarung obligatorisch? Die Regeln

Ist eine Aktionärsvereinbarung zwingend erforderlich? Die rechtlichen Bestimmungen, wann sie erforderlich ist und wann nicht, und die Konsequenzen.

Veröffentlicht am 15. September 2026 von MKBjuristen.nl
Fordern Sie ein kostenloses Angebot an. Rufen Sie 085 25000 44 an.

MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente

Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.

  • Kundenspezifische Verträge, Geschäftsbedingungen und Rechtsdokumente
  • Budgetfreundlich und transparent hinsichtlich der Kosten im Voraus
  • Fordern Sie eine kostenlose Beratung oder ein unverbindliches Angebot an
Kostenlose Beratung Jetzt kostenloses Angebot anfordern

Ein Gesellschaftervertrag ist nicht gesetzlich vorgeschrieben: Für eine BV (British Venture Company) ist lediglich eine Satzung erforderlich, kein Gesellschaftervertrag. Dennoch ist ein Gesellschaftervertrag für zwei oder mehr Gesellschafter fast immer ratsam, da die Satzung nur die grundlegendsten Punkte regelt und öffentlich ist. Sensible Vereinbarungen zu Ausscheiden, Dividenden, Verkauf und Streitigkeiten gehören in einen privaten Gesellschaftervertrag. Streng genommen ist er also nicht verpflichtend, in der Praxis jedoch unerlässlich. Im Folgenden wird erläutert, was das Gesetz vorschreibt und wann ein Gesellschaftervertrag faktisch notwendig wird.

Die kurze Antwort

  • Rechtlich vorgeschrieben: Nein, für eine BV sind lediglich die Statuten erforderlich.
  • In der Praxis: Bei mehreren Aktionären fast immer ratsam.
  • Alleiniger Gesellschafter: In diesem Fall ist eine Gesellschaftervereinbarung überflüssig, da es nichts zu regeln gibt.
  • Tatsächlich notwendig: im Falle eines Investors, mehrerer Gründer oder eines 50/50-Verhältnisses.
  • Satzung: öffentlich und starr; die SHA kümmert sich um vertrauliche Anpassungen.

Was das Gesetz vorschreibt

Ist eine Aktionärsvereinbarung gesetzlich vorgeschrieben?

Das Gesetz schreibt für die Gründung einer BV (British Vidyalaya) notariell beglaubigte Satzung vor. Diese regelt unter anderem die Art der Anteile, den Vorstand und die gesetzliche Sperrklausel. Die Satzung ist bei der Handelskammer öffentlich einsehbar, Änderungen können nur notariell beglaubigt werden. Eine Gesellschaftervereinbarung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben; sie ist eine freiwillige, private Vereinbarung zwischen den Gesellschaftern.

Das „nicht obligatorisch“ bedeutet lediglich, dass Sie eine gültige BV ohne SHA haben. Es sagt nichts darüber aus, ob es ratsam ist, sie wegzulassen.

Warum eine SHA in der Praxis unverzichtbar ist

Warum eine Aktionärsvereinbarung in der Praxis notwendig ist

Ohne eine Aktionärsversammlung (SHA) gelten die gesetzlichen Mindestbestimmungen und die Satzung. Das bedeutet: keine Vereinbarungen zur Dividendenpolitik, keine Regelung für ausscheidende Mitarbeiter (Good/Bad Leaver), keine Mitverkaufsregelung und kein Mechanismus zur Sicherung von Pattsituationen. Genau die Punkte, die im Falle eines Ausscheidens, Verkaufs oder einer Streitigkeit entscheidend sind, bleiben unreguliert. Man ist auf das Gesetz angewiesen, und das führt selten zu den gewünschten Ergebnissen für die Aktionäre.

Darüber hinaus möchten Sie bestimmte Teile dieser Vereinbarungen ausdrücklich nicht in der öffentlichen Satzung sehen. Wer bei seinem Ausscheiden welchen Preis erhält oder welcher Gesellschafter ein Vetorecht hat, sind geschäftssensibel. Eine private Gesellschaftervereinbarung wahrt diese Vertraulichkeit.

Wann wird eine SHA tatsächlich notwendig?

Situationen, in denen eine Aktionärsvereinbarung notwendig wird
  • Mehrere Gründer: Sobald Sie mit Partnern zusammenarbeiten, sollten Sie Vereinbarungen bezüglich Ausscheiden und Kontrolle treffen.
  • 50/50-Verhältnis: Ohne eine Regelung zur Pattsituation ist die BV im Falle einer Meinungsverschiedenheit inaktiv.
  • Investoren an Bord: Sie fordern fast immer eine Gesellschaftervereinbarung mit Sonderrechten.
  • Unterschiedliche Dividendpräferenzen: Der eine möchte ausschütten, der andere reinvestieren.
  • Aktive und passive Aktionäre: Dann sind Vereinbarungen über Engagement und Vergütung erforderlich.

Das Verhältnis zwischen der Satzung und der SHA

Satzung und Gesellschaftervereinbarung ergänzen sich. Die Satzung gilt gegenüber dem Unternehmen und Dritten; die Gesellschaftervereinbarung regelt die Beziehungen zwischen den Gesellschaftern selbst. Widersprechen sie sich, gilt grundsätzlich die Vereinbarung zwischen den Gesellschaftern, die Satzung jedoch gegenüber dem Unternehmen. Daher müssen beide aufeinander abgestimmt sein. Eine nicht mit der Satzung übereinstimmende Gesellschaftervereinbarung führt zu Rechtsunsicherheit.

Wenn Sie keine SHA benötigen

Sind Sie alleiniger Gesellschafter Ihrer BV, ist ein Gesellschaftervertrag überflüssig: Es gibt niemanden, mit dem Sie Vereinbarungen treffen könnten. Auch eine leere Holdinggesellschaft ohne Mitgesellschafter hat keinen Nutzen davon. Sobald ein zweiter Gesellschafter eintritt, ändert sich dies schlagartig.

Praxisbeispiel: Ein Unternehmer gründet seine BV allein und hat daher – richtigerweise – keinen Gesellschaftervertrag. Zwei Jahre später nimmt er einen Partner auf, der 40 % der Anteile erwirbt. Ab diesem Zeitpunkt ist ein Gesellschaftervertrag nicht mehr optional, sondern unerlässlich und sollte idealerweise direkt bei Eintritt in die Gesellschaft aufgesetzt werden.

Ehrliche Empfehlung

Ein Rechtsexperte berät, ob eine Aktionärsvereinbarung erforderlich ist

Ein Gesellschaftervertrag (SHA) ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber bei zwei oder mehr Gesellschaftern fast immer ratsam und sollte idealerweise bei der Gründung oder dem Eintritt in die Gesellschaft aufgesetzt werden. Sind Sie alleiniger Gesellschafter, benötigen Sie keinen Anwalt: In diesem Fall gibt es nichts zu regeln, und der Gesellschaftervertrag ist überflüssig. In allen anderen Fällen überwiegt das Risiko eines ungeschützten Konflikts den Nutzen der Investition bei Weitem. Achten Sie darauf, dass der Vertrag mit Ihrer Satzung übereinstimmt.

Lesen Sie mehr: die Aktionärsvereinbarung, eine vollständige Checkliste und die Kosten.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Aktionärsvereinbarung rechtlich erforderlich?

Nein. Das Gesetz verlangt für eine BV lediglich notariell beglaubigte Satzungen, keinen Gesellschaftervertrag. Ihre BV ist auch ohne Gesellschaftervertrag gültig. Bei zwei oder mehr Gesellschaftern ist ein Gesellschaftervertrag in der Praxis jedoch fast immer ratsam.

Wann benötige ich definitiv eine SHA?

Bei mehreren Gründern, einer 50/50-Beteiligungsstruktur, einem Investor im Unternehmen oder unterschiedlichen Dividendenpräferenzen regelt die Gesellschafterversammlung (SHA) Ausscheiden, Kontrolle, Verkauf und Streitigkeiten, die nicht in der Satzung geregelt sind. In solchen Fällen ist eine Gesellschafterversammlung daher zwingend erforderlich.

Was regeln die Statuten und was regelt die SHA?

Die Satzung regelt die gesetzlichen Mindestanforderungen und gilt für das Unternehmen und Dritte; sie ist öffentlich. Die Gesellschaftervereinbarung regelt vertrauliche Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern, wie beispielsweise die Dividendenpolitik, Abfindungsregelungen für ausscheidende Gesellschafter und Streitigkeiten.

Was ist, wenn ich der alleinige Aktionär bin?

In diesem Fall benötigen Sie keine Gesellschaftervereinbarung, da es niemanden gibt, mit dem Sie eine Vereinbarung treffen könnten. Sobald ein zweiter Gesellschafter beitritt, ist eine Gesellschaftervereinbarung jedoch ratsam. Am besten erstellen Sie diese direkt nach Ihrem Eintritt.

Was geschieht in einem Konflikt ohne SHA?

In diesem Fall gelten die gesetzlichen Bestimmungen und die Satzung. Ohne eine Pattsituationsregelung kann bei einer 50/50-Beteiligung niemand eine Entscheidung erzwingen, und der Geschäftsbetrieb kommt zum Erliegen. Ein Aufkauf oder ein gerichtliches Untersuchungsverfahren bleibt dann als einziger Ausweg.

Muss die SHA mit der Satzung übereinstimmen?

Ja. Grundsätzlich gilt die Vereinbarung zwischen den Parteien, die Satzung hingegen gilt für das Unternehmen und Dritte. Ein Widerspruch führt zu Unsicherheit. Achten Sie bei der Ausarbeitung auf die Übereinstimmung beider Bestimmungen.

Kann ein Investor eine SHA verlangen?

Ja, das kommt fast immer vor. Ein Investor möchte sich besondere Rechte sichern, wie beispielsweise eine Liquidationspräferenz, einen Verwässerungsschutz und ein Vetorecht. In diesem Fall ist eine Aktionärsvereinbarung Voraussetzung für die Investition.

Bitte beachten Sie: Ein Artikel bietet allgemeine Informationen, Ihre rechtliche Situation kann jedoch anders aussehen.

Ein Vertrag, ein Konflikt oder ein rechtliches Risiko muss stets anhand der Fakten, Dokumente, Beweislage und Interessen beurteilt werden. Sind Sie unsicher? Lassen Sie Ihre Situation prüfen, bevor Sie handeln.

Rechtliche Frage zu diesem Artikel?

Ein Blog bietet zwar Erklärungen, doch Ihre Situation erfordert oft eine konkrete rechtliche Entscheidung. MKB Juristen unterstützt Unternehmer bei Verträgen, Allgemeinen Geschäftsbedingungen, DSGVO-Dokumenten, Arbeitsverträgen, Streitigkeiten und maßgeschneiderten Rechtslösungen.

Erstellung, Überprüfung und Änderung von Verträgen
Rechtliche Unterstützung Hilfe bei Konflikten und Streitigkeiten.
Fachliche Expertise : Spezialisierte Rechtsexperten und Anwälte.
Festpreise. Kostentransparenz im Voraus.

Neueste Artikel

15. Oktober 2026

Was ist ein Darlehensvertrag? Erklärung und Anwendung

Was ist ein Darlehensvertrag? Erklärung seiner Funktion, wann man ihn benötigt und worauf KMU achten sollten.

14. Oktober 2026

Erstellung eines Darlehensvertrags: Kosten und Ablauf

Einen Darlehensvertrag von einem Anwalt aufsetzen lassen: Was kostet das, wie läuft der Prozess ab und wann ist eine individuelle Anfertigung sinnvoller als eine Standardlösung?.

14. Oktober 2026

Erstellung eines Influencer-Vertrags: Kosten und Ablauf

Einen Influencer-Vertrag von einem Anwalt aufsetzen lassen: Was kostet das, wie läuft der Prozess ab und wann sollte man einen maßgeschneiderten Vertrag einer Standardvorlage vorziehen?.

14. Oktober 2026

Was ist ein Mitarbeiterhandbuch? Erklärung und Verwendung

Was ist ein Mitarbeiterhandbuch? Erläuterung seiner Funktion, wann man es benötigt und worauf man im KMU-Sektor achten sollte.

  • Wir arbeiteten unter anderem für:
  • MKBjuristen.nl Partner
  • MKBjuristen.nl Partner
  • MKBjuristen.nl Partner
  • MKBjuristen.nl Partner
Newsletter für Unternehmer

Erhalten Sie praktische Rechtstipps per E-Mail

Jetzt registrieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und erhalten Sie unseren Newsletter.

Kein Spam. Nur Rechtstipps.
Mit Ihrer Registrierung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung.
KMU-Anwälte bei der Handelskammer Quelle: Handelskammer 2019
Kostenlose Beratung