MKB Juristen entwirft individuelle Rechtsdokumente
Es empfiehlt sich, wichtige Verträge, Geschäftsbedingungen und andere juristische Dokumente nicht selbst zusammenzustellen oder zu kopieren. Wir unterstützen Unternehmer mit begrenztem Budget mit maßgeschneiderten Rechtslösungen, transparenten Kosten im Voraus und verständlichen Erklärungen.
- Kundenspezifische Verträge, Geschäftsbedingungen und Rechtsdokumente
- Budgetfreundlich und transparent hinsichtlich der Kosten im Voraus
- Fordern Sie eine kostenlose Beratung oder ein unverbindliches Angebot an
Die Aussage „0 % Steuern in Dubai“ ist seit 2018 überholt. In den VAE gilt seit 2018 eine Mehrwertsteuer (5 %) und seit 2023 eine Körperschaftsteuer (9 % ab einem Einkommen von 375.000 AED). Für Einwohner bleibt die Einkommensteuer bei 0 % – vorausgesetzt, sie haben einen tatsächlichen Wohnsitz. Für niederländische Staatsangehörige mit Substanz und einer soliden Unternehmensstruktur besteht weiterhin ein erheblicher Vorteil gegenüber der niederländischen Körperschaftsteuer (19–25,8 %) und der niederländischen Box-1-Steuer (49,5 %). Nachfolgend finden Sie die realistische Berechnung und deren tatsächliches Ergebnis.
Die kurze Antwort
- Körperschaftsteuer in den VAE: 9 % über 375.000 AED (~95.000 Euro) seit Juni 2023.
- Mehrwertsteuer in den VAE: 5 % seit 2018, für die meisten Lieferungen.
- Einkommensteuer in den VAE: 0 % für Einwohner (keine Einkommensteuer auf Gehälter).
- Keine Erbschaftssteuer, keine Vermögenssteuer.
- Für niederländische Staatsangehörige: Nur bei Auswanderung + Substanz profitieren.
Die drei Steuern, die es gibt
1. Körperschaftsteuer in den VAE (9 % seit 2023)
- Gilt für alle Unternehmen in den VAE mit einem Gewinn von über 375.000 AED (ca. 95.000 Euro).
- Unterhalb dieses Betrags: 0%.
- QFZP-Status der Freizone: 0 % auf „qualifizierte Einkünfte“ vorbehaltlich bestimmter Bedingungen.
- Erste Steuererklärung ab 2024 für das Finanzjahr 2023.
2. Mehrwertsteuer der VAE (5 % seit 2018)
- 5 % auf die meisten Lieferungen und Dienstleistungen.
- 0 % auf Exporte außerhalb des Golf-Kooperationsrats (GCC).
- Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 375.000 AED benötigen eine AED-Registrierung.
- Quartals- oder Jahresrückmeldung.
3. Verbrauchssteuer
- Spezifische Produkte: Tabak (100%), Energy-Drinks (100%), zuckerhaltige Getränke (50%).
- Relevant für bestimmte Branchen.
Was fehlt
- Keine Einkommensteuer: Für Einwohner fällt eine Einkommensteuer von 0 % auf Gehälter und private Einkünfte an.
- Keine Vermögenssteuer: kein Äquivalent zu Box 3.
- Keine Erbschaftssteuer: keine Abgabe beim Tod.
- Keine Kapitalertragsteuer: auf den Verkauf von Privateigentum.
- Keine Dividendensteuer: für Gebietsansässige auf Ausschüttungen von Unternehmen aus den VAE.
Vergleich mit den Niederlanden
| Steuer | Die Niederlande | VAE |
|---|---|---|
| Niedrige Unternehmenssteuer | 19 % (bis zu 200.000) | 9 % (über 95.000 Euro) |
| hohe Unternehmenssteuer | 25,8 % (über 200.000) | 9 % (alles über 95.000) |
| IB max | 49,5 % Box 1 | 0% |
| Dividende aus Box 2 | 24,5%-31% | 0 % (für Einwohner) |
| Mehrwertsteuer | 21% | 5% |
| Vermögenswerte in Box 3 | ~36 % auf den Nominalertrag | 0% |
| Erbschaftssteuer | 10-40% | 0% |
Floor (Geschäftsführer-Hauptaktionär, 300.000 Euro Gewinn, ausgeschüttete Dividende):
- NL: Körperschaftsteuer (~60k) + Box 2 (~50k auf Nettodividende) = ~110.000 Euro Steuer (37%).
- Dubai: 9% Körperschaftsteuer (~28.000), 0% IB = 28.000 Euro (9%).
- Differenz: 82.000 Euro/Jahr.
Aber… Substanzkosten
Die Differenz von 82.000 Euro/Jahr ist brutto. Substanzkosten Dubai:
- Büro + Mitarbeiter: 50.000-80.000 Euro/Jahr.
- Berater: 10.000-20.000 Euro/Jahr.
- Leben in Dubai (im Vergleich zu den Niederlanden): möglicherweise höher.
- Reisen zwischen den Niederlanden und Dubai (sofern nicht die vollständige Auswanderung erfolgt): 10.000+ Euro.
Der Nettogewinn beträgt typischerweise 30–50 % des Bruttobetrags. Für Floor: 25.000–40.000 Euro Nettogewinn pro Jahr.
Wann ist es lohnend?
- < 200.000 Euro Gewinn/Jahr: selten lohnenswert – die hohen Kosten in Dubai schmälern den Gewinn.
- 200.000 bis 500.000 Euro: nur ein geringer Nutzen, und das auch nur bei einer guten Struktur.
- 500.000 bis 2 Millionen: erheblicher Nutzen möglich.
- > 2 Millionen: fast immer lohnend und substanziell.
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Niederlanden und den VAE
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Niederlanden und den VAE (2007, in Kraft seit 2010):
- Verhindert Doppelbesteuerung.
- Entscheidungskriterium bei Streitigkeiten bezüglich des Wohnsitzes.
- 0 % Quellensteuer auf Dividenden unter bestimmten Bedingungen.
- 0 % Quellensteuer auf Lizenzgebühren.
- MLI-Klausel seit 2019 (Missbrauchsschutz).
Der Vertrag schließt Substanzanforderungen nicht aus – diese sind national/EU-spezifisch.
Ehrliche Empfehlung
Der Steuervorteil Dubais ist zwar realistisch, hat sich aber seit 2018 (Mehrwertsteuer) und 2023 (Körperschaftsteuer) verringert. Für niederländische Staatsangehörige mit internationaler Geschäftstätigkeit und der Bereitschaft zur tatsächlichen Auswanderung bleibt es ein erheblicher Vorteil. Bei einer rein formalen Unternehmensstruktur oder einem niederländischen Wohnsitz ist es nach Abzug von Anpassungen und Kosten fast immer nachteilig. Berechnen Sie alles genau mit einem internationalen Steuerspezialisten – überstürzen Sie nichts.
Weitere Themen: Körperschaftsteuer in den VAE, Steuervergleich und Substanzanforderungen.
Häufig gestellte Fragen
Seit Juni 2023: keine Körperschaftsteuer für Unternehmen. Die Körperschaftsteuer in den VAE beträgt 9 % ab einem Gewinn von 375.000 AED (ca. 95.000 Euro). Seit 2018: 5 % Mehrwertsteuer. Jedoch: 0 % Einkommensteuer für Einwohner, keine Vermögens- oder Erbschaftsteuer.
Bei 300.000 Euro Gewinn und Dividenden: NL ca. 37 % effektiv, Dubai ca. 9 %. Bruttodifferenz 28 Prozentpunkte = 82.000 Euro/Jahr. Netto nach Abzug der materiellen Kosten: 30–50 % des Bruttogewinns = 25.000–40.000 Euro/Jahr. Höhere Gewinne entsprechend mehr.
Berechtigte Freizonengesellschaft: Ein Unternehmen in einer Freizone, das auf „qualifizierte Einkünfte“ keine Körperschaftsteuer erhebt, sofern die Substanzvoraussetzungen erfüllt sind. Strenge Anforderungen: tatsächliche Geschäftstätigkeit, ausreichende Substanz, kein lokaler Handel mit den qualifizierten Einkünften auf dem Festland der VAE.
Bei vollständiger Auswanderung nach Dubai: Ja, die niederländische Kapitalertragsteuer (Box 3) entfällt (keine niederländische Steuerpflicht). Für diejenigen, die in den Niederlanden bleiben: Die Box-3-Regelung gilt weiterhin – auch für Vermögenswerte in Dubai.
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Niederlanden und den VAE (seit 2010) verhindert Doppelbesteuerung und regelt die Aufteilung der Besteuerungsrechte. Unter bestimmten Voraussetzungen wird auf Dividenden und Lizenzgebühren keine Quellensteuer erhoben. Die MLI-Klausel dient seit 2019 der Missbrauchsverhinderung. Die Substanzanforderungen bleiben davon unberührt.
Unter 200.000 Euro/Jahr: Selten lohnend, da die hohen Kosten in Dubai den Nutzen schmälern. 200.000–500.000 Euro: Geringer Nutzen bei guter Struktur. 500.000–2 Mio. Euro: Deutlicher Nutzen. Über 2 Mio. Euro: Fast immer lohnend und substanziell.
Ziehen Sie Dubai unbedingt in Betracht. Die Kombination aus niederländischem Steuerspezialisten (für Wohnsitz, Betriebsstätte und ATAD) und VAE-Steuerspezialisten (für Körperschaftsteuer, Mehrwertsteuer und QFZP) ist ideal. Eine Investition von 10.000 bis 30.000 Euro in der Anfangsphase zahlt sich um ein Vielfaches aus.